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#13 Die tödliche Karriere der Locusta

Shownotes

Diese Folge ist schon 4 Wochen früher im kostenlosen Bereich der Podimo App erschienen. Wenn du die neueste Episode immer sofort hören möchtest, gehe auf https://podimo.de/friendsincrime_podcast

Eine mysteriöse Frau aus Gallien sitzt in der dunkelsten Zelle des römischen Reiches, dem sicheren Tod geweiht. Ihr einziges Kapital: Ein unheimliches Wissen über die Kunst des Giftmordes. Als die Kaiserin von Rom sie zu sich ruft, beginnt eine der blutigsten Karrieren der Geschichte. Wir sind diesmal im antiken Rom – eine Welt aus Marmor und Macht, in der die tödlichste Waffe kein Schwert, sondern ein unscheinbares Kraut ist. Begleitet uns bei der Jagd nach den Geheimnissen von Locusta, der Frau, die zur persönlichen Auftragsmörderin von Kaiser Nero wurde. Erlebt mit, wie sie Kaiser vergiftet, Thronfolger beseitigt und eine staatlich geförderte "Akademie des Todes" leitet.

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Friends in Crime erscheint alle 14 Tage freitags zuerst bei Podimo.

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Transkript anzeigen

00:00:20: Doch du darfst begrüßen.

00:00:21: Komm, Basti.

00:00:21: Hallo!

00:00:22: Da sind wir wieder.

00:00:24: Die Friends in Crime, eure süßen Fickies mit der vorletzten Folge dieser Staffel.

00:00:27: Und jetzt kommt die wundervolle Sandra Sprünken.

00:00:30: Wir haben sie extra aus einer Nondenschule in Südfrankreich geholt, damit sie heute für uns etwas vorliest.

00:00:38: Hallo Sandra.

00:00:38: Was hast

00:00:39: du dir denn in den Kaffee getan?

00:00:41: Ich hatte sie gerade.

00:00:42: Wie war mein Kaffee?

00:00:44: Ja, ich hätte mehr Milch gebraucht.

00:00:46: Fick dich!

00:00:46: Der ist

00:00:46: richtig, der ist lecker.

00:00:48: Warum mag keiner meinen toren Scheiß Kaffee?

00:00:51: Niemand mag den.

00:00:52: Bitter.

00:00:54: Ja, nur weil ich jetzt auch...

00:00:55: Das ist halt eine intensiv gebraute chilenische Espresso-Bone reduziert gekauft.

00:01:03: Aber sehr lecker.

00:01:05: Ich mag das so.

00:01:07: Aber meine Frau mag das auch nicht.

00:01:09: Die trinkt ja auch Pulver-Kaffee.

00:01:11: Nächstes Mal wieder rühre Kaffee, ganz genau.

00:01:13: Aber ich hab extra diese Maschine gekauft für die Küche.

00:01:16: Doch, ich glaube, das Verhältnis Milch und Kaffee war einfach nicht meins.

00:01:20: Ich

00:01:21: trinke Schwarz nochmal, aber Schwarz, wie die Seele, war einfach her damit.

00:01:25: Trinken

00:01:26: wir dafür jetzt eine Klage.

00:01:29: Können wir das piepsen, damit niemand weiß, welche Prominente ich gerade genannt habe.

00:01:33: Toll, ist gepiepst hiermit.

00:01:34: Sehen wir offiziell als gepiept an.

00:01:37: Toll.

00:01:37: Aber eigentlich hätte ich begrüßen müssen und ich wäre ganz anders eingestiegen, denn ich hätte einfach nur gerufen, Salvete Fikis.

00:01:48: Ich glaube, dass das so ausgesprochen wird.

00:01:49: Ich glaube, dass das so heißt.

00:01:50: Ich kann kein Latein.

00:01:55: Aber Salvete Fikis als Begrüßung stark.

00:01:57: Gefällt mir gut.

00:01:59: Oder?

00:01:59: Grüßt euch ihr Gefickten.

00:02:04: Temuri, Turi, Thesalutan, ne wie geht's nochmal, die Todgegrüßen, Tefici, Thesalutan, die Ficken, den grüßen euch, die Todgeweiten grüßen euch, das sagt man ja, das haben die, das haben die angeblich, man weiß ja, haben die Gladiatoren dem Kaiser entgegen immer gesagt als Groß, die Todgeweiten grüßen euch.

00:02:21: Die Fikis

00:02:21: grüßen euch, ja, ja.

00:02:23: Und vielleicht ahnt ihr jetzt schon, Unser Fall spielt nicht in der Jetztzeit.

00:02:26: Es ist ein historischer Fall.

00:02:28: Wir werden zurück katapultiert und Gotteswil...

00:02:31: Katapultiert.

00:02:31: Katapultiere.

00:02:32: Du weißt

00:02:32: schon.

00:02:33: Latain.

00:02:34: Hast du es so französisch in der Schule?

00:02:35: Biaisir, oder?

00:02:36: Aïe.

00:02:37: Wieso?

00:02:38: Atypepafris, ja?

00:02:41: Du sprichst ja

00:02:42: nicht mal richtig Deutsch.

00:02:42: Nee, ich höre es nicht mehr Deutsch.

00:02:44: Also ja, ich hatte Latain.

00:02:46: Ich hatte nach Tascha von mir sitzen, die eine Eins hatte und immer ihren Zettel hochgehalten hat im Unterricht, sodass ich abschreiben konnte.

00:02:51: Ich kann kein Wort.

00:02:53: Französisch habe mich aber auch, im Nachhinein hätte ich es gerne gelernt.

00:02:56: Ich finde Franzosen beim Sprechen zu hören ist ja eine sehr, sehr, sehr melodische Sprache.

00:03:00: Allerdings macht mich eine Franzosen immer nervös, dass die, wenn die reden, wenn man richtig Franzosen sprechen hört, klingen die immer so, als wenn die sich während des Redens überlegen, was sie gerade sagen wollen.

00:03:13: Ich weiß immer nicht, warum reden die so?

00:03:15: Warum ist immer so eine Denkpause bei dem Franzosen?

00:03:17: Ich glaube, das sind Wörter.

00:03:20: Latein dagegen, Salier, weil er eckt.

00:03:23: Er sagt,

00:03:25: macht.

00:03:25: Sackt, ja.

00:03:26: Der Sack.

00:03:28: Alea eckt erst.

00:03:29: Also, es geht fünfzig Jahre nach Christus.

00:03:33: Es geht ins alte Rom.

00:03:35: Aus der Zeit meiner Oma.

00:03:36: Ich habe uns römische Namen gegeben und rausgesucht.

00:03:38: Das finde ich nur passend für den Fall.

00:03:41: Also, ich hätte für dich Bastilianus Bielendorfius Gelsensis.

00:03:47: Also, Bastilian Bielendorfer aus Gelsenkirchen.

00:03:49: Wie findest du es?

00:03:50: Wie würdest du gerne heißen?

00:03:51: Hast du noch andere Wünsche?

00:03:53: Ne, also Maximus Romulus hätte ich jetzt auch genommen, aber nein, Bastilianus Gelsichensis Opferus.

00:04:00: Fehlt

00:04:00: noch.

00:04:00: Opferus Sacrificius, der, der ins Klo gesteckt wurde.

00:04:04: Bastilianus Opferus Sacus sitzt hier bei mir.

00:04:08: Der

00:04:08: Opfersack, ja.

00:04:09: Römischer Nichtstadthalter.

00:04:10: Wie

00:04:10: heißt du bitte?

00:04:11: Latrinenreiniger.

00:04:13: Ich heiße Alexandrina Sprunkius Edere Senex Edere.

00:04:19: Wegen Essen, alten Essen.

00:04:21: Das ist aber clever.

00:04:22: Stark, oder?

00:04:23: Ja, stark.

00:04:24: Da du ja unsere kleine Filmmaus bist, bester Film aus der Zeit, so Gladiatorenfilme, Sand, Schweiß, Blut, Fatos.

00:04:31: Viele sagen natürlich, dass es bei tausender Epos Gladiator von Ridley Scots mit Russell Crowe, ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob er den Oscar bekommen hat, es könnte sein.

00:04:41: Russell Crowe damals noch relativ unbekannter, nah, unbekannter so, aber nicht annähernd so bekannter australischer Darsteller, der mit der Darstellung des Maximus Klar, ich bekomme meine Rache in dieser Welt oder der nächsten.

00:04:55: Joachim Phoenix ist auch zu der Zeit noch relativ unbekannt.

00:05:00: Ja,

00:05:01: Peter O'Toole ist dabei.

00:05:03: Da sind viele, viele große.

00:05:04: Richard Harris ist dabei.

00:05:06: Peter O'Toole war ich jetzt gar nicht.

00:05:07: Aber es sind auf jeden Fall viele große dabei.

00:05:09: Und für mich, wenn man in das Genre des sandalen Films geht, wie er in den Siebziger und Sechziger Jahren bezeichnet wurde, da war ja die große Zeit der Filme aus der Römerzeit.

00:05:20: Naja, so was wie Agon und die Yasun und die Agonauten und solche Sachen, die aber deutlich trashiger angelegt waren, ist Gladiator von dieser Zeit schon meinen Lieblingsfilm.

00:05:30: Wobei das auch ein Feld ist, in dem ich nicht viel unterwegs bin.

00:05:33: Western und alles in dem Bereich habe ich mich nie richtig interessiert.

00:05:36: Ich habe in meinem Leben drei Western gesehen.

00:05:38: Ich mag Western zum Beispiel überhaupt nicht.

00:05:40: Kennst du den Spartacus und Ben Hur?

00:05:42: So ganz alte sandalen Filme mal zu bedienen.

00:05:46: Ben Hur.

00:05:46: Ja, Chaltenhästen als großer Benhoor.

00:05:49: Ja, habe ich gesehen, als Kind wurden mir mal von meinem Vater natürlich gezeigt, weil das die wirklich größten Epen zusammen mit vielleicht Lawrence von Arabia waren, die es in den Sechzigerjahren gab.

00:06:00: von Inszenierung jetzt, hier ist hier Bill de Mille, waren es nicht aufwendig und so.

00:06:04: Aber... Das war halt schon Anfang der Neunziger, als ich das gesehen habe.

00:06:09: Und dementsprechend war ich schon Indiana Jones-ifiziert und Star

00:06:13: Wars.

00:06:15: Ja, du kannst, wenn du Star Wars Indiana Jones hast, guckst und ich bin hoch.

00:06:18: Weil es zu kompliziert ist und auch zu viel Story und Gelaber.

00:06:21: Aber wir reisen jetzt in diese Zeit zurück.

00:06:23: Wir reisen in die Welt des Römischen Reiches, der Roman Empire, in das alte Rom.

00:06:27: Das war eine schöne Zeit.

00:06:28: Das war gut damals.

00:06:29: Gerade für uns Frauen top.

00:06:31: Kann ich wirklich empfehlen.

00:06:32: Zeitreisen als Frau.

00:06:34: Also, wir reißen ins Jahr fifty-fünfzig nach Christus.

00:06:37: Ich weiß nicht, ob das wichtig ist, aber weit zurück, halt einfach.

00:06:41: Lange her.

00:06:43: Ja, und jetzt würde ich euch und auch dich, Basti, bitten, stellt euch vor, ihr seid einfach ein römischer Bürger.

00:06:49: Ich nenne euch jetzt einfach mal Lucius und ihr seid auf dem Weg zu einem Abendessen beim einflussreichen Senator.

00:06:56: Die Sonne geht langsam unter.

00:06:58: Taucht die riesigen römischen Tempelanlagen des Forums in so schön goldenes, gleißendes Licht.

00:07:06: Der weiße Marmor glänzt, die goldenen Adler auf den Standaten der Legionen funkeln.

00:07:12: Und man hört halt sehr, sehr viele Dinge.

00:07:14: klar, altes Rom, lautes chaotisches Stimmengewehr, das Klappern von Streitwagen auf dem Kopfsteinpflaster, das Geschrei der Händler, die ihre Waren verkaufen wollen.

00:07:22: Es riecht hier nach frisch gebackenen Brot.

00:07:25: Aber auf jeden Fall auch nach dem Schweiß der vielen Menschen, die sich durch die engen Gassen drängen.

00:07:30: Und es gibt natürlich auch immer etwas gestankt, der aus den Abwasserkanälen, die die Römer ja erfunden haben, unter der Stadt aufsteigt.

00:07:38: Es muss damals wahnsinnig gestunken haben, will ich nur mal sagen.

00:07:42: Ich glaube wahrscheinlich sogar ein bisschen weniger als in Paris das vierzehn Jahrhunderts oder achtzehn Jahrhunderts, weil du dann mal... Klimatisch den Unterschied hat, dass das zumindest trocken war.

00:07:52: Wenn es dann noch stammig und sumpfig ist, so wie jetzt Paris oder so, da wird es dann richtig geklafft.

00:07:58: Aber ja, klar.

00:07:59: Obwohl auf der anderen Seite, Sie haben keine Initiation gehabt.

00:08:01: Also ich meine, das ist ja schon wachlich.

00:08:04: Ich war im Pompei mal und das ist ja dabei untergegangen.

00:08:08: Der Besuch ist ausgebrochen und so.

00:08:10: Nachdem du da warst, ne?

00:08:11: Nachdem ich da war und du bist, also ich fand das unfassbar, wie hoch entwickelt die Waden.

00:08:15: Also, Wahnsinn.

00:08:18: Wahnsinn.

00:08:19: Unfassbar, also tausende Jahre her, Frischwasserversorgung, Puff, alles da, was man braucht.

00:08:26: Alles, was man zum Leben braucht.

00:08:28: Wenn wir jetzt so auf die damalige Zeit gucken, vor allen Dingen auch sehr stark geprägt durch Gegensätze.

00:08:33: Man hat irgendwie unvorstellbaren Reichtum, so die Senatoren in diesen schneeweißen Togas, die man ja kennt.

00:08:40: Teilweise werden die Leute in Semften über die Köpfe der Armen hinweggetragen.

