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#17 Der Tod des Agenten Gareth Williams

Shownotes

Diese Folge ist schon 4 Wochen früher im kostenlosen Bereich der Podimo App erschienen. Wenn du die neueste Episode immer sofort hören möchtest, gehe auf https://podimo.de/friendsincrime_podcast

Im August 2010 wird der Gareth Williams tot in seiner Wohnung aufgefunden – nackt, eingeschlossen in einer Reisetasche, ohne klare Spuren eines Fremdeinwirkens. Die Umstände sind so ungewöhnlich, dass schnell Spekulationen über Geheimdienste aufkommen, die zu Gareths Arbeitsumfeld gehören. Oder war es doch eine sexuelle Praktik, die aus dem Ruder gelaufen ist? Im Mittelpunkt der Untersuchungen steht immer wieder die Frage, ob Gareth sich selbst in der Tasche eingeschlossen haben konnte, in der er tot aufgefunden worden war. Diese Folge rekonstruiert die bekannten Fakten, die Ermittlungsfehler und die vielen Fragen rund um den Tod von Gareth Williams, die teils bis heute ungeklärt sind.

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Uns findet ihr auf Instagram unter @spruenky und @bielendorfer

Friends in Crime erscheint alle 14 Tage freitags zuerst bei Podimo.

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Transkript anzeigen

00:00:20: Hallo und herzlich willkommen, liebe Friends in Crime oder wie wir euch ja schon ewig nennen, seit Folge eins um genau zu sein und wie wir euch vor allen Dingen auch wahnsinnig gerne nennen.

00:00:30: Hallo, liebe Fickies.

00:00:31: Hallo, liebe Fickies.

00:00:33: Toll, dass ihr heute da seid.

00:00:34: Ich habe heute einen Fall mitgebracht in dieser Folge und ich habe so Bock auf den Fall.

00:00:38: Ich bin richtig tief in die Recherchen abgetaucht.

00:00:41: Ja,

00:00:43: ich saß die Nacht hier.

00:00:45: Ich bin in Themen abgeglitten in Rabbit-Holes, die ich jetzt aber noch nicht spoilern will.

00:00:50: Das klingt bei dir nie nach was Gruppen.

00:00:52: Rabbit-Holes, in die du abgeglitten bist.

00:00:56: Oh Mann, oh Mann, oh Mann.

00:00:58: Du baust jetzt schon eine Erwartungshaltung auf, die du hoffentlich auch füllen kannst.

00:01:03: gesessen, anstatt auf den Straßen von Köln als bad girl verkleidet für die Gerechtigkeit zu kämpfen, dann muss es dir wichtig gewesen sein, sein Reispringen.

00:01:11: Absolut.

00:01:12: Also du bist jetzt auch schon hype-merkig.

00:01:13: Ich habe dich jetzt schon ein bisschen abgeholt.

00:01:15: Ich

00:01:15: bin total abgeholt.

00:01:16: Aber jetzt musst du auch liefern.

00:01:17: Wenn du jetzt mir mit so einem Billowfall kommst, wo einer Messer in die Ehrfrau reingestolpert ist, damit kannst du jetzt hier nichts rausholen.

00:01:24: Das muss schon was ordentliches sein.

00:01:25: Ja, ja, also ich darf verraten, es ist tatsächlich ein sehr unblutiger Fall, überraschenderweise unblutig.

00:01:31: Und es ist ja auch wichtig, dass ich dir heute was liefer, dass bei dir endorphine ausgeschüttet werden, weil du bist ja schon wieder kaputt gegangen.

00:01:38: Ja, ich bin wieder kaputt gegangen.

00:01:40: Bielendorfer, ja, guck mal, ich bin jetzt in dem Alter angekommen, wo der Oberschenkel-Halsbruch das Pflegeheim bedeuten kann, wie bei Oma.

00:01:49: Ich bin zur Toilette gegangen, weil die Prostertal gejuckt hat und bin einfach viel... Sack gefallen und hab mir, ich weiß noch nicht genau, gestern, das Bein gebrochen ist es nicht.

00:02:00: Das hat mein Kardiologen-Nachbar schnell festgestellt, aber ich vermute, ich hab mir sowas wie das Kreuzbad gerissen oder so.

00:02:06: Am besten ist, auf Toilette geht.

00:02:07: Das müsste mal sehen, wenn ich so halb im Stehen... Kacke, weil ich nicht sitzen kann.

00:02:15: Meine Frau vor der Türstehe sagte mir, aber kann ich kommen?

00:02:18: Nein, nein, bitte nicht ins Wortwürdig.

00:02:21: Das ist so scheiße.

00:02:22: Ich kann jetzt schon wieder drüber lachen.

00:02:24: Aber wir haben diese Aufnahme zweimal gestartet, weil mir auch die Heizung nicht geht und die Handwerker gerade vor der Türstehe.

00:02:29: Meine Frau gar nicht zu Hause ist.

00:02:31: Und du mir dazugehört hast, wie ich es aus dem ersten Stock in der von ungefähr sieben Minuten netze Handgeschoss geschafft habe.

00:02:37: Das

00:02:37: waren auch Geräusche, die ich sonst so auch nur aus Tierdokos ging.

00:02:41: Ja, wirklich.

00:02:42: Ganz gute Umschreibung meines Lebens.

00:02:43: Das Pekari-Schwein, dass ich kurz vor der Paarung befinde.

00:02:46: Es war wirklich ganz... Also das war jetzt gerade so... Schade, dass Leute dabei nicht zugucken konnten, wie ich hier durch die Wohnung grauche.

00:02:53: Wenn du auf der anderen Seite wieder mal zuhörst, wie ich so... Oh Gott, ich sterbe.

00:02:58: Ich möchte dir wirklich einen gut gemeinten Rat geben.

00:03:00: Es hilft... Also ich würde auch gar keinen Arzttermin mehr machen.

00:03:03: In meinen Augen hilft bei dir da jetzt nur noch Notschlachten.

00:03:07: Also... Die Bestattung.

00:03:09: Ich sollte schon mal eine Bestattung aus... machen, meinst du?

00:03:12: Also ich finde, wir haben die Leute super, also wir haben euch alle toll in die Folge reingeholt.

00:03:17: Ich frage mich immer noch, wie man im Stehen kacken kann, aber du kannst es mir dann in der nächsten Folge vielleicht nochmal genauer erklären.

00:03:23: Aber wir wissen, du müsstest eigentlich ins Krankenhaus, du bist aber hier, willst die Folge aufnehmen, weil du genauso hype bist wie ich.

00:03:29: Ich bin so hard hype.

00:03:32: dann legen wir jetzt auch los.

00:03:33: Und wir reisen heute in dieser Folge nach London, mein London, ins Jahr zwei Tausendzehn.

00:03:39: Das ist tatsächlich ein Jahr, nachdem ich einige Monate in London gelebt habe.

00:03:43: Und wir reisen in einen Stadtteil, den ich sehr gut kenne.

00:03:46: Ich kenne wirklich die Straßen und die Orte, wo der Fall spielt.

00:03:50: Also ich bin in den gleichen Straßen, wenn ich in der Stadt bin, in Teilen unterwegs.

00:03:53: Und deshalb bin ich natürlich noch aufgeregter.

00:03:55: Wie

00:03:56: heißt denn der Ort?

00:03:56: Ich war ja auch schon oft in London.

00:03:58: Ich bin ja im faktischen Sinne, bin ich ja zweiter.

00:04:00: Stiefst du so in der Queen?

00:04:01: Aber so ein bisschen, Prince William, Swag hast du auch.

00:04:04: Ja, ja, aber ich hab dichteres Haar.

00:04:06: Aber Prince William ist ja der Uncoole von beiden.

00:04:09: Ich fand Prince William immer total Swag.