00:08:45: skurrile Bilder, es gibt natürlich auch unvorstellbares Leid in den Gassen, in den Straßen, Bettler, Sklaven, dann auch Menschen aus dem Krieg, die teilweise verkrüppelt sind.

00:08:53: Und all das seht ihr, bevor ihr am Haus des Senators ankommt.

00:08:57: Der lebt natürlich in einem Palast, klar, das ist ja logisch.

00:09:00: Die Sklaven nehmen euch euren Mantel ab, führen euch in einen prachtvollen Saal.

00:09:06: Man sieht da alles, was so zu prunk dazu gehört.

00:09:08: Marmor, Mosaike, teure Stoffe.

00:09:11: Und ihr werdet auf einer weichen Speise-Liege platziert.

00:09:15: Die Speise-Liege.

00:09:16: Wer kennt sie nicht?

00:09:17: Wer hat sie nicht im Wohnzimmer?

00:09:18: Ist das wie Speisewagen in der ersten Klasse beim ICE?

00:09:22: Ich hab die von IKEA, die Liga-Fig.

00:09:24: Die ist super.

00:09:24: Die

00:09:24: Liga-Fig.

00:09:25: Kann man

00:09:25: sich so draufsetzen, ne?

00:09:27: Nee, anstatt eben aufrecht auf dem Stuhl zu sitzen, das war damals nämlich nur was für die ganz einfachen Leute.

00:09:32: Also das war wirklich nur für die untere Schicht.

00:09:34: Werdet ihr angewesen, euch niederzulegen auf der Speise-Liege?

00:09:38: Komisch, weil im Liegenessen echt scheiße ist, ne?

00:09:40: Also jeder, der mal versucht hat, auf der Couch liegen, irgendwas außer einem Sandwich zu nehmen, ist immer eine Sauerei, ist irgendwie unbequem.

00:09:47: Ja, aber das war damals,

00:09:49: ging es

00:09:50: nur so, war es das ultimative Zeichen von Status und Luxus.

00:09:53: Also da ist du.

00:09:54: Was ist denn wirklich hingelegt?

00:09:56: Des klar war dir wahrscheinlich die Kissen so in den Rücken gepolstert, dass du auch gut liegen kannst.

00:10:00: So ein bisschen leicht seitlich haben die ja immer gelegen, auch wenn man sich die Bilder anguckt, so auf dem linken Ellbogen sagen wir mal abgestützt.

00:10:06: Man liegt aber dann sehr entspannt, halb seitlich auf so einem weichen Polster.

00:10:10: Eine Hand ist immer frei, weil die greift ja jetzt die ganze Zeit über Stunden zum Essen oder halt natürlich auch fröhlich zum Weinglas.

00:10:18: Und dieses Essen in diesem Halb liegen ist halt nicht Foulheit, sondern das ist eigentlich eine Machtdemonstration.

00:10:27: Weißt du, es ist so dieses, ich bin so wichtig, ich muss mich hier nicht mal zum Essen hinsetzen.

00:10:32: Ich kann das alles aus dieser lässigen Haltung raus so ein bisschen machen.

00:10:37: So mache ich das auch, wenn ich mein Iskender esse.

00:10:40: Du siehst aber auch was wie David Hasselhoff, der sein Burger ist,

00:10:43: aber okay.

00:10:44: In der Badewanne.

00:10:45: Tatsächlich haben die alle so gegessen wie der.

00:10:47: Also da geht auch viel daneben, das wird dann natürlich weggeräumt.

00:10:51: Ja, der Wein fließt in Ström, es werden Gerichte aufgetragen, von denen man wirklich nur träumen kann.

00:10:55: Da waren ja auch damals so Fünfzig-Gang-Menüs, aus dann auch exotische Dinge, gebratene Flamingo-Zungen.

00:11:01: Und grad lang.

00:11:02: Flamingo-Zungen hatte ich mal als Frage in den Quizshow und wusste das durch Zufall, dass die das wirklich gegessen haben.

00:11:07: Was

00:11:08: für ein ineffektives Essen, jeder Flamingo hat nur eine Zunge.

00:11:11: Ich habe noch was gefunden, wo ich auch dachte, okay, der gefüllte Sieben-Schläfer.

00:11:16: Das war die Weihnachtsgans der Römer.

00:11:18: Das ist der Spitzname von Österreich-Hosar, okay, der gefüllte Sieben-Schäfer.

00:11:22: Das sind so wirklich die edelsten Speisen damals.

00:11:25: Und jetzt bist du da angekommen, Basti und auch ihr liebe Fickies, wo ich euch mit hinnehmen möchte, in der High Society von Rom.

00:11:32: Rom lieben wir doch als Stadt.

00:11:34: erstmal schon mal.

00:11:34: Absolut.

00:11:35: Auf

00:11:35: das alte Rom, das neue Rom.

00:11:37: Ich

00:11:37: war nur einmal da.

00:11:38: Ja, das reicht mir schon mal für den ersten Eindruck.

00:11:40: Ich war

00:11:41: fünf.

00:11:42: Okay, das wird dann doch knapp.

00:11:46: Rom ist toll, Italien

00:11:47: ist toll.

00:11:47: Ich weiß nur, dass wir sie statt wieder verlassen haben, weil, glaube ich, umgerechnet damals ein Nudelgericht, fünf, zwanzig Marken kostet.

00:11:53: War zu teuer, super.

00:11:53: Weil vorher gesagt, wir fahren die.

00:11:54: Klar.

00:11:55: Weißt du irgendwas geschichtlich über so fünfzig nach Christus, irgendwas, was uns bei einer Einordnung helfen könnte, als wir

00:12:01: da kündigt?

00:12:01: Hat viel gerechnet, ne?

00:12:02: Weiß ich nicht.

00:12:02: Hat viel gerechnet.

00:12:04: War ein sehr regenreiches Jahr.

00:12:05: Ja, ne.

00:12:06: Regenreichste seit Beginn der Aufzeichnung.

00:12:08: Also, na ja, also ich, ne.

00:12:11: Ich weiß nicht, wer Kaiser ist zu der Zeit.

00:12:14: Da kommen wir auf jeden Fall zu.

00:12:15: Caesar?

00:12:15: Nein.

00:12:16: Nein.

00:12:16: Nein.

00:12:16: Nein.

00:12:16: Nein.

00:12:17: Nein.

00:12:17: Nein.

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00:12:37: Unter Rom, und zwar reisen wir in das Herz der Stadt, den Mamertinischen Kerker.

00:12:44: Der Mamertinische Kerker.

00:12:46: Der liegt am Rande des Forum Romanums, da wüsste ich jetzt als Fünfjähriger wahrscheinlich nicht mehr dran erinnern, aber das kennt man ja, mitten in der Stadt am Fuße des Kapitol Hügels.

00:12:56: Und dieser Ort wurde bewusst gewählt, denn die Feinde Roms sollen dort im Kerker, aber auch im Zentrum der Macht eingesperrt sein.

00:13:04: Also es ist auch nicht der Ort für normale Verbrecher, Das ist wirklich, ja genau, Staatsfeinde, die ganz wichtigen Leute packt das Römische Imperium dahin.

00:13:13: Gestürzte Könige, Kaiser, wie du eben gesagt hast, die schlimmsten Mörder und alle sitzen da wirklich und warten auf die Hinrichtung.

00:13:21: Und jetzt waren wir eben schon beim Geruch.

00:13:23: Also das ist bestimmt fies.

00:13:26: Lehmboden, schmutziges Wasserschimmel.

00:13:29: Gestank aus Fekalien, da werden die jetzt auch nicht so richtig gut sauber machen.

00:13:32: Keine Fenster natürlich, wir sind ja in einem Kerker unterirdisch.

00:13:36: Klingt

00:13:36: meiner Studentenwohnung geerst.

00:13:38: Oha, bitte.

00:13:40: Unfassbar düsterne das Licht, kommt vielleicht von einer einzelnen Fackel, die irgendwo draußen entfernt im Gang flackert.

00:13:47: Klingt

00:13:47: immer noch nach meiner Studentenwohnung.

00:13:49: Es bleibt auch so, das einzige Geräusch ist das monotonische Tropfen des Wassers oder vielleicht mal das ferne verzweifelte Wimmern eines anderen Gefangenen.

00:13:57: Klingt immer noch danach, bleibt dabei.

00:14:01: Und in einer dieser dunkelsten Zellen dort in diesem Kerker sitzt eine Frau.

00:14:06: Wir wissen nicht genau, wie lange sie schon hier ist, vielleicht einige Wochen, vielleicht sind es auch schon Monate.

00:14:11: Wir wissen aber, sie ist keine Römerin und das sieht man ihr auch sofort an.

00:14:16: Ihre Gesichtszüge sind anders, ihr Blick ist fremd in dieser Stadt, denn sie kommt aus Gallien, den wilden, eroberten Provinzen im Norden.

00:14:26: Mein kleines Dorf hat sich gegen die Römer aufgeregt.

00:14:29: Galien kennen wir natürlich von Astrix und Oberlegs.

00:14:33: Hast du das früher geguckt oder die Comics gelesen?

00:14:35: Alle Comics gelesen als Kind.

00:14:37: Mein Vater hatte einen Sammelband, also wo alle drin waren.

00:14:40: Und die Ehre Uderso und Goskini, also Uderso war glaube ich der Zeichner und Goskini der... Architekt der Geschichten, die habe ich alle gelebt.

00:14:52: Die neuen kenne ich nicht mehr.

00:14:53: Hast du die Filme auch gesehen, weil die habe ich geguckt?

00:14:55: Ich

00:14:55: habe alle gesehen.

00:14:56: Mein Liebster ist der mit den

00:14:58: zehn Prüfungen.

00:15:00: Nein, der Passierschein.

00:15:01: Passierschein?

00:15:02: Ja, der

00:15:02: Passierschein.

00:15:05: Ja, das waren ganz tolle Geschichten.

00:15:08: Für mich war es echt nüchtern, als ich so ein Teenager war und realisierte, dass das hier alles aktiv war.

00:15:13: Also es gab dieses Dorf ja nicht mal annähernd.

00:15:16: Gab's alles nicht.

00:15:17: Leider nicht, aber immerhin haben wir jetzt heute eine Gallerin schon mal in der Geschichte.

00:15:21: Und ich darf schon mal sagen, die ist auch rebellisch.

00:15:23: Also,

00:15:25: vielleicht

00:15:26: machen wir da ein bisschen was raus, auch wenn die Astrix und Oblux-Geschichten komplett erfunden sind.

00:15:32: Die Augen dieser Frau haben sich mittlerweile an die Dunkelheit gewöhnt.

00:15:36: Sie beobachtet die Ratten, die sich um einen Brotkrümel streiten.

00:15:40: Sie lauscht... und hört die Schritte der Wachendärenrhythmus, die längst auswendig kennt.

00:15:46: Sie ist hier und sitzt im Kerker ein, weil sie des mehrfachen Mordes angeklagt ist.

00:15:51: Ihre Waffe ist unsichtbar und still.

00:15:54: Sie wächst auf den Feldern und in den Wäldern ihrer Heimat.

00:15:59: Sie ist eine sogenannte Venefica, eine Giftmischerin.

00:16:05: Die Leute flüstern, sie können einen Mann mit einem einzigen unauffälligen Blatt töten.

00:16:09: Sie können den Tod so langsam herbeiführen, dass er wie eine Krankheit aussieht.

00:16:13: Oder so schnell, dass das Opfer mit den Becher in der Hand erstarrt.

00:16:16: Und sie sitzt jetzt eben dort in dieser Zelle.

00:16:18: Sie weint nicht, sie schreit nicht.

00:16:20: Ihre Hände liegen ruhig in ihrem Schoß und sie wartet.

00:16:24: Ich muss sagen, immer wenn so in historischen Erzählungen Frauen überhaupt genannt werden oder irgendwas... überhaupt aktiv tun und tun können, dann bin ich direkt dabei.

00:16:36: Ich bin so, you go, girl.

00:16:39: Cis!

00:16:41: Wir finden in den Geschichtsbüchern ja sehr wenig Stadt, vor allen Dingen in irgendwelchen Positionen, wo wir etwas verändern konnten.

00:16:47: Deswegen, genau, Cis, lass mal.

00:16:49: Lass mal krachen.

00:16:50: Lass

00:16:50: mal gucken.

00:16:51: Ja,

00:16:52: das war eine andere Zeit, ne?

00:16:53: Da musste man für die Schlagzeilen schon los vergiften.

00:16:57: Sonst ging es wieder ab in die Küche.

00:16:59: So ist es leider ja.

00:17:00: Plötzlich durchbricht ein Geräusch die Stille, das rhythmische Stampfen von schweren Sandalen und das leise Klirren von Rüstungen ärzt sich.

00:17:07: Das Fackelicht im Gang wird heller und die Schatten in ihrer Zelle ziehen sich zurück.

00:17:12: Zwei Pretorianer, das ist die persönliche Leibgarde des Kaisers, bleiben mit ihrem imposanten Helmen, die hatten immer oben diesen roten Besen drauf, und den Purporen umhängen vor ihrer Zelle stehen.

00:17:25: Einer gibt dem zuständigen kleinen Wärter ein kurzes, verächtliches Nicken und mit einem lauten metallischen Quietschen schiebt der Wärter den rostigen Riegel zur Seite.

00:17:33: Die schwere Holztür schwingt echzend auf und schlägt gegen die feuchte Wand.

00:17:38: Die Fackel beleuchtet die Zelle jetzt taghell.

00:17:41: Der Anführer steht dort, spricht und sagt, Achtung, jetzt kommt wieder mein Latein.

00:17:45: Imperatrix, Wult, Tee, Wiedere.

00:17:49: Weißt du, was das heißt?

00:17:51: Der ... der Kaiser möchte dich sprechen.

00:17:55: Die

00:17:55: Kaiserin will dich sehen.

00:17:56: Ja, Imperatrix.

00:17:58: Imperat ... Tor wäre wahrscheinlich, ne?

00:18:01: Imperatrix klingt schon sehr geil.

00:18:03: Also, wenn ich eine Domina wäre ...