00:04:11: Das ist doch nett.

00:04:12: Das ist so einer, wo man sich freut, wenn der irgendwann mal übernimmt.

00:04:15: Oder magst du den nicht?

00:04:16: Ja, also als König kann er das wohl mal machen, aber jetzt mit dem Bier trinken will ich nicht.

00:04:21: Der ist sensationell langweilig.

00:04:23: Der ist britisches Lehrerkind, Basti.

00:04:24: Ihr zwei würdet euch wohl gut verstehen.

00:04:26: Ja, super.

00:04:27: Ich seh dich so ein Stammtisch.

00:04:28: Du,

00:04:29: er

00:04:29: und Dr.

00:04:30: Leon Scheidenwind.

00:04:31: Winscheid.

00:04:32: Ihr drei.

00:04:34: Dr.

00:04:34: Leon Scheidenwind.

00:04:37: Winscheid.

00:04:37: Den hab ich

00:04:38: noch nie gehört.

00:04:39: Gefällt mir aber wirklich gut so ein böser Versprecher in unseren lieben Kollegen, Leon.

00:04:44: Das Schlimme ist, das sage ich ja jedes Mal, auch bei Philipp Fleiter und so.

00:04:48: Und ich glaube, es hat sich schon zu Leon durchgesprochen.

00:04:51: Ich schätze den sehr, ich finde den toll, aber ich finde auch den Witz zu gut, um ihn nicht zu machen.

00:04:56: Ich will übrigens oft mit Leon scheiden, wenn verwechselt.

00:04:58: Ja, das kann ich mir nämlich vorstellen.

00:05:01: Unfassbar, es gibt ja wirklich, also außerhalb unserer Profession gibt es ja gar keine... Wir sind beides, zwei blonde Deutsche, aber sonst jetzt auch wirklich wenig

00:05:13: Engigkeit.

00:05:13: Das reicht

00:05:13: oft.

00:05:13: Er ist viel hübscher als ich und ...

00:05:15: Ja, das stimmt.

00:05:16: ...

00:05:17: deutlich attraktiverer Mann.

00:05:18: Aber er hat ja einen sehr kleinen Mund.

00:05:20: Und ich hab ja einen sehr großen Mund.

00:05:22: Also ich hab ja einen absurd großen Mundfaschung.

00:05:25: Genauso wie du.

00:05:26: Wo bist du denn jetzt in was zu einer Analyse?

00:05:27: Glaube für Leute, weil ihr beide sehr groß seid.

00:05:30: Wie du sagst, ihr seid beide, also Europäer.

00:05:32: Ihr habt helle Augen, helle Haare.

00:05:36: Ja, beide auch sehr schöne Sprechstimmen, das muss man ja auch mal sagen.

00:05:39: Oh, danke.

00:05:40: So der Stimmklang ähnlich.

00:05:42: Ihr seid beide.

00:05:44: was mit Psychologie, also ich glaube schon, dass das jetzt nicht mega weit hergeholt ist.

00:05:48: Aber das Lustige ist, dass die Omas, die mich als Leon Winschheit erkennen, dann immer total enttäuscht, wenn ich ihnen sage, dass ich passt, die an Bieldorfer bin, den kennen sie dann auch mit irgend so aber weniger.

00:05:57: Das ist toll.

00:05:58: Sie sind doch hier, der mit der Psychologie.

00:06:01: Ich hab auch Psychologie studiert.

00:06:03: Aber sie sind dieser Leon hier.

00:06:06: Ich sag, nee, ich bin Bastian Bielendorff.

00:06:08: Ich bin der Komiker.

00:06:09: Ach ja, sie können wir ja auch.

00:06:11: Aber dann eher sowieso.

00:06:13: Ach Gott, Scheiße.

00:06:14: Was?

00:06:14: Mist, ich hab gehofft, ich hab Leon Witscheidt getroffen.

00:06:17: Da hab ich jetzt hier nur so einen De-Probinenten aus.

00:06:19: Wer weiß denn so was abgeräumt.

00:06:21: Ja, so ist es halt.

00:06:22: Aber es stimmt, dass es natürlich ... Ich mein, wir haben beide gleiche Profession, haben beide bei Werbeminehr unseren Durchbruch erlebt.

00:06:28: Machen beide Podcast, das stimmt.

00:06:30: Ich hab noch nie realisiert, dass Leon Winscheid und ich eigentlich sowas wie eine Negativ-Kopie voneinander sind.

00:06:34: Sehr wundervoll.

00:06:36: Bist du sicher, dass das hier so ist ein Crime-Podcast?

00:06:38: Das möchte ich noch mal in Erinnerung rufen.

00:06:41: Ich weiß, wir haben es irgendwie, es ist uns doch abgedriftet.

00:06:44: Wir gehen jetzt zurück nach London.

00:06:45: Wir gehen zurück, wir gehen in ein Londoner Stadtteil, und zwar der gar nicht so bekannt ist.

00:06:50: Wir gehen nach Pimlico.

00:06:51: Was?

00:06:53: Nach London Pimlico.

00:06:55: Das ist tatsächlich relativ zentral gelegen, aber die wenigsten kennen das.

00:07:00: Das ist zwischen Westminster und Chelsea.

00:07:04: Das sind die beiden... Links und rechts liegen in Nachbarstadtteile.

00:07:08: Pimlico ist so ein bisschen ruhig, ich würde sagen für Londoner Verhältnisse fast so ein bisschen altmodisch, aber deshalb mag ich das da sehr, weil das ist überhaupt kein Viertel, was sich irgendwie aufdrängt.

00:07:17: Ich glaube, da gibt es wenige Touristentipps in irgendwelchen Reiseführern, deswegen sind da auch super wenig Touristen, obwohl super zentral ist.

00:07:24: Da gibt es super viele schöne solide Pups.

00:07:26: Liebe Grüße gehen von mir, denn das ist zum Beispiel ein Pup, wo ich gerne abhängt, The Gallery Pup.

00:07:31: Liebe Grüße an Shane, liebe Grüße an Little Lily, das ist die Bulldog.

00:07:34: die da immer ist.

00:07:35: Und da gibt es so viele kleine Cafés, mein Lieblingsnachbarschaftsitaliener zum Beispiel, Delizio d'Italia, da müsste mal hingehen, das Portofino focaccia ist das allerbeste.

00:07:45: Absolut,

00:07:46: absolut.

00:07:47: Habe ich auch oft gehört.

00:07:48: Das Portofino focaccio in Pimlico soll wirklich fantastisch sein.

00:07:53: Die Leute fragen mich oft nach Tipps und es ist wirklich so

00:07:57: ein

00:07:57: Ort, an dem man irgendwie so ein Gefühl von fast eher einer Kleinstadt hat, obwohl man ja in dieser riesigen Stadt ist, also die Barkeeper kennen einen, die Leute im Tesco, im Supermarkt kennen einen, Stammgäste sind Stammgäste und so ist es wirklich sehr, sehr schön.

00:08:11: Das möchte ich jetzt mal sagen, aber es ist natürlich nichts, wenn man jetzt die großen Touriziele abhakt, wo man eben rumläuft.

00:08:18: Aber genau da spielt unser Fall und ich hole dich mit einer Geschichte in den Fall rein.

00:08:23: Also, wir sind in Pimlico an einem Montag-Nachmittag.

00:08:27: Die Sonne taucht die Aldernay Street in ein warmes Licht.

00:08:30: Es ist der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, Nachdem sie den kurz vorher gekauften Tesco Espresso runtergekippt haben, in den Mülleimer, dann öffnen sie die schwere Eingangstür des georgianischen Reihenhauses Nummer thirty-six und steigen in dem mit Teppich ausgelegten Treppenhaus zum obersten Stockwerk hinauf.