00:18:05: Imperatrix.

00:18:07: Ich wäre auf jeden Fall Imperatrix, mein Name.

00:18:10: Ja, die Kaiserin will dich sehen.

00:18:12: Diese Worte hört sie und dann wird sie ... Von jetzt auf gleich ins Gleisende Licht des keiterlichen Palastes gerufen.

00:18:18: Die mächtigste Frau der Welt damals, Agrippina, hat ein Problem und die Gefangene aus Gallien ist die einzige Lösung.

00:18:33: Die

00:18:33: Angie Merkel der Römerzeit.

00:18:35: Absolut ja, das finde ich einen ganz tollen Vergleich.

00:18:38: Ich habe dir einfach mal einige Darstellungen und Bilder von Wo sind sie?

00:18:44: Von der lieben Person im Kerker.

00:18:48: Mitgebracht.

00:18:49: Ich sage den noch nicht, wie sie heißt.

00:18:53: Ich zeige den nur einmal.

00:18:55: Fotos.

00:18:56: Fotos vor allen Dingen.

00:18:56: Ja, genau.

00:18:57: Selfies, die sie damals gemacht hat.

00:18:58: Die habe ich von einem hier Minstals auf.

00:19:00: Von ihr Instagram

00:19:00: Profi.

00:19:02: Natürlich.

00:19:03: Ich zeige dir einmal zwei Bilder oder Darstellungen.

00:19:05: Meistens sind die ja sehr

00:19:05: idealisiert gewesen, ne?

00:19:09: Das ist in dem Fall auch so.

00:19:10: Das wirst du jetzt auch hier direkt sehen.

00:19:14: Schau mal hier.

00:19:16: Sieht recht idealisiert aus.

00:19:19: Was fällt dir auf?

00:19:21: Ich zeige nochmal ein weiteres Bild.

00:19:24: Schlechte Körperhaltung.

00:19:25: Sie sitzt schief mit einem Apfel in der Hand.

00:19:29: Naja, sie hat ihr Mordwerkzeug in der Hand, ne?

00:19:32: Nämlich wahrscheinlich Gift mit einem Schellingsbecher oder sowas.

00:19:37: Es ist eine schwarze Katze drauf, also da ist ein Symbolik mit im Bild.

00:19:41: Und sie ist ziemlich hell, ne?

00:19:43: Und sehr rotharig für die Zeit.

00:19:47: Aber sollte mir da jetzt irgendwas ins Auge fallen, was noch ganz besonders ist?

00:19:53: Nee, also ich finde, sie ist aber trotzdem, wie du sagst, idealisiert oder sehr schön dargestellt.

00:19:57: Das hätte man ja auch anders wählen können bei einer Verbrecherin.

00:19:59: Sie hat diese roten Haare.

00:20:01: Ich habe das mal nachgeguckt.

00:20:03: Also damals waren die roten Haare noch gar nicht mit Hexen assoziiert.

00:20:08: Das war also nicht so.

00:20:08: Es ist jetzt nicht, dass das ein Stereotyp ist, so wie er ja dann im Mittelalter entstanden ist.

00:20:15: sondern das zeigte einfach nur, dass sie fremd ist.

00:20:17: Weil in Rom hatten sehr, sehr wenige Menschen rote Haare, aber in den Regionen Galliens, wo sie herkommt, ist das relativ häufig gewesen.

00:20:24: Deswegen wird sie natürlich auch so dargestellt, damit man sozusagen ein bisschen darauf auf die Herkunft Schluss folgern kann.

00:20:30: Und sie soll auch durch die Symbolik die Gewänder, die sie trägt, wie sie die trägt, auch wie sie auf den Bildern dargestellt ist, was in was für Posen sie sich befindet, natürlich auch als verführerisch dargestellt werden.

00:20:41: Weil auch damals rote Haare war überhaupt nicht demonisiert wie später, sondern war eher sehr exotisch und galt eher als fremd interessant.

00:20:50: Also es war eher ein positives Merkmal.

00:20:54: Aber ein wenig so können wir uns theoretisch eine Frau aus Galdien auch grob vorstellen.

00:21:02: Und sie kommt jetzt eben zur Kaiserin, zur Imperatrix und ist plötzlich umgeben von Da, wo wir eben waren, diesen ganzen unvorstellbaren Luxus.

00:21:12: Mosaikböden, auf denen Götter abgebildet sind, Wender aus polierten Marmor.

00:21:16: Das Plätt schon von Brunnenanlagen in den Innenhöfen.

00:21:19: Und plötzlich riecht die Luft für sie nicht mehr nach Tod, sondern halt einfach nur noch nach Macht.

00:21:23: Und sie wird in einen privaten Raum geführt, in ein Separee.

00:21:27: Und dort wartet dann tatsächlich die mächtigste Frau Roms und damit auch damals natürlich die mächtigste Frau der Welt auf sie.

00:21:35: Kaiserin Agrippina, die Jüngere.

00:21:37: Und sie ist die Frau von Kaiser Claudius.

00:21:40: Claudius.

00:21:41: Das ist der erste, den wir jetzt kennenlernen.

00:21:42: Claudius.

00:21:43: Den

00:21:43: kenne ich noch aus dem Leitheilunterricht.

00:21:44: Der war viel im Colosseum.

00:21:47: Der war viel unterwegs.

00:21:48: Nein, Claudius war immer einer der klassischen Manfred Muster-Mannnahmen, die in den Texten immer vorkamen.

00:21:53: Claudius, Ivonica und so was.

00:21:56: Claudius kommen wir vielleicht später noch ein wenig zu.

00:21:59: Wir wollen uns ein wenig um seine Frau kümmern, um Agrippina.

00:22:03: Sie ist eine Überlebende in einer Welt, in der das Überleben gerade für Frauen natürlich damals eine richtige Kunstform ist.

00:22:10: Sie ist die Schwester und den kennt man jetzt auch wieder, das wahnsinnigen Kaisers Caligula.

00:22:15: Mmh, Caligula kennt man nicht

00:22:17: so

00:22:17: oder nicht.

00:22:18: Genau, der seine eigenen Geschwister, unter anderem auch Agrippina, mal vergötterte und mal ins Exil schickte.

00:22:25: Also vollkommen wahrlos, der galt als verrückt.

00:22:28: Sexpartys, ja, wahrscheinlich aus heutiger Sicht eine schwere psychische Störung gehabt, aber halt in einer schlechten Position gesessen, um die psychische Störung behandeln zu lassen.

00:22:37: Ja, Game of Thrones im Römischen Reich so war er.

00:22:40: Willkür,

00:22:40: Grausamkeit, Sex, alles zusammen.

00:22:43: Caligula.

00:22:44: Auch wenn wir jetzt, was die Kaiserin betrifft, den Quellen Glauben schenken wollen, aber ist auch mal so Fragezeichen zu genießen, finde ich, ist, dass auch sie natürlich sehr schön ist, aber kein Geschichtsschreiber schreibt in den Buch, wenn der Kaiser das noch lesen kann.

00:22:57: Und seine Alte sah wirklich aus wie Dreitagemet.

00:23:01: Ja, das macht ja keiner.

00:23:02: Es gab

00:23:03: wahrscheinlich eine idealisierte Darstellung.

00:23:05: Ja, genau.

00:23:06: Auf der anderen Seite hat es natürlich Zugang zu Hygiene, die andere nicht hat.

00:23:09: Das stimmt.

00:23:11: Und was aber neben der Schönheit viele wirklich noch sagen, ist, und das steht nicht in allen Beschreibungen der Frauen aus dameliger Zeit, dass ihre wahre Stärke wirklich eine Intelligenz ist, eine Art rücksichtslose Intelligenz.

00:23:23: Wenn wir uns Bilder von ihr angucken, sie sieht sehr römisch aus auf den Bildern.

00:23:28: Hochstirn, gerade Nase.

00:23:30: Sie hat diese klassischen Locken mit einem Mittelscheitel früher.

00:23:33: Das war sehr ... diesen Vorhangpony.

00:23:36: hochgesteckt, langer Hals, zwar auch ein Schönheitsideal.

00:23:40: Es gibt ja wahnsinnig viele Büsten immer von damals, aber da sehen die für mich gefühlt immer alle gleich aus.

00:23:45: Ich kann die gar nicht auseinanderhalten.

00:23:46: Und oft fehlt ja auch die Nase auf dem Büsten.

00:23:48: Und man hat immer das Gesicht, dass die Gesichtsform dieser Figur nie einer realen Person gehört haben kann, weil man so jemand nicht trifft.

00:23:56: Ja.

00:23:57: Also niemand sieht aus wie Alexander auf den Darstellung von Alexander.

00:24:02: Ich habe noch niemanden getroffen, der so ein Gesicht hatte.

00:24:05: Ja, es gibt ja manchmal jetzt mit KI dann, dass sie es umwandeln, wie ein echter Mensch aussehen würde.

00:24:09: Das ist ja auch speziell auf jeden Fall.

00:24:13: Agrippina ist neun, dreißig Jahre alt zu dem Zeitpunkt und sie hat eigentlich eine einzige Bestimmung, einen einzigen Fixpunkt in ihrem Leben und das ist ihr Sohn aus der allerersten Ehe, also bevor sie offiziell Kaiserin wurde und den kennst du auf jeden Fall auch Nero.

00:24:29: Top Typ.

00:24:30: Top-Typ.

00:24:33: Der Agrippina hat es immer gut getroffen mit Calibula und Nero.

00:24:37: Das ist ja mit Jason und Friedrich Rügerverband.

00:24:41: Und was man auch noch sagen muss, Neros Vater, also mit dem sie verheiratet war vor Claudius, der galt halt auch als Wahnsinnig und als Tyrann, ist aber damals gestorben, als Nero noch ein sehr kleiner Junge war.

00:24:55: Und der Vater von Nero soll aber auf dem Sterbebett noch gesagt haben, Aus mir und Agrippina kann nur abscheuliches und ekelhaftes geboren werden.

00:25:05: Schöne, nette letzte Worte, oder?

00:25:07: Wirklich schön, da freut man sich.

00:25:10: Ich sag mal so, ich sehe schon kommen, dass Nero Probleme kriegt später.

00:25:13: Wie siehst du es?

00:25:15: Er wird mitverstanden.

00:25:17: Für die, die die Geschichte Neros nicht kennen, als Herr Kaiser geworden ist, wahnsinnig geworden hat.

00:25:23: Ja, hat er Rom anziehen lassen.

00:25:25: Man weiß es, glaube ich, nicht so richtig.

00:25:26: Aber er war auf jeden Fall irgendwie an Komplotten beteiligt, nach Suizid begangen.

00:25:31: Und wer in Rom niederbrannte, saß er mit seiner Harfe oder mit einem Musikinstrument irgendwie und schaute auf die Stadt dann nieder.

00:25:38: Also ein ziemlicher Arsch.

00:25:41: Wir gucken mal in Nero's Pubertät.

00:25:44: Wir gucken mal, Nero ist jetzt sechzehn Jahre alt.

00:25:48: Er ist oder kann charismatisch sein?

00:25:51: hat viele Talente, aber er ist auch wahnsinnig launisch damals schon.

00:25:56: Und als Nero XVI, es heiratet dann eben seine Mutter Agrippina, ihren eigenen Onkel.

00:26:01: Das ist auch noch so.

00:26:02: Der Claudius, Kaiser Claudius, ist ihr eigener Onkel.

00:26:06: Und das war selbst für die die damalige Zeit schon in Zest.

00:26:09: Ja, das war schon damals ein guter Skandal.

00:26:12: Wirklich?

00:26:12: Und ich dachte, in der Zeit hätte ich jetzt gar keine Rolle gespielt.

00:26:15: Viel, aber unglissnah.

00:26:16: Die Habsburger Kin und so ist ja...

00:26:18: Ja, die Habsburger sind was anderes als die Römer.

00:26:20: Das war wohl damals sehr viel und sehr Großgesprächsthema.

00:26:24: Aber es gehört halt einfach zu ihrem Plan dazu.

00:26:27: Es

00:26:27: bleibt in der Familie.

00:26:28: Und sie überredet Kaiser Claudius dann, ihren Nero zu adoptieren und ihn da mit seinem leiblichen eigenen Sohn gleichzustellen.

00:26:36: Also... Das ist so und sie fädelt dann auch noch eine geniale Heirat zwischen Nero und Claudius Tochter Octavia ein, um diese Familienbande noch enger zu knüpfen.

00:26:49: Eigentlich das Interessantste finde ich in solchen Geschichten immer.

00:26:54: Auf der einen Seite sprechen wir von der Zeit lange vor Dampfmaschinen, lange vor Elektrizität, Internet.

00:27:01: Aber du weißt, naja, nee, aber ... Wir sprechen von einer Zeit, die aus unserer Sicht natürlich fast barbarisch basal war und auf der anderen Seite eine echte Hochkultur, Menschen, die, wenn du siehst, was sie gebaut haben, das Kolosseum und so weiter, das ist ja unvorstellbar und das ohne den Einfluss von irgendeiner Art von mechanischer Maschine.

00:27:24: Und auch die Gesellschaft, die Strukturen, wie komplex das war, welche Abhängigkeiten sich da bildeten, Adoption, Inzestverwandtschaft etc.

00:27:33: Das war eine hochkomplexe Sozialstruktur, die schon herrscht.

00:27:36: und wir sprechen von Menschen, die seit zweitausend Jahren tot sind.

00:27:39: Ja,

00:27:40: aber wenn man das für sich zu nutzen weiß, dann... Funktioniert das ganz gut.

00:27:44: Es ist auch so, neben diesen ganzen familiären Strukturen, die sie da zusammenfügt, platziert sie auch ihre Vertrauten in den höchsten Ämtern der Pretorianer Garde und auch im Senat.

00:27:55: Und gleichzeitig lässt sie aber auch systematisch jeden vernichten, der irgendwie ihrem Sohn auf dem Weg nach oben im Weg stehen könnte.

00:28:01: Ich sag ehrlich, ich bin schon wieder bei You Go Girl.

00:28:06: Ich wuch schon wieder so.