00:09:05: Na dann wollen wir noch mal sehen, sagt einer der beiden und zückt den Schlüssel zur Wohnungstür, den ihnen der Arbeitgeber übergeben hat.

00:09:12: Letzte Woche war nichts Auffälliges.

00:09:14: Die Nachbarn haben auch nichts mitgekriegt, sagt die Kollegin leicht gelangweilt, als sie noch mal die Notizen der Wache durchließ, die sie vorher bekommen haben.

00:09:21: Der ist halt ein paar Tage nicht zur Arbeit gekommen.

00:09:24: Dann waren Grimes und Gom vorgestern hier, aber niemand hat aufgemacht.

00:09:27: Und jetzt haben wir den Schlüssel vom Arbeitgeber bekommen und sollen nachsehen.

00:09:31: Sie klopfen an der Wohnungstür, warten, die vorgeschriebene halbe Minute und klopfen erneut.

00:09:36: Nichts.

00:09:36: Schließlich schließt der erste Beamte die Wohnungstür mit dem Ersatzschlüssel leise und langsam auf.

00:09:42: Beim Betreten der Wohnung empfängt sie stille.

00:09:45: Die Wohnung ist hell.

00:09:47: Als sie die Tür öffnen bewegt ein sanfter Luftzug die Vorhänge vor den Fenstern.

00:09:52: Die Beamten blicken sich um und halten instinktiv den Arten an.

00:09:56: Nicht aus Angst, sondern eher aus Ehrfurcht vor der wirklich makelosen Ordnung in der Wohnung.

00:10:02: Es ist wirklich, als hätten sie ein Musterhaus betreten, die Küche glänzt, Kein schmutziges Messer liegt im Spülbecken, keine Krümel auf der Arbeitsplatte.

00:10:10: Im Wohnzimmer liegen die Zeitschriften akkurat gestapelt, die Kanten exakt bündig auf dem Tisch.

00:10:16: Sie gehen weiter ins Schlafzimmer.

00:10:17: Das Bett ist gemacht, die Decke ist glatt gestrichen.

00:10:20: Als wäre hier seit Wochen niemand mehr unter die Lagen geschlüpft.

00:10:24: Alles wirkt sicher, behütet und vor allen Dingen fast schon steril.

00:10:27: Nichts ist umgekippt, keine Lampe verschoben, kein Fenster aufgebrochen.

00:10:31: Sie finden keine Kampfspuren, kein Chaos, keinen Schrei, der in der Luft hängt.

00:10:35: Es ist wirklich eine perfekte Welt, aber gleichzeitig auch ein Ort absoluter Kontrolle.

00:10:41: Selbst die Sofa-Kissen haben ein Knick in der Oberkante, so wie in einem Hotel.

00:10:45: Auch im Badezimmer sieht alles perfekt aufgeräumt aus.

00:10:48: Das Licht spiegelt sich in den weißen, geputzten Fliesen, alles ist sauber gewischt.

00:10:53: Noch ein schneller Blick in die Badewanne und sie können wieder los.

00:10:57: Doch mitten in der markellosen E-Mail der Badewanne steht ein Fremdkörper, der nicht wirklich in diese Welt der Ordnung an diesen Ort passt.

00:11:04: Eine sehr große, knallrote Sporttasche der Marke The North Face.

00:11:10: In der sterilen Ruhe des Raumes wirkt das Rot der Tasche wie ein Alarm.

00:11:15: Die Beamten treten näher, die Badewanne ist trocken, die Tasche ist prallgefüllt und schwer, das können sie sehen.

00:11:21: Der Reißverschluss ist komplett zugezogen.

00:11:24: Am Ende, dort wo die Metallschieber aufeinander treffen, hängt ein kleines Vorhänge-Schloss.

00:11:28: Na wunderbar, sagt der Beamte zu seiner Kollegin, jetzt muss ich nochmal runter, habt den ganzen Krams hier nicht mitgenommen, weil wir ja den Schlüssel hatten.

00:11:35: Er geht erneut die vielen Treppenstufen runter zum Auto, um den kleinen Seitenschneider und eine große Zange zu holen.

00:11:42: Wieder zurück in der Wohnung öffnen die Ermittler die Tasche vorsichtig.

00:11:46: In der Enge des Stoffes liegt ein Körper.

00:11:50: Der Körper von Gareth Williams.

00:11:52: Er ist tot.

00:11:54: Er ist nackt.

00:11:55: Sein Körper ist mit einer Präzision in der Tasche zusammengefaltet, die Schmerzhaft anzusehen ist.

00:11:59: Die Knie sind gegen die Brust gedrückt, der Kopf tief gebeugt.

00:12:03: Und es gibt auch kein Blut.

00:12:05: Es gibt nur den toten Mann in der Sporttasche, Gareth Williams.

00:12:08: Und es gibt seinen Arbeitgeber, der Arbeitgeber, der die Polizei verständigt hat und ihm den Wohnungsschlüssel ausgehändigt hat.

00:12:15: Dieser Arbeitgeber ist das MI-Six.

00:12:19: MI-Six ist ja James Bond, das ist die Geheimorganisation der Britten.

00:12:24: Okay, ich kapituliere nochmal.

00:12:27: Die werden diese Wohnung gerufen.

00:12:29: Der Arbeitgeber hat die, so gesehen, die Schlüsse zur Verfügung gestellt.

00:12:33: Die ganze Wohnung oder das ganze Haus ist komplett nicht berührt worden.

00:12:38: Und ehrlich, Tod in einer roten, das plus ja eine riesige Sporttasche, seine riesigen roten Sporttasche, liegt der in der Badewanne.

00:12:46: Was du ja jetzt auch schon gehört hast, die Tasche ist von außen verschlossen und es ist das Vorhängeschloss davor gewesen.

00:12:52: Was

00:12:52: für eine absurde Story.

00:12:55: Das ist auf jeden Fall ein krasses Set-up für ein Crime-Podcast.

00:12:59: Das ist ja wie so ein, das ist ja wirklich wie ein Rätsel aus einem Sherlock Holmes Film oder so, ist ja komplett irre.

00:13:05: Krass, oder?

00:13:06: Er ist auch Eigentümer dieses Hauses oder das weiß man zu dem Zeitpunkt noch nicht.

00:13:11: Ich kann dir jetzt schon mal sagen, er hat die Wohnung gemietet, er lebt das schon seit einiger Zeit, weil er ja jetzt für das MI-Six in London arbeitet.

00:13:18: Wow, das ist wirklich superstrange.

00:13:21: Also weiß ich mal, es gibt jetzt zum Beispiel den Tod von Uwe Barschel, dem... Politiker und wahrscheinlich in irgendwelchen Machenschaften verstrickten Einflussreichen.

00:13:34: Man in den achziger Jahren der Tod in der Badewanne, in der Schweiz lag ich weiß nicht mehr ob Genf oder Zürich, wo man dann auch lange drüber gemutmastert war das Mord oder war.

00:13:44: das war das Suizid.

00:13:46: Bis heute ist es nicht abschließend geklärt.

00:13:48: Viele vermuten, dass es Mord war.

00:13:52: Aber wenn jemand Also in so einem Setting liegt unter solchen Umständen in einer verstößten Tasche ist es ja eindeutig fremdverschulden.

00:13:59: Und dann fragt man sich natürlich im gleichen Augenblick, warum sollte irgendjemand diese Leiche dann nicht entsorgen, sondern dort liegen lassen?

00:14:07: Also wenn du sie schon dort verpackt hast, um sie so gesehen wegzuschaffen, warum lässt du sie dann dort liegen, damit sie gefunden wird?

00:14:13: Also das ist ja wirklich völlig mysteriös, ne?

00:14:15: Viele,

00:14:16: viele Fragen, Basti, auf die wir natürlich hoffentlich mit voranschreitenden Ermittlungen noch Antworten bekommen.

00:14:23: Aber wir sind also in der Welt der Agenten angekommen, in der Welt von MI-Six.

00:14:27: Und ich habe euch ja eben schon gesagt, wir sind in London und das Krasse ist wirklich von Gareth Wohnung in Pimlico, hat das wirklich nur zwanzig Minuten zu Fuß zur Arbeit zum MI-Six.

00:14:40: Das ist super schön, ist auch wieder ein Touritipp von mir über die Workshall-Bridge drüber.

00:14:45: Kann man drüber gehen, die Brücke hat so Gehwege an den Seiten mit und man läuft wirklich dann direkt über diese Brücke auf das MI-Six-Gebäude, was direkt an der Themse liegt zu.

00:14:54: Das ist linksseitig.

00:14:56: Ich weiß nicht, ob du das kennst, das geht bei Skyfall im James Bond Skyfall Film zum Beispiel kaputt.

00:15:01: Kaputt ist schön, das geht kaputt, das wird in die Luft gehen.

00:15:04: Also das ist das Originalgebäude, was die da in die Luft jagen.

00:15:06: Also natürlich den Nachbau des Gebäudes, aber ich meine, die haben so gesehen, also der MI-Six James Bond ist ja eine fiktionale Figur, die für eine bestehende Organisation arbeitet.

00:15:16: Ich hätte jetzt nicht gedacht, dass sie auch das real externe Gebäude in dem Film zeigen, dann die Luft jagen, weil das ja auch irgendwie, das würde ich fast als prophetisch oder so empfinden, wenn ich dort arbeiten würde, wenn man meinen Arbeitsplatz fiktiv in dem Film in die Luft jagt, weißt du?

00:15:30: Aber gut, das Pentagon in den USA wird ja auch ständig zerstört in zahllichen Filmen.

00:15:37: Also, was ist bei den anderen?

00:15:38: Das ist der MI-Six, das FBI, das CIA und in Deutschland der Bundesnachrichtendienst.

00:15:45: Ich habe glaube ich bis ich fünfzehnmal immer gedacht, das wäre so was für die Pressestelle.

00:15:48: Also ich habe nie verstanden, dass das unsere Sicherheitsorganisation.

00:15:52: Ja, Bundesnachrichtendienst, das kann ja alles sein.

00:15:54: Ich habe gedacht, die würden irgendwie verantworten, wie Pressemeldungen oder so.

00:15:58: Ich habe nie ganz verstanden, dass es unser Geheimdienst ist.

00:16:00: Es klingt ja auch nicht so.

00:16:02: Wir Deutschen bräuchten einen coolen Namen dafür.

00:16:04: Ja, die Briten haben den auf jeden Fall.

00:16:05: Ich finde, MI-Six klingt schon ziemlich cool, also... Supercooler

00:16:09: Name.

00:16:09: Wir kommen mal wieder zurück zu unserem Fall und wir beginnen bei unserem Opfer bei Gareth Williams.

00:16:16: Gareth Williams ist zum Zeitpunkt seines Todes einunddreißig Jahre alt und er gilt als absolutes Ausnahmetalent im mathematischen Bereich.

00:16:25: Er schloss sein Studium der Mathematik mit siebzehn ab und als einundzwanzigjähriger war er Doktor der Computerwissenschaften.

00:16:33: Wow, also ein Brain.

00:16:35: Nimm das, Lehrerkind.

00:16:38: Ja, ich enttäusche meine Familie.

00:16:40: Mein Werdekang ist ja sowieso unendlich, aber jetzt auch noch das mit siebzen Mathematikabstiegs.

00:16:47: Ja, Respekt.

00:16:48: Aber das ist auf jeden Fall im Englischen sagt man prodigy, ein Wunderkind.

00:16:54: Er arbeitet am Anfang für das GCHQ.

00:16:57: Das ist der britische Geheimdienst für Kommunikation und Cyberabwehr.

00:17:01: GCHQC-Abkürzung für Government Communications Headquarters.

00:17:05: Das ist nicht in London, aber zum Zeitpunkt seines Todes wurde er einige Monate vorher eben nach London abgeordnet für eine Zusammenarbeit mit dem MI-Six.

00:17:16: Da muss man jetzt sagen, er arbeitet jetzt nicht... Sozusagen im Außendienst.

00:17:20: keine Verfolgungsjagd oder so, sondern er sitzt wirklich am PC, kümmert sich um Kodierung, Verschlüsselung, um digitale Bedrohung.

00:17:28: Und wir wissen über Gareth nicht viel, außer dass er privat sehr zurückgezogen gelebt hat.

00:17:33: Er war sportlich, ist viel ratgefahren.

00:17:36: Er wird von allen als, was ja auch die Wohnungsdurchsuchung gezeigt hat, sehr ordentlich beschrieben.

00:17:42: Er ist kein Partytyp, er hatte aber auch keine bekannten Konflikte, keine bekannten Feinde oder irgendwelche Probleme mit irgendwelchen Arbeitskollegen.

00:17:50: Alle kamen gut mit ihm aus.

00:17:52: Und ich schicke dir jetzt mal ein Porträt von Gareth Williams, dass du dir das auch einmal ansehen kannst und uns gerne einmal beschreiben kannst, wie er auf dich wirkt.

00:18:03: Ja, ein schmaler Mann mit einem wachen Blick.

00:18:10: Ein

00:18:11: relativ junges Gesicht, leichter, dunkler Badansatz, schütteres Haar.

00:18:18: Er sieht ein bisschen aus wie Friedrich Merz als junger Mann, muss man sagen.

00:18:24: Von der Physiomie her und vom Haar her.

00:18:26: Er hat vorne diesen Restdutt an undichtem Haar und dann zu den Seiten große Geheimratsecken, aber auf jeden Fall einen wachen, klugen Blick.

00:18:40: Ich hätte ihn, wenn ich ihn jetzt so, wenn man mir jetzt ein Bild gezeigt hätte, einfach nur, wenn ich jetzt eine Profession hätte sagen müssen, hätte ich sowas wie in Richtung Anwalt, am ersten Anwalt gesagt oder irgendwas im Finanzbereich.

00:18:53: Es gibt keinen gültigen IQ-Test von ihm jetzt mit einem Ergebnis, aber wir können davon ausgehen, dass er ein extrem hohen IQ hat.

00:19:00: Und da hätte ich direkt die Frage an dich.

00:19:03: Glaubst du, wenn man so extrem intelligent ist, also Studienabschluss mit siebzehn Doktortitel mit ein zwanzig?

00:19:10: Glaubst du, das macht das Leben leichter oder schwerer und einsamer?

00:19:15: Also, mein Kenntnisstand her und mein Erfahrung her ist ja soziale Intelligenz und faktische Intelligenz sind zwar sehr unterschiedliche Dinge, die sehr unterschiedlich erlebt werden und die sehr unterschiedlich wichtig im Leben sind und meistens läuft das nicht graduell zueinander.

00:19:37: Und wenn man sich jetzt moderne Wunderkinder anschaut, ob es einen Ellen Touring war oder auch ein Marken des Karls und der bekannteste Schachspieler, den wir derzeit auf der Welt haben, der sicherlich sozial einige Defizite aufweist, wenn man ihn so im Interview erlebt oder im Umgang mit Menschen, dann kann das schon eine sehr große Herausforderung sein, Wunderkind zu sein.

00:19:56: Also ich bin immer sehr wachsam.

00:19:58: Letztes habe ich noch ein Artikel gesehen, glaube ich, über einen dreizehnjährigen Jungen aus Deutschland, der jetzt zur Universität geht.

00:20:05: Natürlich sind Schuhsysteme auf Menschen, die so hoch begabt sind, nicht wirklich vorbereitet, weil diese Kinder sich ja einfach notorisch langweilen im normalen Schulinterricht, weil sie den anderen so weit überlegen sind.