00:28:07: Ich denke mir so, ja.

00:28:08: Immerhin, also sie hat Macht und sie macht damit was, was bleibt ja auch anders übrig.

00:28:12: Für sie steht fest, Nero soll und muss der nächste Kaiser werden.

00:28:16: Jetzt habe ich ja eben schon gesagt, dass Claudius auch noch einen anderen Sohn hat, einen leiblichen Sohn, der aber jünger ist als Nero und das ist Britannikus.

00:28:26: Britannikus ist dreizehn Jahre alt und Nero eben sechzehn.

00:28:30: Die stärkere Legitimität, also in den Augen des Senats und des Volkes irgendwie der zukünftige Kaiser zu werden, hat eigentlich Britannikus.

00:28:40: Weil er natürlich der leibliche Sohn ist.

00:28:44: So.

00:28:45: Aber das will sie unbedingt ändern und wirft sich halt mit allem dagegen.

00:28:50: Wie findest du das, wenn jemand so für die, ich sag mal, für ihren Sohn kämpft.

00:28:57: Jetzt könnte man sagen, sie kämpft für den Sohn.

00:28:59: Die Frage ist ja wirklich, will sie das Beste für den Sohn, als sie selber Bock zu regieren?

00:29:03: Ich finde das immer so schwierig.

00:29:04: Das wird dann immer so als so eine bemühte Mutter dargestellt.

00:29:07: Aber es kann auch auch eigene Machtgeilheit sein, weißt du?

00:29:10: Also wir sprechen da ja von der obersten Riege, die es in dem Bereich überhaupt gab.

00:29:14: Also höher als das, das ist ja im Röhmischen Reich nicht möglich gewesen.

00:29:18: Und um dich da zu behaupten, es sind glaube ich so viele Ränkelspiele, so viele Abhängigkeiten zu erfüllen und auch so viele Kontakte zu knüpfen und die Kinder in richtige Positionen zu bringen.

00:29:30: Das sind ja, wenn man ehrlich ist, das heutige Washington ist auch nicht so weit davon entfernt.

00:29:41: Nepotismus.

00:29:43: Trump hat seine gesamte Familie in die US-Regierung gehieft.

00:29:46: Vermannte, Günstlinge.

00:29:48: Das sind zweitausend Jahre später und wir erzählen von den gleichen Geschichten.

00:29:53: Von, ja, das ist ja so.

00:29:54: Also klar sprechen wir davon Menschen, die unsere Sprache nicht sprachen, die wir nicht verstehen würden, aber Machtbewusstsein, Machtgeilheit und am Ende natürlich als Frau in dieser Welt in einer ultra-patriarchalischen und journalistischen Gesellschaft zu überleben.

00:30:12: Wahrscheinlich muss man da sehr strategisch denken.

00:30:14: Was heißt denn dann jetzt, grab them by the pussy of latein?

00:30:21: Das ist meine russische Variante.

00:30:22: Ich bin sowas super schlecht, mach du's mal.

00:30:25: Ja, mach du's mal.

00:30:27: Ja, was

00:30:27: mit Icos, Vaginico.

00:30:30: Du musst doch was mit Vagina machen.

00:30:31: Grabus

00:30:32: evaginicus.

00:30:34: So, Grabus evaginicus.

00:30:36: Und die Kaiserin spielt halt diese ganzen Spiele und diese Pläne wirklich auch über... Jahrzehnte eigentlich.

00:30:43: Also das geht ja nicht von heute auf morgen.

00:30:45: Zum Beispiel drängt sie Britannikus immer mehr an den Rand.

00:30:48: So die engsten Freunde von Britannikus lässt sie unter irgendwelchen fadenscheinigen Gründen vom Hof entfernen, damit der sozial isoliert wird.

00:30:56: Auf öffentlichen Festen organisiert sie alles so um, dass zum Beispiel Nero in viel prunkvollerer Kleidung, im goldenen Gewand dort sitzt, während Britannikus so ein bisschen wie wir heute sagen, underdressed auf so einem kleinen Stuhl wird.

00:31:07: Das ist

00:31:08: so wie ein Reportag, dass ich immer Britannikus auch unter der Treppe wohnen ist.

00:31:11: Da

00:31:11: wurde sie in der Treppe im Ballast.

00:31:13: Na, weil das ja in der öffentlichen Wahrnehmung dann so wirkt, als wäre Nero sehr kaiserlich und majestätisch und Britannikus wäre so ein bisschen eine kleine Dödel daneben.

00:31:23: Sie lässt die Jungs auch in Spielen öffentlich gegeneinander antreten, mit drei Jahren Altersunterschied, ne, dreizehn, sechzehn, wird natürlich auch nicht wirklich gut ausgehen für Britannikus.

00:31:32: Das ist eher eine Demütigung für ihn, von seinem Bruder dann in alle Öffentlichkeit hier bloß gestellt zu werden.

00:31:39: Das reicht aber natürlich alles noch nicht, aber es ist zumindest so ein Impositionenbringen der Dinge, damit aber jetzt ja Nero wirklich Kaiser werden kann oder überhaupt irgendjemand anders als Claudius muss, Claudius.

00:31:54: Den Abgang machen.

00:31:55: Sterben, ganz genau.

00:31:57: Und sie wünscht sich natürlich, dass das einzig sinnvolle, dass es wie ein plötzlicher Tod aussieht, so eine Laune der Natur.

00:32:02: Eine gute

00:32:03: Ehefrau.

00:32:04: Ja.

00:32:05: Er soll nicht lange leiden.

00:32:06: Vorzeih an mangelnder Forensik.

00:32:08: und so ist natürlich, dass sowas echt schwer nachzuweisen war, lange bevor man Blutest hatte.

00:32:12: Medical Detectives waren in Rom noch nicht so strong.

00:32:15: Medical Detectitus.

00:32:17: Medicalus Detecticus.

00:32:20: Na ja, also das unterschätzen wir immer, wie leicht Morde waren, bevor es DNA und All das gab.

00:32:25: Die guten alten Zeiten.

00:32:26: Früher war alles besser.

00:32:27: Ja, mein Gott, also früher konntest du Leute noch wirklich am besten aus dem entfernten.

00:32:32: Leute, mit denen man nicht direkt in einem Verwandtschaftsverhältnis stand, konntest du ziemlich random umbringen und es konnte keiner nachweisen.

00:32:37: Außer du hast jetzt einen Messer mit deinen Fingerabdrücken direkt daneben geschmissen, aber sonst.

00:32:42: Was damals natürlich noch nicht so gut war, jetzt konnte ja zum Beispiel Agrippina nicht selber einfach auf YouTube sich ein Tutorial angucken, wie man Gifte mischt, sondern da braucht sie jemanden für.

00:32:51: Ja, ärgerlich.

00:32:51: Und deswegen erinnert sie sich an Geschichten, die so in den Hinterzimmern Roms kursieren.

00:32:56: Und da gibt es Gerüchte über eine Frau, der Name eben zum Synonym für den stillen Tod für den Giftmord geworden ist, eine Außenseiterin aus den Wäldern Galliens, eine Frau, die gerade im Kerker sitzt.

00:33:09: Da waren wir ja jetzt nun schon, wir wissen schon, Sie ist jetzt bei ihr, die beiden Frauen treffen sich.

00:33:15: Wie man im Film sagen würde, Kat.

00:33:17: Und dann kommt die nächste Szene.

00:33:19: Agrippina mustert die Frau vor sich, die alle nur leise und hinter vorgehaltener Hand leise Locusta nennen.

00:33:27: Locusta.

00:33:29: Sie bittet Locusta um ein subtiles Gift.

00:33:32: Also der Tod von Claudius soll aussehen, wie das... Unvermeidliche Ende eines langen und ungesunden und sehr ausschweifenden Lebens, was er ja definitiv gelebt hat.

00:33:42: Und die Frau aus Galien hört ihr schweigend zu.

00:33:44: Ihr Gesicht bleibt eine unleserliche Maske.

00:33:47: Aber hier kennt sie sich natürlich aus.

00:33:48: Das ist ihre Welt, das ist ihr Handwerk.

00:33:51: Und am Ende nickt sie nur kaum merklich und der Deal ist besiegelt.

00:33:55: Im Gegenzug für ihre Freiheit, für unvorstellbaren Reichtum und für den Schutz der Kaiserin wird sie das perfekte Gift liefern.

00:34:04: Das ist natürlich schwierig, weil die Dosismus perfekt sein, also genug, um Claudius zu töten, aber auch nicht so viel, dass es auffällt.

00:34:11: Also Schaum vorm Mund oder andere Dinge, die eine starke Vergiftung nahe legen, wären nicht gut.

00:34:18: Und die beiden Frauen verabreden sich, das Datum steht fest, die Nacht des zwölften Oktober, Oktober, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April,

00:34:26: April, April, April, April, April, April, April, April,

00:34:27: April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April,

00:34:32: April, April, April, April, April, April, April, April,

00:34:33: Jetzt sind wir wieder in einem Bankettsaal.

00:34:34: Die haben nur gesoffen und gefeiert.

00:34:35: Da ging es richtig ab.

00:34:36: Es war wieder Bankett.

00:34:36: Es ist wieder richtig was los.

00:34:37: Der Raum flackert im Licht hunderter Öllampten, die die kunstvollen Fresken von Göttern und Schlachten an den Wänden zum Leben erwecken.

00:34:43: Die Luft ist dick und schwer.

00:34:45: Eine Mischung aus dem Duft von gebratenem Wildschwein, den

00:34:48: letzten Wut, der gefüllte Siebenschläfer.

00:34:52: Wein, Weihrauch, Weib, Jesang, der

00:34:55: Krösti, alles, was man braucht.

00:34:57: Ja, Hafen, ähnliche Klänge.

00:34:59: Es ist wirklich wie in so einem Klischee, ne?

00:35:01: Wie im Hafen?

00:35:02: Ach so.

00:35:03: Harfen.

00:35:03: Ich dachte, da fährt einer mit dem Boot durch.

00:35:07: Die Hafenklänge werden immer wieder von lauten Dröhnen, Lachen von so betrunkenen Gästen.

00:35:11: Ich kann mir das richtig vorstellen und diesen Krügen, die aneinander klingen, unterbrochen.

00:35:16: Und in der Mitte von diesem ganzen Partytreiben, sag ich jetzt mal, in diesem opulenten Chaos, liegt wieder halb aufgestürzt auf einer purpuren Speiselege, Kaiser Claudius.

00:35:31: Das ist für damalige Verhältnisse relativ alt, ja?

00:35:34: Gut, natürlich auch das ein Maximum an Fürsorge und Medizinischer Versorgung, die möglich war.

00:35:40: Aber er ist auch, wie wir sagen, ein Lebemann.

00:35:42: Also, der hat sich, glaube ich, schon richtig runtergewirtschaftet.

00:35:44: Mittlerweile hat er auch so Schütter werdendes schwarz, eher hauptsächlich graues Haar.

00:35:51: Der war auch nachweislich, gut, waren die damals alle immer betrunken, deswegen so ein schiefen Schäl, verrutschten Lorbeerkranz auf dem Kopf.

00:35:59: Sein Gesicht ist jetzt gerade mit sixty- vier Jahren nach so viel Exzess natürlich rot und vom Alkoholkonsum aufgedunsen.

00:36:07: Er ist generell natürlich stark übergewichtig.

00:36:10: Seine Toga ist bereits mit Soßen und Weinflecken bespritzt.

00:36:14: Der liegt da und lallt mehr als das.

00:36:16: er spricht und unterbricht sich auch selbst immer wieder mit so einem feuchten, fiesen Husten.

00:36:21: Also... Es ist schon spät für ihn, sag ich mal.

00:36:24: Und wenn er versucht, einen Befehl zu geben, tritt dazu auch noch sein damals bekanntes Stottern hervor, also Quellen besagen das.

00:36:30: Und neben ihm sitzt aber seine deutlich jüngere und noch sehr schöne Ehefrau, Kaiserin Agrippina, die Jüngere.

00:36:36: Die Jüngere?

00:36:37: Genau, die ältere war quasi die Generation davor.

00:36:42: Und sie spielt natürlich die Rolle der aufmerksamen Gattin.

00:36:45: Sie tupft ihm immer wieder so mit dem Tuch die Stirn ab.

00:36:48: Schatz,

00:36:48: darf ich dir das Fett aus dem Gesicht wischen?

00:36:50: Ja, sie füllt natürlich sein Becher immer wieder mit Wein nach.

00:36:54: Und dann wird das Highlight des Abends serviert.

00:36:56: Ein Dienertritt mit einer silbernen Platte vor den Kaiser.

00:36:59: Darauf angerichtet in einer dampfenden, reichhaltigen Soße.

00:37:03: Claudius absolute Leibspeise.

00:37:06: Kaiserlinge.

00:37:07: Eine besonders edle Pilzart.

00:37:11: Girich greift der alte besudelte Kaiser zu, schaufelt die Pilze mit seinen Händen in seinen Mund.

00:37:16: Die haben ja auch damals mit den Händen so gegessen.

00:37:18: Das war eine Sauerei.

00:37:19: Er kaut laut, er schmatzt.

00:37:22: Und nach einigen Minuten beginnt sich etwas zu verändern.

00:37:25: Ein feiner Schweißfilm legt sich auf die Stirn des Kaisers und seine Atmung wird flacher.

00:37:31: Er versucht etwas zu sagen, aber seine Zunge scheint ihm nicht mehr zu gehorchen.

00:37:34: Für die meisten Gäste ist das, was sie da jetzt sehen, aber nur der übliche Anblick.

00:37:39: des betrunkenen alten Claudius.

00:37:40: Das kennen Sie eigentlich so von jedem Bankett.

00:37:43: Ich bin

00:37:43: wieder bei David Heslisch.

00:37:46: Sein Leibarzt, der ist natürlich bei sowas immer mit vor Ort, verkündet nach einigen Minuten mit lauter Stimme, der Magen des Herrschers sei überlastet, weil der ja schon ordentlich reingeschaufelt hat.

00:37:56: Er müsste sich dringend erleichtern, um die schädlichen Säfte auszuspülen.

00:38:00: Und jetzt, das ist auch wirklich unappetitlich, zückt er eine lange Frauenfeder.

00:38:05: Okay.

00:38:06: Kannst du hier denken, wofür?

00:38:08: Der

00:38:08: kleine Gaunkitzler zum Erbrechen.

00:38:11: Ganz genau, um den Würgerreflex auszulösen.

00:38:13: Das war damals auch völlig normal.

00:38:15: Krass, ne?

00:38:16: Stell mal vor, du wirst heute irgendwie beim Abendessen mit der Familie.

00:38:19: Die Korolade hat so gut geschmeckt.

00:38:21: Ich will noch zwei.

00:38:22: Ich kann aber nicht mehr, also kotze ich jetzt in den Eimer und dann geht's weiter.

00:38:25: Ich

00:38:25: bin auch so zweiter Weihnachtsfeiertag oder dritter.

00:38:27: Wenn man echt so denkt, boah, nochmaler Klett jetzt, Leute.

00:38:31: Und dann

00:38:31: aber einmal schnell die Faunfeder rein, dann geht's weiter.

00:38:35: Ja, genau so ist es aber passiert.

00:38:37: Und in dem Moment, wo die Feder sein Rachen berührt, erstarrt Kaiser Claudius.

00:38:41: Sein Körper zuckt einmal heftig und verkrampft sich, er ringt nach Luft und dann sagt er in sich zusammen.

00:38:48: Jetzt gibt es verschiedene Theorien, wie Locusta ihn getötet hat.

00:38:51: Die erste Theorie, Locusta benutzt gar kein Gift, sondern lässt ihm natürlich einfach einen falschen Pilz servieren.

00:38:56: Es gibt einen Pilz, der diesen Kaiserling relativ ähnlich sieht, aber der absolut tödliche ist, vielleicht hast du schon mal von gehört, der grüne Knollenblätterpilz.

00:39:04: der giftigste Pilz, zumindest in Europa oder Deutschland.

00:39:08: Mein Opa hatte ein Pilzbuch, das ich leidenschaftlich gerne durchgeblättert habe.

00:39:12: Und für uns ist ja das Synonym des Giftpilzes in Deutschland, würde ich sagen, oder was man auch in Märchen darstellt, etc.

00:39:20: Man sieht es, der Fliegenpilz, den jeder kennt hier, weiß Flecken auf roken Grund, wobei Fliegenpilze sind giftig, aber ungleich.

00:39:31: ungiftiger als z.B.

00:39:32: der grüne Knollenblätterpilz.

00:39:34: Der grüne Knollenblätterpilz ist wirklich, weil der auch leicht verwechseln ist mit anderen Pilzen, soweit ich weiß.

00:39:40: Ja, viele

00:39:41: Pilze sieht man.

00:39:42: Den

00:39:42: erkennt man sofort.

00:39:43: Genau, der grüne Knollenblätterpilz ist leicht verwechselbar mit Speisepilzen.

00:39:47: Und führt halt unweigerlich zu einem sehr schmerzhaften, schnellen Tod, ich glaube dadurch, dass die Atmung erlarmt oder so, also dass die Muskeln nicht bekontraktiert.

00:39:56: Das hast du wunderbar erklärt, du kleiner Giftmischer.

00:39:58: Nicht schlecht, ne?

00:39:59: Ja, das war schon schön.

00:40:00: Kennst du den Geisterpilz?

00:40:02: Den Geisterpilz?

00:40:03: Nee, aber ich finde Knollenblätterpilz klingt so süß.

00:40:06: Was klingt ganz süß?

00:40:07: Geisterpilz?

00:40:07: Knollige Blätter, ganz süß.

00:40:09: Der Geisterpilz ist noch viel großgegangen, den gibt es in Amerika, glaube ich.

00:40:13: Der wird auch versehentlich teilweise konsumiert, ja.

00:40:17: Oder man sieht auch den Pilz der lebenden Toten, weil Menschen, die das zu sich nehmen, fühlen sich sehr, sehr schlecht, plötzlich, sehr krank.

00:40:26: Dann zieht die Krankheit vorbei.

00:40:28: Es geht ihnen für zwei, drei Tage oder ein paar Stunden wieder gut.

00:40:31: Wirklich gut, als wenn nichts passiert.

00:40:33: Und dann sterben sie unvermittelt.

00:40:35: Und ab dem Moment, wo es ihnen bzw.

00:40:39: in dieser Übergangsphase, wo es ihnen auf einmal wieder gut geht, ein bisschen wie bei Strahlenvergiftung, ist aber ihr Schicksal schon besiegelt.

00:40:45: Da sind sie schon nicht mehr zu

00:40:46: retten.

00:40:46: Kann man nix mehr machen?

00:40:49: Krass.

00:40:49: Und man weiß es nicht.

00:40:50: Man denkt so, ich habe einen Magen verdorben.

00:40:53: Und jetzt geht es wieder gut und dann tot.

00:40:56: Oh, nicht schön, ne?

00:40:57: Ne, schön ist das nicht, ne?

00:40:59: Also, der knollen Blätterpilz wäre eine Vermutung.

00:41:01: Zweite Theorie finde ich jetzt persönlich wahrscheinlich, aber so ein ganzes Pilzgericht da austauschen in so einer Küche finde ich

00:41:08: schon.

00:41:08: Ja, aber man natürlich ja das auch reinmischen kann, ne?

00:41:11: Also, zweite Theorie ist Mixturen mit Hauptbestandteil Bella Donna.

00:41:14: Bella Donna ist die Tollkirsche.

00:41:17: Kann es auch sein, löst auch so Verwirrung, Halluzination und Delirium aus.

00:41:20: Da kannst du dann natürlich noch was beimachen.

00:41:22: Eisenhut, Bilsenkraut, so was so aus der Giftmischerei ist.

00:41:26: Das kann natürlich auch sein.

00:41:27: Oder, das ist die dritte Vermutung, das Gift war auf der Feder.

00:41:33: Das ist natürlich super, weil wenn das Gift direkt über die Schleimhäute im Mund, im Rachen aufgenommen werden würde, dann brauchst du wirklich nicht viel.

00:41:41: Da reicht eine kleine Menge, so ein bisschen Eisenhut.

00:41:44: Das ist auch so Funktion wie Nervengift, wenn du das vielleicht auf die Feder machst, könnte auch gut sein.

00:41:49: Aber was auch immer es war, wenige Stunden später wird Kaiser Claudius für Tod erklärt.

00:41:54: Die offizielle Todesursache, die man im Palast verkündet, lautet jetzt schwere Magenkolik und generell die Folge seines fortgeschrittenen Alters.

00:42:04: Ja, aber... Das ist dann natürlich auch immer so, wenn ein Kaiser stirbt, so hinter vorgehaltener Hand in den Palastkorridoren, wird natürlich schon gemutmaßt, dass jemand den Kaiser ermordet hat.

00:42:16: Agrippina sorgt dafür, dass die Garde sofort ihren Sohn den sechzehnjährigen Nero als neuen Kaiser aklamiert.

00:42:23: Und sie ist damit jetzt offiziell Mutter des Kaisers.

00:42:25: Aber ein Problem ist natürlich geblieben, das noch da ist, das noch lebt, das noch atmet und das ja auch jeden Tag älter wird Britannikus.

00:42:33: Der lebt erst mal weiter in dem Palast.

00:42:36: Kannst ja auch nicht rausschmeißen erstmal.

00:42:38: Aber Nero ist Kaiser und Britannikus ist erstmal nur der Adoptivsohn.

00:42:44: Trotzdem, wir haben ja schon darüber gesprochen, dass Nero ja auch eine schwierige Kindheit hatte und ihn macht das wahnsinnig.

00:42:49: Also man muss sagen, er ist nicht nur der Sohn seiner Mutter, er hat den Ehrgeiz von seiner Mutter, aber auch die Grausamkeit seines Vaters.

00:42:56: Was finde ich schön, ein bisschen.

00:42:57: Bestimmt

00:42:57: auch ein bisschen Wahnsinn von Onkel Caligula.

00:43:00: Und das kommt alles zusammen und er verhält sich paranoid, aufbrausend und sehr eifersüchtig.

00:43:06: Er hasst Britannikus jetzt nicht nur als politischen Rivalen, sondern auch wirklich persönlich.

00:43:11: Also das scheint ein großes großes Problem gewesen zu sein.

00:43:17: Und deshalb beschließt der Nero irgendwann die Sache in die Hand zu nehmen und er weiß genau welches Werkzeug er dafür braucht.

00:43:23: Auch er lässt die Frau aus Gallien zu sich rufen.

00:43:27: Und die sitzt sie immer noch im marmatischen Kerker?

00:43:32: Nein, die wurde ja freigelassen, nachdem sie für Agrippina den Claudius vergiftet hat.

00:43:38: Das hat sie ja mit ausgehandelt, Schutz und Freiheit.

00:43:41: Aber die lebt ja irgendwo noch in Rom und jetzt ist sie immer wieder dran, ist wieder eine Gebucht, wie wir als Freiberufler sagen.

00:43:49: Und Nero will jetzt natürlich ein Gift, das seinen Stiefboder wieder tötet.

00:43:51: Sie liefert eine erste Dosis.

00:43:53: Und das Gift wird Britannicus über seine Tutoren, das sind auch Spitze von Agrippina, verabreicht.

00:44:00: Aber es geht schief, der hat nur heftige Bauchschmerzen, Durchfall, aber überlebt irgendwie.

00:44:03: Das heißt, Dosis hat noch nicht gestimmt.

00:44:06: Diese Nachricht erreicht dann Nero und der explodiert komplett, lässt Locusta mitten in der Nacht in den Palastzerren in seine privaten Gemächer, schreit sie an, natürlich rastet komplett aus, so wie es seine Art ist.

00:44:18: Und so schreibt es zumindest einer der Historiker, schlägt der Kaiser von rum die Giftmischerin auch mit seinen eigenen Händen und peitscht sie am Ende sogar aus wie ein Sklavin, weil er so wütend ist, dass das nicht geklappt hat.

00:44:30: Und er gibt die aber noch eine letzte Chance und seinem Befehl ist jetzt ein anderer.

00:44:33: Er will ein Gift, das unbedingt schnell wirkt, sodass niemand Zeit hat, zu reagieren in irgendeiner Form.

00:44:40: Ein Gift, das auf der Stelle tötet.

00:44:43: Und... Nero macht noch eine zweite Sache.

00:44:46: Er lässt jetzt Locusta das neue Gift vor seinen eigenen Augen zubereiten.

00:44:50: Er wird sich so ein bisschen mit angucken.

00:44:52: Im Raum neben Neros Speisesaal kriegt sie jetzt ein kleines Labor.

00:44:56: Da kann sie dann alles machen.

00:44:57: Ihre Kräuter zermahlen die Extrakte mischen, Flüssigkeiten kochen.

00:45:00: Und Nero steht immer direkt daneben.

00:45:03: Und das erste Testobjekt, berichtet zumindest einer, der schreibt das erst mal ein Zicklein.

00:45:07: Da wird dem mit der kleinen Ziege das Gift verabreicht und man guckt halt...

00:45:11: Wie nett.

00:45:12: Ja, sie stirbt leider erst nach fünf quälend langen Stunden.

00:45:17: Nero ist wieder stings sauer zu langsam schreit, ja, und dann geht's

00:45:20: weiter.

00:45:22: Giftmord ist natürlich einfach an sich.

00:45:24: Also, Mord ist nie richtig, nie schön, aber Giftmord ist nochmal hinterhältiger und gemeiner und das erleben wir immer noch oft genug, auch in der Wirklichkeit, dass Leute ihren Partnern über längere Zeit ... Aseengeben in kleinen Dosen, was dann ein Spiegel aufbaut und dann zum Ton führt.

00:45:44: oder auch Frostschutzmittel, weil es süßlich schmeckt und man das aus Cola nicht rausschmecken kann zum Beispiel.

00:45:52: Das ist so, immer wenn ich Fälle davon sehe oder lese, wo Leute andere besonders ihre Lebenspartner vergiftet haben, denke ich immer.

00:46:02: nicht nur im Effekt, aber auch so im Streit.

00:46:04: Irgendwie ein Messer in deinen Partnern, da steht nicht so eine Diskussion, indiskutabel, schlimm und bestrafenswert.

00:46:09: Natürlich,

00:46:09: natürlich.

00:46:10: Aber wenn du wirklich bewusst planst, ich gebe diesen Menschen, ich schaue auch bei dem Leidensweg zu, wie der stirbt und wie der verzweifelt ist, das ist schon so eine Maß

00:46:18: an... Fast, finde ich auch.

00:46:20: Ich verstehe nicht, wie Menschen es mit sich vereinbaren können.

00:46:22: Ich könnte es nicht ertragen.

00:46:26: Wenn man auch dabei ist.

00:46:27: Ja,

00:46:29: du siehst ja die Verzweiflung des Partners, er erzählt ja dir, ihm geht's schlecht und bla bla und du weißt genau warum und du hältst das nicht auf.

00:46:37: Schon schlimm,

00:46:38: schon sehr schlimm.

00:46:39: Ich finde hier halt auch schlimm, dass sie es an den Tieren, ich weiß gar nicht, finde ich ganz schlimm, dass sie es an den Tieren vorher ausprobieren.

00:46:46: Ja gut, also ich spreche von der

00:46:47: Zeit.

00:46:47: Ja, weiß ich doch.

00:46:48: Ja, trotzdem.

00:46:49: Wo man hat

00:46:49: Tiger gegeneinander kämpfen

00:46:50: lassen.

00:46:51: Sie haben ja mit der Ziege begonnen, das zweite Mal testen sie an einem Ferkel.

00:46:55: Das bricht auf jeden Fall sofort zusammen, grunzt noch einmal und ist tot.

00:46:59: Und er sagt, der Kaiser, okay, du darfst leben.

00:47:01: Das ist super, ja.

00:47:02: Ferkelqualität.

00:47:04: Aber ein Ferkel ist ja immer noch kein Mensch.