00:20:18: Aber trotzdem ist dann der Schritt, die in Sozialsysteme einzubringen, wo sie halt aufgrund ihres Alters nicht reinpassen, oft auch nicht um den Gut für die, weil sie dann letztlich so ein bisschen als hyper intelligente Aliens in der Universität rum sitzen und keine Sozialkontakte aufbauen können, weil sie physisch sowie Sozialhalt noch Kinder sind, obwohl sie natürlich von ihren Intelligenzfähigkeiten in anderen ebenwürdig oder überlegen sind.

00:20:45: Ich glaube, dass massive Hochintelligenz eher ein Fluch als ein Segen ist.

00:20:51: Und da gibt es beispielsweise Bobby Fischer, auch einer der bekanntesten Schachmeister des letzten Jahrhunderts.

00:20:56: Es gibt viele Beispiele für wie überrohr intelligente Menschen im Sozialleben oder auch in ihrem ganz normalen Leben oft sehr am Kämpfen sind.

00:21:05: Wir gehen jetzt mal so ein bisschen in der Geschichte etwas weiter zurück, bevor die Polizei bei Geryl vorbeikommt.

00:21:11: Denn Mitte August, zwanzigzehn, fällt eben dem Arbeitgeber auf.

00:21:14: Gareth ist nicht mehr erreichbar.

00:21:16: Er beantwortet keine E-Mails mehr.

00:21:18: Er nimmt keine Anrufe an.

00:21:20: Es gibt auch keine Rückmeldung von ihm bei der Arbeit auf Nachfrage, wo er ist.

00:21:24: Und dann informiert eben sein Vorgesetzter die Polizei.

00:21:27: Beim Geheimdienst gilt halt, wer irgendwie einfach von jetzt auf gleich in Anführungsstrichen verschwindet, dann gilt jetzt nicht als verpeilt oder krank oder so, sondern das ist ja auch ein Sicherheitsrisiko für ein Geheimdienst, wenn einer deiner Mitarbeiter auf einmal weg ist.

00:21:43: Na klar.

00:21:44: Also, ich meine, das sind ja Menschen, die, das sagt ja schon der Name, Geheimdienst, Geheimnisse haben.

00:21:52: Also zumindest Wissen haben, dass nicht unbedingt an die Öffentlichkeit geraten soll.

00:21:56: Das heißt, wenn so jemand verschwindet, hat das natürlich eine hohe Bedeutung.

00:22:01: Und ich gehe mal davon aus, dass jemand Mathematik genie.

00:22:04: Ich habe eben schon von Alan Turing gesprochen, der damals hauptverantwortlich für den Bau der Enigma Maschine war, also der Maschinen, die in der Lage waren.

00:22:13: die Verschlüsselung der Nazis in den vierziger Jahren zu knacken und damit Hauptentscheid oder Mitentscheid für den Kriegsausgang waren, weil die Britten auf einmal mitlesen konnten, was die Nationalsozialisten sich, sagen wir mal, zugefunkt haben, dass der auch im Bereich Dekodierung, Entschlüsselung, wenn er so ein Mathematik-Genie war, das also bestimmt in einem Bereich unterwegs war.

00:22:37: wo es um Botschaften gegen die nicht unbedingt lesbar sein sollen.

00:22:41: Ob es jetzt darum gegen Botschaften das MI-Six selber zu verschlüsseln oder andere Botschaften zu entschlüsseln.

00:22:46: Dementsprechend wird dieser Mensch ein gewisses Geheimwissen gehabt haben.

00:22:50: Jetzt wissen wir ja schon, dass die Polizei daraufhin irgendwann zu seiner Wohnung fährt, nachdem die Meldung reinkommt und eben Gareth in der Badewanne findet.

00:22:59: Ich schicke dir auch noch mal das Foto von der, du hast ja eben schon gesagt, sehr, sehr großen North Face-Tasche, die in der Badewanne liegt.

00:23:06: Die ist wirklich groß.

00:23:07: Also sagen wir mal so, jetzt wo ich die Tasche sehe, die nippfast die gesamte Badewanne ein, kann man sich vorstellen, dass ein mittelgroßer Mensch dort drin Platz finden würde.

00:23:17: Ich vielleicht nicht, aber normal gebaut Menschen wahrscheinlich schon.

00:23:22: Genau so ist es ja auch.

00:23:23: Er ist natürlich stark in Anflussstrichen zusammengefaltet, ist jetzt ein schlimmes Wort, aber der Oberkörper liegt auf den Beinen.

00:23:31: Und wie haben wir schon gehört, er ist nackt, er hat keine sichtbaren äußeren Verletzungen.

00:23:35: Und ab hier wird natürlich aus dem ursprünglichen Vermisstenfall eine Person, die einfach nicht mehr zur Arbeit kommt, ein großes Rätsel.

00:23:43: Zu dem Zeitpunkt wissen die Ermittler auf jeden Fall nur Folgendes erst einmal.

00:23:48: Es handelt sich nicht um einen Einbruch, weil es ja keine Einbruchsspuren oder ähnliches gibt.

00:23:52: Es gibt auch in der Wohnung keine Kampfspuren.

00:23:55: Man findet keine eindeutigen fremden DNA-Spuren.

00:24:01: Die Todesursache ist also erst mal unklar, weil man noch nicht sehen kann, woran Gareth Williamston gestorben ist.

00:24:09: Und dann beginnt natürlich auch nach dieser Inspektion erst mal des Tatortes auch die kriminaltechnische Arbeit und die Ermittler testen zum Beispiel auch viele Szenarien.

00:24:20: Und zwar fragen sie sich natürlich, du hast die Sporttasche jetzt gesehen, ist es überhaupt theoretisch möglich, dass Gareth vielleicht selber weil man keine Fremd-DNA gefunden hat, in diese Tasche hinein geklettert ist und ob er sie theoretisch verschließen konnte und so weiter.

00:24:35: Und da habe ich auch Fotos im Netz gefunden, wie halt wirklich verschiedenste Gutachter in über vierhundert Szenarien versuchen, in diese Tasche reinzukommen und sich darin dann selber einzuschließen.

00:24:49: Ist es geglückt?

00:24:51: Nein, es ist nicht einmal gelungen.

00:24:53: Also es wird später von den Gutachtern als außergewöhnlich schwierig bis nahezu unmöglich beschrieben, zumal ja auch noch außen an der Tasche ein Schloss angebracht war, auf dem man dann aber wiederum nicht die DNA von Gareth Williams gefunden hat, aber auch keiner andere.

00:25:10: Um sich da irgendwie reinzuzwingen, das sind Houdini-Vibes, das schafft einfach keiner.

00:25:16: Krass.

00:25:17: Also es lässt sich nicht genau erklären.

00:25:19: Dann gibt es natürlich noch die Obduktion des Leichenamts.

00:25:22: Die soll Klarheit bringen, tut sie aber leider nicht.

00:25:24: Festgestellt wird eben nur, es gibt keine schweren äußeren Verletzungen.

00:25:28: Also sowas wie, er wurde erschlagen oder ähnliches.

00:25:30: Es gibt auch keine Hinweise an seinem Körper, die auf einen Kampf hindeuten.

00:25:34: Aber es wird doch eine Toxikologie geben, oder?

00:25:38: Man muss ja davon ausgehen, dass wenn er da nicht selber reingeklettert ist, er wahrscheinlich vergiftet wurde, oder?

00:25:44: Ja, das wird natürlich untersucht.

00:25:46: Das erste, was die Gerichtsmediziner schon mal nicht sicher sagen können, ist, ob Gareth wirklich noch gelebt hat, als er in die Tasche kam oder ob er da eventuell bereits bewusstlos oder schon tot war.