00:47:07: Und deshalb befiehlt er auch Nero, um wirklich sicher zu seinem finalen Test.

00:47:11: Und eins zum Tode verurteilt, dass Klave wird hier reingeführt und an ihm wird das Gift auch noch ausgetestet.

00:47:17: Auch da wissen wir jetzt wieder nicht genau, was es war, aber du hast eben noch ein neues Gift reingebracht.

00:47:22: Du kennst dich zu gut aus, Basti.

00:47:24: Ah, sehen.

00:47:25: Aseen gab es schon zurzeit?

00:47:27: Ja, es war in der Antike schon als Erbschaftspulver bekannt, ist geschmacks- und geruchlos und lässt sich perfekt in Getränken auflösen.

00:47:34: Klingt auch wie so ein Eis-Tee.

00:47:35: Frostschutzmittel

00:47:36: gab es noch nicht, da gehe ich mal von aus.

00:47:38: Nein.

00:47:39: Das hatten sie leider noch nicht.

00:47:41: Ja, ich meine, wenn du Giftmord begehst, willst du natürlich rückstandslos Leute ermorden.

00:47:46: Und das... Glaubt

00:47:49: damit sehr gut.

00:47:50: Genau.

00:47:51: Man sagt immer Aseen, das Gift der Könige und... Der König, der Gifte.

00:47:59: Das ist der Werbeslogan für den TV-Hausbord.

00:48:01: Bei

00:48:03: riesigen Unnebenwirkungen.

00:48:05: Und darauf bitte ein Bit.

00:48:06: Toll.

00:48:08: Aber jetzt ist es soweit, es ist der Elfte Februar, fifty-fünfzig nach Christus, ein Tag vor Britannikus, vierzehnten Geburtstag.

00:48:14: Und bei denen ist es so, am vierzehnten Geburtstag erhält man die Toga, ich glaube Verilis heißt es.

00:48:20: Und damit ist man dann offiziell ein erwachsener Mann mit vierzen.

00:48:24: Genau der Sinn, der hinter Britannikos aus dem Weg zu räumen, weil die Erbreienfolge ist doch e geregelt.

00:48:29: Für Nero, ja, aber der Senat und auch das Volk können ja immer noch fordern, dass Britannikos der wahre Nachfolger ist und sie den auf den Thron sehen wollen.

00:48:39: und dann kommt es vielleicht zu aufständen, dann kann es sein, dass sich eine Leute zu Wort melden und so weiter, es kann sein, dass auch der Senat irgendwann bei einem Fehltritt von Nero sagt, nee, da wollen wir neu machen, wir wollen jetzt doch den Britannikos und so.

00:48:50: Also es ist schon ein Risiko, wenn der lebt.

00:48:53: Und deshalb lädt Nero jetzt zu einem wunderbaren Familienessen ein.

00:48:57: Eine Geste der Versöhnung.

00:48:59: Er möchte sich mit seinem Bruder wieder vertragen.

00:49:01: Ein Diener serviert Britannicus ein Becher mit einem heißen Kräutergetränk, so wahrscheinlich so ein stark gewürzter Wein oder sowas.

00:49:07: Und das Getränk wird vorschrittsgemäß von seinem persönlichen Vorkoster probiert, hatten die natürlich auch alle.

00:49:13: Der Vorkoster nippt daran, nichts passiert, das Getränk ist also harmlos.

00:49:16: Britannicus nimmt den Becher.

00:49:18: Aber das Getränk ist halt sehr heiß serviert worden.

00:49:21: mit Absicht, so dass er nicht trinken kann.

00:49:24: Er verzieht das Gesicht und beschwert sich, oh, das ist zu heiß.

00:49:28: Ein anderer Diener, der in den Plan eingeweiht ist, eilt sofort mit einem Krug voll kaltem Wasser herbei, um das Getränk auf eine trinkbare Temperatur abzukühlen.

00:49:36: Er gießt einen Schuss in den Becher von Britannikus, der hebt den Becher an die Lippen, nimmt einen Schluck und sofort entgleitet ihm der Becher aus den Fingern und klirrt auf den Marmorboden.

00:49:46: Tacitus, einer der Schreiber, sagt dazu, sofort verlor er Stimme und Atem zugleich, seine Glieder zuckten, sein Körper verkrampft sich und die Diener beginnen alle durcheinander zu schreien.

00:49:57: Aber Nero bleibt völlig ruhig auf seiner Speiselege liegen, guckt sich das Ganze an und beobachtet ruhig sein Triumph.

00:50:06: Er blickt in die Runde... Aber

00:50:06: da ist niemand auf die Idee gekommen, dass das Wasser vergiftet war.

00:50:10: Scheinbar nicht, Sie haben es einfach dazu gekippt.

00:50:12: Krass.

00:50:14: In so einem Wasser, wenn der Fokus gerade woanders ist, kann man vielleicht noch schneller was reinkippen.

00:50:20: Man muss immer den richtigen Moment abpassen, glaube ich.

00:50:24: Jetzt muss man auch dazu sagen, als es dann bei Britannikos losgeht mit Zuckungen und den ganzen Problemen, er hatte geschichtlich überliefert epileptische Anfälle.

00:50:36: Das heißt, man hat das auch nicht sofort mit den Symptomen von der Vergiftung.

00:50:40: Gleich gesetzt, sondern man hat gedacht, es ist einer seiner Anfälle.

00:50:43: Deswegen wird der junge Britannikus dann eilig aus dem Saal gebracht.

00:50:46: Das Bankett geht ganz normal weiter.

00:50:48: Aber bevor Britannikus in seinem Zimmer ankommen kann und der Arzt ihn erreicht, ist er bereit, tot.

00:50:54: Sein Körper wird noch in derselben Nacht ohne große Zeremonie bei strömenden Regen verbrannt und beerdigt.

00:50:59: Und jetzt ist die letzte Bedrohung für Nero beseitigt.

00:51:03: Ja.

00:51:05: Lukusta, um die geht es uns ja heute eigentlich.

00:51:08: Triumphiert jetzt natürlich doppelt.

00:51:11: Sie hat dem Kaiser von Rom jetzt auch noch die Perfektion, den perfekten Tod geliefert und damit ja auch den Thron.

00:51:17: Und Nero vergisst das nicht.

00:51:19: Das letzte Mal, als sie vorhin stand, hat er sie ja noch mit seinen eigenen Händen ausgepeitscht.

00:51:23: Sie gedöme natürlich, die ihr mit dem Tode gedroht.

00:51:25: Und jetzt lässt er sie erneut in seinen Palast rufen und überschüttet sie mit allem.

00:51:29: Mit Reichtum, mit Kleidern.

00:51:32: Es gibt eine offizielle Begnadigung.

00:51:34: Sie kann jetzt überall freier rumlaufen, Ländereien erwerben und so weiter.

00:51:37: Er schenkt dir auch Ländereien außerhalb von Roms.

00:51:40: Und seine Dankbarkeit geht noch viel, viel weiter.

00:51:43: Und zwar sagt der Locusta, dass er sein Talent nicht nur für sich nutzen will.

00:51:46: Er will es institutionalisieren.

00:51:48: Also er will eine ganze private Armee von Locustas und sagt, du sollst eine Lehrerin werden.

00:51:52: Du sollst meine Lehrerin werden.

00:51:55: Er schickt ihr ganz viele Schüler in einer Villa, die er ihr kauft.

00:51:58: Eine Güte.

00:51:59: Es schaut aber richtig

00:52:01: aus.

00:52:01: Es gibt dort die erste staatlich geförderte Akademie für die Kunst des Giftmordes.

00:52:07: Was?

00:52:07: Ja.

00:52:07: Was?

00:52:08: Ja, also die unterrichtet die Schüler da natürlich in Botanik.

00:52:12: Wie baut man die Pflanzen oder die Giftingpilze?

00:52:15: Also Giftmord

00:52:15: ist ja trotz, du willst auch keine Akademie für Serienmord oder so aufmachen.

00:52:19: Also Giftmord ist doch trotzdem illegal auch da, oder?

00:52:23: Ich vermute, dass er sie nicht Giftmord genannt hat, sondern was mit Kräuterkunde.

00:52:27: Aber jeder wusste, was da passiert.

00:52:29: High

00:52:29: Praktika.

00:52:31: Die erste Heilpraktikerin von DRUG.

00:52:33: Na ja, die lernen alles, was du brauchst, um Gifte zu mischen.

00:52:36: Botanik, Zubereitung von Extrakten, korrekte Dosierungen.

00:52:41: Sie lehrt, wie man den Tod in einem Weinkelch versteckt, wie man ihm auf die Spitze einer Feder aufträgt.

00:52:47: Oder in einem grob voll kalten Wasser zum Beispiel beimischt.

00:52:50: Also sie gibt dieses ganze über Jahre angesammelte tödliche Wissen weiter.

00:52:54: Ich finde ja, dass die... Wirksamkeit von Giften immer wieder beeindruckend ist.

00:52:59: also wenn dich mal mit Schlangen ausländer gesetzt hast die giftigsten Schlangen wie der Inland Taipan oder die Western Browns Lake bei den Australien.

00:53:08: Da kann ein bis dreißig erwachsene Menschen glaube ich töten also ein bis und sprechen jetzt von.

00:53:14: fünf Milliliter dieses Giftes.

00:53:16: Und das reicht, um nicht nur einsäumere Menschen zu ermorden, weil das einfach so hochpotent ist, dass wenn das in deinem Blut….

00:53:22: Für

00:53:22: den Körper ist vorbei.

00:53:23: … und man hat sieben

00:53:23: Liter Blut, da kommt fünf Milliliter von irgendwas rein.

00:53:28: Fertig.

00:53:29: Ja, und je nachdem was man zusammenmischt, kannst du ja auch Extrakte, die sind ja höher dosiert, kannst du bestimmt was Feines kochen.

00:53:34: Und es ist dann natürlich auch so große Überraschung, dass in den nachfolgenden Jahren unter Neros Herrschaft immer wieder Menschen sterben und keiner weiß so richtig genau warum.

00:53:45: Der russische Fensterfall aber in Rom.

00:53:47: Ja, also immer auch Leute, die irgendwie Nero im Weg stehen, komisch.

00:53:51: Er ist von Gott gesegnet, das muss es sein.

00:53:54: Also sterben zum Beispiel auch Leute wie seine eigene Tante.

00:53:57: Von der erbt er dann alle Ländereien.

00:54:00: Und es ist eine Frau mit sehr großen Besitz.

00:54:02: Wichtige Berater, die ihm zu kritisch werden sterben, erliegen plötzlich irgendwelchen Krankheiten.

00:54:07: Und selbst seine Mutter, Agrippina, die ihn ja zum Kaiser gemacht hat, wird laut der Geschichtsbücher dreimal vergiftet, überlebt aber jedes Mal.

00:54:18: Und jetzt kommt der Punkt...

00:54:20: Ja,

00:54:21: jetzt kommt aber der Punkt, das hattest du, glaube ich, auch vorhin schon gesagt.

00:54:25: Am Ende, wahrscheinlich, weil das mit den drei Giftmorden nicht geklappt hat, schickt Nero einfach seine Soldaten zu ihr und lässt sie in ihrer Villa erstechen.

00:54:33: Nero war wirklich eine kleine Zukunftmaus, ne?

00:54:36: Jetzt muss man so ein bisschen fragen, das ist ja ihr Schicksal, ist sie das selber schuld?

00:54:41: Ja, also Mitleid ist vielleicht ein bisschen verfehlt bei jemandem, der selber so viel Unglück gebracht hat, aber... Da sprechen wir ja von der düstersten Zeit Roms.

00:54:50: Also da war ja alles Marsch.

00:54:52: Also sie verrückt, Claudia ist verrückt, Caligula ist verrückt und Nero dann der absolute Horror-Clown, der auf der Torte tanzt.

00:55:02: Also das ist ja ... Wahnsinn.

00:55:06: Ich finde auch, es gibt so Argumente für Ja.

00:55:08: Das eine ist natürlich irgendwie, die hat ihr eigenes Monster erschaffen.

00:55:12: Das muss man ja auch ganz klar sagen.

00:55:14: Die hat den auf den Thron gesetzt, die hat den aber auch vorher geformt, das würde dafür sprechen, dass sie selbst schuld ist.

00:55:20: Dann ist das natürlich auch ein bisschen arrogant, also zeugt schon von einer gewissen Hybris dann zu sagen, ich erziehe den jetzt und dann gehorcht er mir für immer, also dass der nicht selbstständig irre wird, sag ich jetzt mal, das finde ich auch schon krass.

00:55:32: Und dann, das habe ich ja am Anfang auch gefragt, ist das jetzt wirklich Mutterliebe, dass man möchte, dass der Sohn Kaiser ist oder möchte man selber Mutter des Kaisers sein?

00:55:42: Weißt du, wie ich das meine?

00:55:43: Also ist das gar keine Gönnerhafte Geste, sondern eher Machthunger von ihr auch, weil als Frau hattest du nicht so Möglichkeiten.

00:55:51: Lässt du zweitausend Jahre später wahrscheinlich schwer beurteilen, aber das ist einfach schon eine ganz verkommene Sippe gewesen und ist ja dann auch, hat ja dann nicht nur die Sippe angezogen, sondern das ganze Land oder die ganze Stadt.

00:56:05: Ja, dreizehn Jahre lang dauert auf jeden Fall die, jetzt könnten wir sagen, golden, aber eigentlich ist sie rot, weil blutige Ära von Nero sind.

00:56:13: dreizehn Jahre, in denen er seine Macht mit Schauspielerei, Wagen rennen, aber eben auch Locustas stillen Diensten und der Beseitigung seiner Feinde immer weiter festigt.

00:56:24: Und Locusta, das muss man sagen, für die geht es eigentlich Gut aus.

00:56:29: Sie lebt auf jeden Fall in unermesslichen Reichtum mittlerweile, hat ihre eigene Ländereien, lehrt ihre Kunst, nenn ich sie jetzt mal, und steht natürlich auch unter dem Schutz des Kaisers.