00:25:57: Das lässt sich nicht genau festlegen.

00:25:59: Und toxikologisch kann man sagen, sie finden keine tödlichen Substanzen in seinem Blut.

00:26:04: Sie finden keine Drogen in relevanter Menge und sie finden auch kein Restalkohol oder Ähnliches.

00:26:09: Das offizielle Ergebnis lautet deshalb, Todesursache nicht feststellbar.

00:26:15: Vermutlich aber Erstückung.

00:26:17: Das Asfixation ist auch nicht nachweisbar, also durch ein gebrochenes Gaumsägel oder es ist zu vermuten, dass Herr Doherth eingesperrt wurde und dann da drin erstickt ist.

00:26:28: Das ist eine Vermutung, aber mehr auch tatsächlich nicht.

00:26:32: Also Sie können auch da keine konkreten Ursachen für finden.

00:26:37: Es bleibt sehr vage alles.

00:26:39: Aber ich denke mir auch so... Wir sind in der Welt der Geheimdienste oder nicht?

00:26:43: Es könnte natürlich auch sein, dass wenn es jetzt so was, was man Insight Job wahrnimmt, dass dann dann Interesse daran herrscht, dass eben nicht rausgefunden wird, was mit dem passiert ist.

00:26:52: Genau,

00:26:52: Basti.

00:26:53: Deshalb fasziniert ja auch viele Menschen unter anderem jetzt mich auch dieser Fall so sehr.

00:26:58: Ich meine, man muss natürlich sagen, unser aller Bild ist natürlich auch bei... gerade Geheimagenten stark geprägt von Agenten, Filmen und Serien.

00:27:05: Ich weiß nicht, wir können ja mal unsere Lieblingsgeheimagenten durchgehen.

00:27:08: Also auch für eins natürlich, weil er auch fürs MI-Six gearbeitet hat, James Bond.

00:27:12: James Bond ist natürlich der prototypische Geheimagent in der Forscher vieler Menschen, der mit der Realität wahrscheinlich am allerwenigsten zu tun hat.

00:27:21: Also der martinietrinkende, durchtrainierte, unsterbliche oder fast unsterbliche Frauenverschwingende Weiberheld ist ja, der jedes Duell gewinnt, ist ja nicht die Realität des Geheimagenten, sondern...

00:27:37: Nein, aber ich gehe ja gerade nur mal Agenten durch, die wir kennen.

00:27:41: Ja, ja, genau.

00:27:41: Aber das ist der Bekannteste, klar.

00:27:43: In England, MI Six Related, gibt's noch die ganzen Kingsman-Agenten von den Kingsman-Filmen auch?

00:27:48: Das ist noch weiter davon weg von der Realität, wahrscheinlich.

00:27:51: Dann gibt's, ich weiß nicht, ob du den Film kennst, Damekönig Ass-Spion mit Gary Oldman.

00:27:56: Das ist Strategie-Experte, MI-Six, George Smiley heißt er?

00:28:01: Genau.

00:28:02: Ich weiß noch, dass er für mich gelangweilt hat.

00:28:04: Damals, ich glaube, ich war zu jung oder habe ihn im Engelschen Original gesehen, nicht verstanden.

00:28:09: Ich müsste ihn mir noch mal anschauen, weil er als Meisterwerk gilt und bei Gary Oldman hat später den Oscar bekommen.

00:28:15: Nicht für George Smiley, sondern für Churchill, glaube ich.

00:28:21: Aber Tinker Taylor... Soja Spy ist der Original Titel von dem Film, den du gerade genannt hast.

00:28:29: Und der zeigt, glaube ich, sehr viel realistischer die Arbeit eines Geheimagenten.

00:28:36: Weil das alles sehr nüchtern ist, sehr zahlenbasiert, sehr viel mit Geheimtaten zu tun hat und sehr viel weniger mit von dem brennenden Jetski springen oder sowas, was jetzt in der James Bond-Welt halt existiert.

00:28:51: Wobei ich sagen muss, dass die amerikanischen Agenten, ja wohl noch, also wenn wir dahin gucken, hier mischen impossible Ethan Hunt, Jason Bourne, Jack Bauer, wie heißt es von Homeland, die Carrie Matheson oder so, die sind ja auch alles geheim Agenten.

00:29:07: Ich finde, das Lustige am Start im Namen Geheimagent ist ja schon mal enthalten, dass es geheim ist.

00:29:12: Und bei James Bond ist ja und auch bei Mission Impossible ist ja wirklich alles nur nicht geheim.

00:29:18: Also wirklich jedes Schruck hinter den Filmen weiß, wer Eason Hand ist.

00:29:21: Und wenn Sie es nicht wissen, dann werden es nach drei Minuten erfahren, weil gleich wieder was in die Luft liegt unter seinem Namen.

00:29:27: Aber ja, das sind die bekannten amerikanischen Geheimagenten.

00:29:31: Dann gibt's noch den Slow Houses, der da befällt mir gar nicht ein, auch von Gaby Oldman gespielt.

00:29:38: Etwas abgeschludert hat, ich glaube auch beim Emma Six tätiger Geheimagent spielt.

00:29:44: Ich hab wirklich nur eine Staffel gesehen, viel vergessen.

00:29:47: Jackson Lamp heißt der.

00:29:48: Jackson

00:29:49: Lamp, genau, Jackson Lamp, genau.

00:29:51: Und der ist, ich glaube, das ist schon relativ nahe an Geheimdienstarbeit.

00:29:55: Besonders weil es auch alles so wahnsinnig nüchtern und traurig irgendwie ist.

00:30:01: Ja, also ich glaube, die sind die bei Slow Houses sind MI-Five, aber okay, es ist trotzdem, die sind nicht MI-Six, die sind MI-Five, ja, bin ich mir relativ sicher.

00:30:09: Aber das können wir als Serienempfehlung ja mal rausholen.

00:30:12: Ja, also ich finde es ganz unterhaltsam.

00:30:14: Ich weiß nicht, warum ich es nicht weitergeschaut habe.

00:30:15: Also ich muss sagen, von mir Serienempfehlung, obwohl auch zumindest eine MI-Six-Agentin einen Auftragskiller jagt.

00:30:22: Day of the Jackal mit Eddie Redmayne.

00:30:25: Mega gut, ich liebe Eddie Remain.

00:30:27: Ist auch richtig spannend.

00:30:28: The Night Portier mit Tom Hiddleston, auch die erste Staffel.

00:30:35: Und jetzt gibt es nach sieben Jahren ne zweite.

00:30:36: Du meinst The Night Manager, ne?

00:30:38: The Night Manager, nicht so ein Night Portier.

00:30:40: The Night Manager.

00:30:40: Hugh

00:30:41: Laurie und Tom Hiddleston.

00:30:42: Mit

00:30:42: Hugh Laurie, ja, fantastisch.

00:30:45: Ich beiße mich gerade auf dem Laufband, wenn ich wieder laufen kann eines Tages, beiße ich mich durch Dr.

00:30:50: Haus, zwanzig Jahre zu spät und muss zugeben, dass ich sehr unterhalten bin davon, auch wenn das alles nicht sehr komplex ist, aber es holt mich gut ab.

00:30:58: Ja, dann habt ihr jetzt sogar wieder eine Filmempfehlung noch mal oben drauf bekommen.

00:31:02: Aber natürlich ist das alles relativ unrealistisch in den Darstellungen mit Anlehnung natürlich an die Wahrheit, wenn wir uns das mal so beim MI-Six angucken oder eben auch beim britischen Geheimdienst für digitale Überwachung, diesem GCHQ, wo er vorher gearbeitet hat.

00:31:17: Die sitzen übrigens in Scheltenhemm.

00:31:19: Also der andere Überwachungsdienst, das Gebäude kennt man auch manchmal aus dem Fernsehen, zieht aus wie so ein Donut einfach.

00:31:26: So ein Metalldonut, der so... Von London raus nach Nordwesten ist so.

00:31:31: Oxford ist auf halber Strecke und der Fesse immer weiter ein bisschen da.

00:31:33: Aber der britische Geheimdienst wirklich mitten in der City.

00:31:37: Und es gibt natürlich auch noch Unterschiede zwischen aktiven Agenten, die wir dann oft in so Serien dargestellt sehen und eben den Leuten, die am PC sitzen, die Cyberagenten.

00:31:47: Wenn wir da jetzt mal darauf gucken, wenn du das beim MI-Six machst, was Gary Williams am Ende gemacht hast, dann ist so deine Aufgabe eng mit den Agenten im Feld zusammenzuarbeiten.

00:31:55: Das heißt, du häckst vielleicht wirklich mal ein Überwachungssystem vor Ort oder du extrahierst Daten von einem Smartphone, das ein Agent auf irgendeine Weise beschafft hat.

00:32:05: Du kümmerst dich um Computerzugänge oder Ähnliches.

00:32:08: Du analysierst Konten von Verdächtigen.

00:32:12: So ein bisschen wie Q bei... bei James Bond, wenn wir das ganz vereinfacht darstellen wollen.

00:32:19: Und wenn du eben beim GCHQ arbeitest, dann sitzt du wirklich an so vierzehn verschiedenen Rechnern in so riesigen Rechenzentren und du analysierst Tausende von Datenströmen.

00:32:30: Du suchst danach Auffälligkeiten, du suchst nach verschlüsselten Nachrichten und versuchst die zu entschlüsseln, egal ob die aus sozialen Medien kommen oder so.

00:32:38: Du guckst bei staatlichen Hackerangriffen, was los ist.

00:32:41: Also das ist halt deutlich.

00:32:43: technischer und mathematischer und findet halt wirklich ausschließlich am Bildschirm statt die Arbeit.

00:32:47: Also man überwacht da eben nicht nur eine einzelne Mission wie jetzt so ein Agent, sondern du bist irgendwie ja auf die ganze digitale Landschaft so ein bisschen ausgeweitet und musst halt dir eben alles irgendwie genau angucken.

00:33:01: Ich habe mich natürlich dafür interessiert, wie man das jetzt wird, ne?

00:33:03: Ich war ja angefixt und ich sage mal so, das wird für uns nichts mehr.

00:33:09: Also klar, bestenfalls studierst du sowas wie Informatik, Mathematik, Physik oder Ingenieurwesen.

00:33:15: Da gibt's mittlerweile auch so Fokussierungen in den Studiengängen eben auf Cyber-Sicherheit oder auf Kryptografie.

00:33:21: Aber was ich auch spannend finde, es gibt zum Beispiel dann auch von den Geheimdiensten in England zusätzliche Ausbildungsprogramme, Apprenticeships, die dann eben auch, ja, ich sag mal, auf gescautete Talente gucken und nicht mehr so sehr auf eine Schulnote oder einen Abschluss achten.

00:33:39: Und das finde ich ziemlich spannend.

00:33:41: Also es geht denen ganz oft dabei um so ein... Ja, wie so ein Cyberinstinkt.

00:33:46: Also du musst Muster erkennen können, logisch Schluss folgern können.

00:33:50: Du musst irgendwie Anomalien finden können und das finde ich total spannend.

00:33:54: Und ich habe mal ein ganz kleines Beispiel mitgebracht.

00:33:58: Und da möchte ich, dass du das jetzt mal löst.

00:34:00: Das ist nämlich zum Beispiel, wenn man sich bei einem Geheimdienst bewirbt, da kommen wir gleich nochmal zu, ist es so ein wirklich eines der aller allerersten Anfangsrätsel, die die alle innerhalb von drei Sekunden geknackt haben.

00:34:12: Und ich darf schon mal sagen, Bei mir war eine lange Nacht.

00:34:16: Aber du musst dir jetzt bitte einmal fünf Zahlen aufschreiben, was die.

00:34:19: Es ist eine Zahlenreinfolge, es ist ein Logikrätsel.

00:34:22: Wer das kennt, gibt es auch bei IQ-Tests eben logische Schlussfolgern.

00:34:25: Die Zahlen lauten eins, zwei, drei, fünf und

00:34:34: acht.

00:34:35: Jetzt lautet die Frage, wie lautet die nächste Zahl in der Reihenfolge.

00:34:39: Aber ihr könnt es euch gerne auch noch mitnehmen und dann komme ich mit der Auflösung.

00:34:43: Aber genau das, was ich dir jetzt gerade mal so diktiert habe, ist

00:34:46: so eine Art von... Ja, ich muss kurz nachdenken.

00:34:47: Gehen wir doch in eine Sekunde.

00:34:48: Ja, aber kurz nachdenken.

00:34:49: Du willst jetzt schon lösen, okay.

00:34:50: Äh,

00:34:52: also, ins Ruhe tief hätte ich jetzt fünf, als zwölf gesagt, aber das ist nicht Worte,

00:34:58: eins, zwei.

00:34:59: Nein, es ist nicht.

00:35:00: Ach, das ist, aber warte.

00:35:01: Eins, zwei, eins, zwei.

00:35:03: Ach so, das sind die Fibonacci-Zahlen, ne?

00:35:05: Eins, zwei, drei, fünf,

00:35:06: acht, zwölf,

00:35:06: drei, zwölf, drei, zwölf, drei, zwölf, drei, zwölf, drei, zwölf, drei, zwölf, drei, zwölf, drei, zwölf, drei, zwölf, drei,

00:35:09: zwölf, drei, zwölf, drei, zwölf,

00:35:11: drei, zwölf, drei, zwölf.

00:35:13: Wenn man das natürlich jetzt in eine KI eingibt heutzutage, dann findet die KI, wenn du die Zahlen, die fünf Zahlen eingibst, nur die fünf Zahlen, sagt die KI schon, ah, das ist das.

00:35:21: Die Lösung ist das.

00:35:22: Ich glaube, das ist ein Job, der sehr bedroht ist.

00:35:26: Fibonacci-Feuer kenn ich auch aus den Brown-Büchern, deswegen hatte ich das doch im Kopf.

00:35:30: Genau, das ist aber jetzt so wirklich der Anfang, um euch das jetzt zu erklären, dann lösen wir es doch jetzt schon auf.

00:35:36: Die Zahlen sind immer... die Summe der beiden Vorherrigen.

00:35:41: Also wenn man eins und zwei addiert, kommt man auf drei.

00:35:43: Wenn man zwei und drei addiert, kommt man auf die vierte Zahl, die

00:35:46: fünf.

00:35:46: Wenn man drei und fünf addiert, genau.

00:35:48: Und fünf und acht, dass die Zahl, die dann fehlt, ist die dreizehn.

00:35:52: Aber du wusstest jetzt schon, wie es funktioniert.

00:35:54: Es gibt natürlich auch, dass man Coats schon kennt.

00:35:56: Tatsächlich ist das, wie gesagt, die Einstiegs, eine der Einstiegssachen und das wird dann immer, immer, immer schwieriger.

00:36:03: Und das geht so bis vierzig und ich war ab zwei raus.

00:36:08: Also, das ist wirklich krass.

00:36:10: Aber das sind sogenannte Can You Crack It Rätsel und es gibt immer wieder, das finde ich auch super spannend, wenn die geheimen Dienste Leute akquirieren, so ganz viele verschiedene Orte, an denen sie das machen.

00:36:21: Das kann zum Beispiel eine Banner-Werbung sein auf Reddit oder so, posten die das wirklich, die posten Coach-Schnipsel in Foren und gucken dann, wer sich darauf meldet.