00:56:39: Aber Romes pleite.

00:56:40: Das ist

00:56:41: schlecht.

00:56:42: Romes richtig pleite.

00:56:44: Knie-tief im Dispo, würden wir heute sagen.

00:56:46: Knie-tief

00:56:46: im Dispo.

00:56:49: Weil auch Nero einfach komplett ausrastet.

00:56:51: Der baut sich einen neuen Palast, Domus Aurea, hieß sie glaube.

00:56:54: Bald

00:56:54: Haus in den Ostflügel.

00:56:56: Ja, das Goldene Haus ist wirklich genauso, T-Barts von Elstikadens, also völlig drüber.

00:57:02: Und um das finanzieren zu können, fordert er halt das Geld aus allen seinen Ländern und Provinzen und beschlagnahmt dann irgendwann auch Vermögen unter anderem von reicheren Senatoren.

00:57:12: Und ich sag mal so... Das macht natürlich jetzt den alten Eliten gar keinen Spaß.

00:57:17: Also nicht nur der Oberschicht, den er die Kohle wegnimmt.

00:57:20: Er ist recht nicht der normalen Bevölkerung, weil die haben ja schon gar nichts mehr.

00:57:25: Und so gibt es dann immer mehr Stimmung gegen Nero.

00:57:29: Das checkt er schon.

00:57:30: Und er war ja vorher schon paranoid, wie du weißt.

00:57:32: Das wird natürlich immer schlimmer.

00:57:33: Die Unfragewerte

00:57:34: sinken.

00:57:35: In der Politik.

00:57:36: Der sieht überall auch nur noch Verschwörer.

00:57:41: Der wird dann noch paranoider.

00:57:43: und gut, wie wird sich so jemand zu helfen wissen?

00:57:45: Natürlich nur indem er komplett ausrastet.

00:57:47: Also er lässt dann auch immer wieder angesehene Senatoren und auch Denker, Leute, die öffentlich sprechen, hinrichten oder eben vergiften.

00:57:56: Wahnsinn, was Menschen, ich finde, dass wenn man in die Biografie in vieler solcher Menschen hustt sie ihnen, also hustt sie ihnen oder Starlin oder so Leute, die Leute aus ihrem Ängstekreis haben, aus dem Weg räumen lassen.

00:58:11: Wie können Menschen so werden?

00:58:15: Wie kann man keinen Regulator mehr in seinem Leben haben?

00:58:17: Das ist nicht nur ein Umfeld, der dir sagt, hey, das kannst du nicht machen.

00:58:21: Wie kannst du selber so fern von jeglicher Moral sein, dass du sagst, ich lass meine eigene Mutter abstechen, vergifte einfach jeden, der irgendwie doof ist.

00:58:30: Wahnsinn.

00:58:32: Wahnsinn.

00:58:33: Vielleicht ist auch noch eine weitere Sozusagen Konsequenz von Neros.

00:58:37: Wahnsinn, dass er ja Kaiser ist, aber eigentlich Popstar sein will, muss man so ein bisschen sagen.

00:58:42: Also das ist ein bisschen skurril, der tritt auf öffentlichen Bühnen als Sänger auch auf.

00:58:47: Wahnsinn.

00:58:48: Und er nimmt auch an so Wagen-Rennen teil.

00:58:50: Aber stell dir mal bitte vor, einfach unser Kanzler würde einfach bei Deutschland's OT-Superstar mitmachen.

00:58:55: Das

00:58:56: ist ein bisschen bei dieser Verarsche mit dem Diktator von Sacha Baron Cohen, wo er bei Hundert Meter Rennen mitmacht und anstatt den Luft zu schießen.

00:59:03: Zum Start ist er dann, schießt er aber die beiden Typen, die neben ihm stehen, erst mal weg, damit er den Hundert Meter gewinnt.

00:59:08: Schön.

00:59:09: Ich

00:59:09: denke gegen Nero konnte man auch nicht gewinnen.

00:59:12: Ja, garantiert nicht.

00:59:13: Der sitzt ja ganz oben, aber ich finde es so geil, dass er dann auch noch diese Ambition hat, dass er dann auch noch in der Öffentlichkeit so singen muss.

00:59:23: Ich finde, das ist schon ein komischer Move.

00:59:26: Das ist ein bisschen so, als würde sie, weiß ich nicht, Sigmar Gabriel sagen, ich mach beim Turm springen mit.

00:59:31: Ja, aber

00:59:31: guck nach Korea.

00:59:33: Kim Jong-un ist auch der Groß, der kann kaum vom Stuhl aufstehen oder so fett und degeneriert ist.

00:59:37: Aber trotzdem bejubeln die denen, wenn der da irgendwie, weiß ich also, er kann ja alles.

00:59:43: Er kann ja... Ja, das stimmt.

00:59:44: Er

00:59:44: kann... Er gewinnt bei jedem Wettbewerb und so.

00:59:48: und das ist die gleiche, zweitausend Jahre später, der gleiche Schwachsinn.

00:59:51: Und die Leute sind trotzdem in einem System gefangen, in dem diese allein Herrscherigkeit, dieser einen Person nicht mehr zu, also der wird ja nie, der wird ja immer der große Vorsitzende sein.

01:00:02: Unfassbar.

01:00:04: Ja,

01:00:05: aber im Jahr achtundsechzig nach Christus ist jetzt wirklich alles auf Bürgerkrieg oder am Rande des Bürgerkriegs eingestellt.

01:00:14: In den Provinzen rebellieren die Stadthalter, die Legionen in Spanien rufen einen neuen Kaiser aus.

01:00:20: Die haben kein Bock mehr und Nero verliert komplett die Kontrolle.

01:00:23: Er flieht aus dem Palast, er irrt durch die Nacht und seinen letzten Getreuen, die noch zu ihm gehalten haben, seine Berater verlassen ihn auch jetzt wirklich einer nach dem anderen.

01:00:33: Er jammert.

01:00:35: zu berichten, dass zumindest die Historiker, als er durch die Gassen errt und ruft immer wieder, welch ein Künstler geht mit mir zugrunde.

01:00:42: So verabschiede ich mich normalerweise bei meinen Shows.

01:00:45: Das ist bei mir mein letzter Satz.

01:00:46: Wir werden das auch auf deinen Grabstein schreiben, Basti.

01:00:50: Und dann zwingt Nero in einem letzten Akt seinen verbliebenen Diener, der eine, der ihm noch geblieben ist, erbittet sein Diener.

01:01:02: ihm einen Dolch in die Kehle zu stoßen,

01:01:04: ihn zu töten.

01:01:04: Das habe ich mir selber hingekriegt?

01:01:08: Nein.

01:01:08: Er hat wohl jemanden gefragt, beziehungsweise befohlen.

01:01:12: Ein Nero fragt

01:01:12: nicht.

01:01:13: Stechen Sie mir jetzt einen Dolch in die Kehle.

01:01:16: Okay.

01:01:18: Krass, oder?

01:01:19: Ja, gut.

01:01:20: Wahnsinn.

01:01:21: Nero ist tot.

01:01:21: Dass wir überhaupt so umfassende Kenntnisse davon haben, finde ich immer noch fasziniert.

01:01:25: Wir sprechen ja von der Zeit, wo selbst... Also, das geschrieben, aber es gab kein Buchdruck.

01:01:30: Das heißt, es ist alles irgendwie auf Pargament oder auf Steinen festgehalten worden.

01:01:35: Auch so Schreiber wie Tazitus, die ja hier auch erwähnt wurden schon, weiß man natürlich auch nicht,

01:01:41: wie

01:01:43: getreu die der Warngeschichte waren oder ob die nicht auch wussten, wie sich eine gute Geschichte erzählt und hier und da auch mal ein bisschen was dazu.

01:01:50: Ein bisschen

01:01:51: Inselst mit reingepulvern

01:01:52: haben.

01:01:52: Ja, ein bisschen was gemacht haben, aber... Dass

01:01:55: er beknackt war, kann man glaube ich

01:01:57: festhalten.

01:01:58: Das würde ich auch mal sagen, aber jetzt ist Nero tot und das bedeutet aber natürlich auch die Geschichte der Frau, die wir erzählen, die Geschichte von Locusta verändert sich.

01:02:07: Natürlich ist ihr Schutz her gewesen und dadurch, dass er jetzt nicht mehr da ist, wird sie auch zur Mais gesuchten Frau Romes, weil jeder weiß... Sie hängt an Nero dran oder umgekehrt.

01:02:18: Und es dauert auch nicht lange, bis Soldaten sie finden auf einem ihrer prächtigen Landgüter, die sie ja hat, und sie in schwere Eisenketten legen.

01:02:25: Und sie wird mit anderen gefangen genommen und wird auch noch in Ketten durch die Straßen Romes geführt.

01:02:30: Da musste ich ein Game of Thrones an.

01:02:32: Shame.

01:02:33: Shame!

01:02:33: Ich hab's nie gesehen.

01:02:34: Ich hab' Game of Thrones nie gesehen.

01:02:37: Erste Staffel habe mich überhaupt nicht abgeholt.

01:02:38: Habe ich dreimal probiert.

01:02:42: Ich weiß, viele fühlen sich jetzt vielleicht für mich so eine Rabatt-Helleringe, ich konnte da nie unconnecten.

01:02:46: Wieso?

01:02:46: Muss jeder wissen, was er gerne guckt und was nicht?

01:02:49: Ja,

01:02:49: aber das ist ja so ein weltweites Phänomen gewesen und so unglaublich, Game of Thrones, Game of Thrones, Game of Thrones, jeder erzählt dir davon und dann sitzt er selber da und quält sich da so durch.

01:03:03: Das war geil.

01:03:03: Wir haben damals immer so ... Watchparty,

01:03:06: Watchparty.

01:03:06: Ja, ja, immer Montags haben wir alle zusammen Sport gemacht.

01:03:09: Also hier, wie sagt man, Crossfit, also Zirketraining.

01:03:12: Und danach dann alle beim Kumpel zusammen geguckt.

01:03:15: Das war schon immer geil.

01:03:16: Also

01:03:17: ich

01:03:17: ... Ich hatte

01:03:18: dann auch schon dieses Theateris von Targaryen.

01:03:21: Daenerys?

01:03:22: Daenerys ist mir schon so wahnsinnig auf die Nüsse gegangen, weil ich dachte, da haben wir die Frühdiermens.

01:03:26: Warum erzählt die ihr denn, wer sie ist?

01:03:29: Das macht jemand anders, was macht sie nicht selber?

01:03:31: Ja,

01:03:31: aber er kommt immer an andere und sagt, das ist Jeneris von Taggabien und geht zu dem nächsten

01:03:33: Raum.

01:03:34: Das

01:03:35: ist Jeneris von Taggabien und geht zu dem nächsten Raum.

01:03:36: Ich weiß es jetzt.

01:03:37: Ich habe mitgekriegt, dann musst du kauft ihr Visitenkarten, lass dir was drucken, zieh den T-Shirt an, wo der Name draufsteht.

01:03:42: Du hast oft das allen zu erzählen, das ist ja unerträglich.

01:03:45: Ich weiß, jetzt habe ich mir wieder viele Feinde gemacht, wie der Fan, der schreibt, der Bielenkacke, er hat wieder, er hat wieder reingeschissen.

01:03:51: Aber Game of Thrones, einer der großen Erfolgszenen, die mich nicht abgeholt haben.

01:03:55: Vielleicht muss

01:03:56: man,

01:03:57: vielleicht muss man ein bisschen länger Ich sag mal dranbleiben, aber so, ich finde gerade, dass Storytelling in Bezug auf die Charaktere über die verschiedene Staffeln ganz am Ende hätten sie sein lassen können.

01:04:09: Das sind

01:04:09: alle, ne?

01:04:10: Letzte Staffel ist...

01:04:11: Ab da, wo die Serie die Bücher, also als es die Buchvorlagen gab, aber ab da, wo die Serie die Bücher überholt hat, Katastrophe.

01:04:19: Das

01:04:19: kann nicht so schwer sein, dass man da noch irgendeine Hände zusammenführt.

01:04:23: Das ist schon deutlich spürbar, also das wird...

01:04:27: Und er hat es bis heute nicht zu Ende gebracht, ne?

01:04:29: George R.R.

01:04:29: Martin wird wahrscheinlich auch den Arsch zusammenkleiden.

01:04:32: Der liegt auch nur seitlich links auf der Seite und ist, also der macht gar nichts mehr.

01:04:37: Glauben nicht.

01:04:38: Das war schade.

01:04:39: Da hätte ich auch mich selber schlecht gefühlt, wenn ich meine eigene Legacy hinten raus nochmal so reingeschissen hätte, sage ich ehrlich.

01:04:46: Es ist wirklich so doof geändert.

01:04:47: Alles war ein Traum und die Drachen sind eigentlich eine oder so richtig doof geändert.

01:04:55: Ich spoiler das jetzt hier nicht.

01:04:57: Du guckst das ja irgendwann noch mal.

01:05:00: Wenn du da im Altenheim, dann mach ich dir das an, wenn du dich nicht mehr wehren kannst.

01:05:04: Wenn ich

01:05:04: mit Doktor's Diary fertig bin, dann guck ich mir das an.

01:05:08: Aber diese Szene erinnert mich so ein bisschen daran, weil dann wird wirklich Locusta durch die Gassen Romes geführt und die Bürger, die natürlich auch jetzt total erleichtert sind und dieser Hass auf Nero, der jetzt tot ist, entlädt sich dann halt einfach auf ihr unter anderem.

01:05:21: Die wird bespuckt, beworfen, verflucht.

01:05:24: Also es hat wahrscheinlich sehr viel mit dieser Szene.

01:05:26: Gemeinsam würde ich sagen.

01:05:28: Kaiser Galba ist jetzt am Start und der will natürlich eine große Show, der will das Exempel statuieren.

01:05:34: Wir wissen nicht genau, wo das Spektakel stattfindet, aber auf einem großen Platz in Rom auf jeden Fall, weil Tausende von Bürgerinnen und Bürgern dabei sind.

01:05:41: Die drängen sich auf den Platz, klettern auf Statuen und Dächer, um einen besseren Blick zu bekommen.

01:05:46: Das war ja damals so total... Das große Event, es ist so Volksfestartige Stimmung.

01:05:51: Die Händler verkaufen Wein, du kannst ja noch eine Tüte geröstete Kichererbsen

01:05:54: mitnehmen.

01:05:55: Steine,

01:05:55: Steine!

01:05:57: Ja, ein bisschen so.

01:05:59: Die Luft ist erfüllt von Geschreige, Lächter und natürlich auch ein bisschen Blutdurst, Sensationsgeilheit.

01:06:03: Und ich hab mich gefragt, wie?

01:06:05: als Crime-Podcaster, ne?

01:06:08: Sind Crime-Podcasts vielleicht so ein bisschen der Ersatz für die Hinrichtung?

01:06:12: Ein Stück

01:06:12: weit wahrscheinlich, ja.

01:06:13: Es ist ja auch eine, also ich meine, wir berichten über grausame Sachen und Leute hören interessiert zu.

01:06:19: Trotzdem ist es natürlich auf einer anderen Ebene, als wenn dich irgendwo hinstellt, so zu guckst du, wie einer geköpft wird und dir noch Popcorn dazu kaufst.

01:06:25: Wie ist sie denn hingerichtet worden?

01:06:28: Ja, jetzt wird's noch mal wild.

01:06:30: Also, angeblich wird Locusta in die Mitte des Platzes geführt.

01:06:36: Und jetzt wissen wir halt nur, was die späteren römischen Historiker uns überliefern.

01:06:40: Und das Ich weiß nicht.

01:06:41: Das ist so bizarr und so grotesk.

01:06:45: Ich muss ganz ehrlich sagen, vermutlich ist ein bisschen mit den durchgegangen.

01:06:49: Aber die Legende hat sich über zweitausend Jahre gehalten.

01:06:52: Und zwar hat der Chronist Cassius Dio damals geschrieben, dass Locusta auf dem Platz, wer nicht?

01:06:59: gut jetzt kann mit sexualisierter Gewalt und ähnlichen Dingen, bitte skippen, dass sie zuerst auf dem Platz öffentlich vergewaltigt wurde von... Teilen der Armee und danach aber auch von einer speziell dafür trainierten Giraffe.

01:07:16: Ich weiß, es ist mega skurril jetzt.

01:07:18: Was?

01:07:19: Von einer dafür trainierten Giraffe.

01:07:21: Von der

01:07:21: Vergewaltigungs-Giraffe.

01:07:22: Keine Ahnung.

01:07:24: Martin, bringe mir die

01:07:26: Rape Giraffe.

01:07:27: Das ist die Legende.

01:07:30: Von einer speziell trainierten Vergewaltigungs-Giraffe.

01:07:34: Das ist die Legende.

01:07:36: Ich glaube,

01:07:37: anatomisch ist das schon.

01:07:39: Ja, ich weiß.

01:07:40: Aber ich wollte der Vollständigkeit halber mal gesagt haben.

01:07:45: Und danach soll sie dann von wilden Tieren zerrissen worden sein.

01:07:50: Man hätte sie wohl an einen Pfahl gebunden und hohnige Löwen oder Bären auf sie gehetzt.

01:07:55: Das war damals tatsächlich aber eine übliche Hinrichtungsmethode für Schwerverbrecher.

01:07:59: Das hieß Domnazio ad Bestias.

01:08:03: In welche Richtung?

01:08:04: durch Bestia?

01:08:05: Nicht zu verwechseln mit Damnazio at Bastias.

01:08:09: Ja, das ist, wenn ich jemanden Tod lese.

01:08:10: Verurteilung

01:08:11: kommt an.

01:08:11: Da haugt

01:08:12: mich dann vor den Dillenquenten und muss sieben, dreifig Mal sehr bestesahne, sozusagen, bis er jetzt toter geworden ist.

01:08:17: Schön, schön.

01:08:19: Aber das ist schon, also die Vergewaltigungsgrafel lässt mich nicht so richtig los.

01:08:25: Ja, es ist wie gesagt ein Teil der Legende.

01:08:29: Warum fliehen solche Leute dann?

01:08:30: Ich frage mich.

01:08:31: Ich werde auch in dem Moment, wo Nero tot ist, wäre ich aber so, hätte ich mich aber öffentlich Nahverkehr begeben und wer abgereist.

01:08:38: Wo hin?

01:08:39: Das musst du ja auch erst mal mitkriegen.

01:08:41: Das ist ja nicht, dass sie auf dem Handy eine Eil kriegt und sieht, oh, der Nero ist tot.

01:08:45: Ich muss los.

01:08:46: Die müsste ja die Nachricht erst mal erreichen.

01:08:48: Und wenn natürlich das Militär vorher da ist und die haben das in Rom mitbekommen, sind raus auf ihr Land gut.

01:08:55: Das geht nicht.

01:08:56: Das geht nicht.

01:08:58: Jetzt bleibt natürlich eine große Frage Locusta.

01:09:01: Ist sie ein Monster?

01:09:02: Ist sie ein Opfer?

01:09:06: Ich weiß es nicht.

01:09:06: Wer war die Frau wirklich?

01:09:07: Wenn wir alle Legenden und auch diese ganze Propaganda bei Seite schieben, was bleibt dann übrig?

01:09:13: Ich finde auf der einen Seite schon ein Bild von einer kalkulierenden Frau

01:09:18: irgendwie,

01:09:19: die im Kerker saß, aber eben nicht um ihr Leben gebankt oder gebettet hat, sondern auf ihre nächste Chance gehofft hat, nehme ich mal an.

01:09:27: Dann ist es auf jeden Fall auch eine Frau, die ohne mit der Wimper zu zucken einfach Gifte ausprobiert hat, gemischt hat und Menschen damit getötet hat.

01:09:36: Dann hat sie auch noch weitere Giftmörder und Mörderinnen ausgebildet.

01:09:40: Also waren Ausbildungsmittel.

01:09:42: Ausbildungsmittel.

01:09:44: Ja, man muss es sein, wir sprechen von der Zeit, wo ein menschliches Leben anderen Wert hatte, wo auch Moral einen anderen Wert hatte, wo Mord... Todschlag, Grausamkeit.

01:09:54: Also, ich meine, allein die Art der Hinrichtung zeigt ja schon, dass wir mit einem anderen, da wurden Menschen zur Unterhaltung ermordelt.

01:09:59: Gladiatorenkäffe waren Unterhaltung, also das muss ich vorstellen.

01:10:04: Wir haben dann einen anderen Umgang mit dem Thema Tod, Totenreich, Erlösung, Hinrichtung.

01:10:10: Aber natürlich sprechen wir von einer Frau, die zur Begünstigung ihrer selbst Menschen grausamste Todesarten angetan hat und da gibt es auch nichts daran rumzureden.

01:10:22: Horror, schreckliche Umstände.

01:10:27: Aber wenn wir mal ganz ehrlich, ne, die Frage ist ja überhaupt, und das finde ich schwer zu beantworten, hatte sie überhaupt eine Wahl.

01:10:37: Also theoretisch natürlich immer ja.

01:10:40: Aber als Frau damals in der Zeit, was wäre denn die Alternative gewesen, dass sie zum Nero sagt, ich mische das Gift nicht.

01:10:47: Wer weiß, was dann passiert, wer das macht.

01:10:50: Weißt du, das macht man nicht.

01:10:51: Ja.

01:10:52: Wir sprechen auf jeden Fall jemanden, der der Mord nicht aus Leidenschaft oder aus dem Effekt begangen hat, sondern als kalkuliertes Mittel auch zum Selbsterhalt.

01:11:00: Und da, ich denke, es steht nicht zu zweitausend Jahre später, das so zu beurteilen, weil wir die Personen mal wirklich, also das sind ja Überlieferungen

01:11:09: und geformt

01:11:10: und inwieweit das alles wahr ist.

01:11:13: Aber ja, man muss natürlich sagen, dass die Lebensunstände dieser Menschen damals von den Gegemenheiten so waren, dass es uns schwerfällt, das in dem Platz aber überhaupt einzuordnen.

01:11:23: Aber die Errungenschaften unserer Neuzeit, ein Rechtssystem, keine Todesstrafe,

01:11:29: etc.,

01:11:31: keine bestialischen Hinrichtungen, dass wir können schon ganz dankbar sein, dass wir nicht in diesen Umständen leben.

01:11:40: Gerade als Frau.

01:11:42: Wie gesagt,

01:11:44: das

01:11:45: war definitiv, glaube ich, noch weniger witzig.

01:11:47: Aber das

01:11:48: ist auch erst in den letzten fünfzig Jahren lustig

01:11:50: geworden.

01:11:50: Ja, es wird auch hoffentlich aber auch trotzdem noch ein bisschen besser.

01:11:54: Also ist eine Longway to Recklinghausen, wie wir sagen, ist noch ein bisschen weich,

01:11:57: aber jetzt auch.

01:12:00: Ja,

01:12:01: also guck mal.

01:12:01: Trink mal was von dem Wein hier.

01:12:04: Was die Musse brechen.

01:12:04: Ich hab die Feder hier.

01:12:06: Guck

01:12:06: mal.

01:12:06: Allein, dass wir jetzt unsere Garsche hier verteilen, ist ja schon ärgerlicher Umstand.

01:12:10: Ja, das sollte eigentlich nicht passieren.

01:12:12: Es würde so in einem guten Podcast nicht passieren, sind wir mal ehrlich.

01:12:16: Na was halt auch noch so ein bisschen mitschwingend ist, dass natürlich auch in der Geschichte dann oft diese Geschichte von Locusta erzählt wurde, weil, auch in der Nahengeschichte nach Nero, weil... Ein echter Römer, ein ehrenhafter Römer, stirbt natürlich im Kampf mit dem Schwert.

01:12:31: Und Nero wird durch diese Geschichte auch so ein bisschen der feige Kaiser, weil er die feigen Dienste einer Frau angenommen hat und nicht ehrenhaft mit dem Schwert seine Gegner bekämpft hat, sondern eben leise mit einer Giftmischerin.

01:12:44: Und da ist er wieder Sexismus.

01:12:47: Das war nicht das größte Problem, das Nero so hatte, kann man vielleicht zusammenfassen.

01:12:51: Aber ja.

01:12:54: Warst du eine spannende, interessante und trotz der tragischen Geschichte?

01:12:58: Ich mag ja historische Fälle, ne?

01:12:59: Ich auch.

01:13:00: Total.

01:13:00: Für mich bleibt zurück die Vergewaltigungs-Geraffen-Geraffen-Geraffen-Geraffen-Geraffen-Geraffen-Geraffen-Geraffen-Geraffen-Geraffen-Geraffen-Geraffen-Geraffen-Geraffen-Geraffen-Geraffen-Geraffen-Geraffen-Geraffen-Geraffen-Geraffen-Geraffen-Geraffen-Geraffen Total, ich finde das super spannend.

01:13:25: Also mein Gott, es ändert ja nicht an der Grausamkeit und an dem Crime Faktor nur, weil es jetzt nicht in Oberiederstein passiert ist, sondern in Rom.

01:13:34: Ich mag das auch, ich mag mir das auch gerne vorstellen.

01:13:37: Wir haben jetzt auch ein paar Dinge gelernt über die frühere Zeit.

01:13:40: Wenn jetzt mal einer sagt, ich würde mein Kind, ich hätte einen Namensvorschlag, das soll der kleine Solnero heißen, dann könnt ihr sagen... Lieber Caligula.

01:13:49: Ja, genau.

01:13:50: Kann ich mir gut vorstellen, dass es irgendwelche Kitas in Berlin-Stadion, wo ich geb, wohl ja kleinen Hero rumläuft, weil er so ein Freigeist ist und gerne Hafe spielt.

01:13:58: Wir haben jetzt zum Beispiel in Köln, dass auch das Agrippina-Ufer, da weiß ich jetzt auch schon mal, wo er herkommt.

01:14:03: Meinst du?

01:14:04: Ja.

01:14:05: Ja, sicher, von wie wir sagen's.

01:14:06: Ich habe

01:14:06: mich nie über nachgedacht.

01:14:07: Sollte man auch nicht trinken, passt eigentlich ganz gut.

01:14:09: Wenn man da mal ein Läschen nimmt, dann haut einen das faktisch oben, als wenn man einen Knochenblattherkletz genommen hätte.

01:14:15: Genau, wir wissen jetzt, welche Pilze giftig sind.

01:14:18: Wie man sich die Weihnachtsfeiertage erleichtern kann.

01:14:20: Es ist so viel heute mitgekommen in der Folge an.

01:14:22: Bleibt

01:14:23: mir nur, mich bei dir zu bedanken, euch zu bitten, dass ihr schreibt, was ihr von der Folge haltet, wie es euch gefallen hat.

01:14:29: Fremds in Crime weiter zu folgen.

01:14:30: Vielen, vielen Dank.

01:14:31: Ich hoffe, wir haben das besonders, natürlich meine bezaubernde Kollegin Sandra hat das in einer Art und Weise dargeboten, dass ihr unterhalten worden seid.

01:14:42: Ich ... El Geraficus.

01:14:49: Passt auf euch auf, bleibt gesund und bis ganz bald.

01:14:52: Tschüss.

01:14:54: Das hast du gar nicht getießt, was du nächste Folge machst.

01:14:57: Oh, nächste Folge geht es nicht um Giftmord, aber auch um Mord.

01:15:01: Yes, komisch bei Friends and Crime.

01:15:03: Auch

01:15:03: in der Vergangenheit.

01:15:06: In der Zukunft wäre

01:15:07: geil.

01:15:07: Kein zukünftiger Mord, nicht pre-crime wie bei Minority Report, sondern es ist etwas näher an uns dran, aber immer noch lange her, fast hundert Jahre.

01:15:18: Und dort geht es.

01:15:20: Auch um sexuelle Obsessionen, was uns beiden besonders gut gefällt.

01:15:27: Schmeinkram!

01:15:29: Tschüss ihr Lieben, hört rein!

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