00:36:30: und es ist mittlerweile auch ein Bereich, die Rekrutierung über Videospiele für solche Agenten.

00:36:35: Einweide Geheimdienste erkannt haben, dass Gamer oft Fähigkeiten besitzen, die ein Cyberagent halt braucht.

00:36:40: Eine schnelle Auffassungsgabe, strategisches Denkentechnisches Verständnis.

00:36:43: Deshalb gibt es zum Beispiel auch viel In-Game-Werbung, zum Beispiel gerade in so Spielen wie, habe ich jetzt gelesen, Splinter Cell oder Rainbow Six.

00:36:52: Da werden dann so virtuelle Rekrutierungsposter platziert und die gucken, wer sich meldet.

00:36:56: Ernsthaft jetzt?

00:36:58: Ja,

00:36:58: es gibt Beobachtungen von Gaming-Fohren.

00:37:01: Da schauen sich die Agenten wirklich in den Communities rund um die Spiele, gerade da zum Beispiel auch Spiele mit hoher technischer Komplexität, wie sie selber sagen, sowas wie EVE Online an, wer eben komplexe Probleme gelöst hat und wer irgendwie außergewöhnliche Qualitäten dort zeigt und besitzt.

00:37:16: und so rekrutieren die teilweise auch Leute.

00:37:20: Du kannst aus einem Videospiel heraus für den Geheimdienst gecastet werden?

00:37:24: Jetzt eher gedacht, das ist ein Flag-Kanal.

00:37:26: Auf jeden Fall, auf jeden Fall.

00:37:28: Das zeugt mal wieder davon, wie dämlich ich auch mein Privatleben bin, weil ich hab das ja alles gespielt und offensichtlich bin ich nie angeworben worden.

00:37:35: Also meine Fähigkeit zur Problemlösung ist überschaubar.

00:37:40: Es gibt natürlich auch noch viele andere Wege.

00:37:42: Zum Beispiel, was ich auch noch spannend fand, die schicken auch Talent-Scouts.

00:37:46: Also das sind dann eben Leute vom Geheimdienst, die dann als Sponsoren auftreten zu solchen Capture the Flag.

00:37:53: Wettbewerben, also Capture the Flag jetzt nicht im Sinne von Bettelfield oder so, sondern das gibt so Wettbewerbe, wo Teilnehmer Sicherheitslücken in Systemen finden können und eben eine digitale Flagge stehlen, wenn sie sich schaffen, in das System einzuhäcken.

00:38:09: Und da zum Beispiel treten die auch auf.

00:38:12: Bekannte Hacker, wie jetzt zum Beispiel Kim Schmitz, Kim.com kennt man vielleicht noch, ist so ein sehr übergewichtiger Mann, der Neuseeland lange Zeit gelebt hat.

00:38:19: Ich weiß nicht, wo der mittlerweile

00:38:20: ist.

00:38:21: Der ist auch in den neunziger Jahren als Hacker bekannt geworden.

00:38:24: Also der hat halt einfach ja Cyberbetrug und sowas gemacht und ist dann festgenommen worden und wurde dann von den Strafverfolgungsbehörden so gesehen als... als Hacker angestellt, weil natürlich Leute, die sowas können, was der können, können am besten erkennen, was andere machen.

00:38:41: Und das war für viele oder einige ehemalige Hacker, die Verbrechen begangen haben, glaube ich, oft ein ganz guter Ausgang aus dem Ding, dann selber so gesehen die Seite zu wechseln.

00:38:51: Also was diese Theorien und diese Rekrutierung, die ich dir eben genannt habe, auch so ein bisschen stützt ist, dass es oft passiert, dass Leute aus diesen Online-Communities, aus den Gaming-Communities irgendwann einfach mehr oder weniger von heute auf morgen verschwunden sind.

00:39:08: Dann hattest du irgendwo ein Top-Gamer oder jemand, der irgendwas mega gelöst hat und dann ist der nicht mehr da.

00:39:13: Und da liegt natürlich die Vermutung nahe, weil er dann zum Beispiel fürs MI-Six arbeitet und deshalb natürlich digital nicht mehr... nicht mehr auffindbar ist.

00:39:23: Und was ich auch noch spannend fand, das sind natürlich jetzt die unkonventionellen Methoden.

00:39:27: Man kann sich auch immer noch ganz klassisch bewerben.

00:39:30: Aber zum Beispiel, dass die GCHQ hat auch mal eine Kampagne gestartet, die sich zum Beispiel gezielt an Menschen mit Autismus oder Asperger-Syndrom gerichtet hat.

00:39:39: Weil den natürlich auch aufgefallen ist, dass die oft eine Extreme Begabung für Mustererkennung und diese Detailgenauigkeit haben, die man eben braucht.

00:39:47: Das sind wichtige Fähigkeiten für die Court-Analyse.

00:39:50: Und in den Bereichen haben die zum Beispiel auch mal explizit nach Menschen gesucht, um die eben zu integrieren.

00:39:57: Okay, das Problem ist, dass, glaube ich, dieser, also das ist wirklich einer der Bereiche sein, also ich will jetzt kein Mitleid haben mit Court-Spezialisten, aber ich glaube, das wird einer der ersten Bereiche sein, wo KI wirklich komplett alles wegräumt.

00:40:09: Weil das sind natürlich Dinge, die für eine künstliche Intelligenz unfassbar viel leichter sind als für Menschen.

00:40:17: Und alles, was nach festen Mustern verläuft, was Programmierung bedeutet oder Coding oder so was,

00:40:23: ist

00:40:24: halt Futter für die Kainer.

00:40:26: Deswegen werden auch unsere Verstüffungsmechanismen, irgendwann zum Beispiel, was wir jetzt auch von seinen Routern haben, WPA II, was lange Zeit als unlösbar, unknackbar galt.

00:40:39: Also was ihr als euer Passwort auf dem WLAN habt, hieß immer, das dauert Zehntausend Jahre, das zu entschlüsseln.

00:40:44: Moderne Kais machen das mittlerweile wahrscheinlich in Sekunden.

00:40:47: Und da muss man ganz neue Wege finden, um ja, besonders im Bereich der Cyber-Sicherheit sich abzusichern.

00:40:57: Also, wir würden uns ja eh nicht bewerben wollen.

00:40:59: und wenn, wer das?

00:41:00: wie gesagt, ein ewiges Verfahren, auch wenn man sich offiziell über die Seiten bewirbt, muss vor Tests machen.

00:41:06: Du musst natürlich zu einem technischen Assessment-Center kommen und du wirst extrem intensiv interviewt.

00:41:13: Und dann gibt es die sogenannte Weddingphase, die kann bis zu einem Jahr dauern.

00:41:17: Das ist so im Grunde die letzte aber auch härteste Hürde, wenn du da arbeiten willst.

00:41:22: Da geht es natürlich erst mal drum.

00:41:24: Du musst eigentlich britischer Staatsbürger sein oder eine sehr enge Verbindung zur UK haben, dann genehmigst du oder erlaubst du, denen wirklich alles über dich in Erfahrung zu bringen.

00:41:36: Also die verlangen vollständige Transparenz, weißt du, dein ganzes Leben.

00:41:40: Wird hinterfragt und du wirst dazu befragt.

00:41:42: Finanzen, Drogenkonsum, Alkoholkonsum, Sexualleben, politische Ansichten, Auslandsreisen.

00:41:48: Du musst wirklich alles offenlegen.

00:41:50: Dann gibt's noch eine Umfeldprüfung.

00:41:52: Freunde, Familie und ehemalige Arbeitgeber werden von Sicherheitsbeamten interviewt.

00:41:56: Ich frage mich immer, wer hat Bock auf so was?

00:41:58: Also, wer will das?

00:41:59: Wer will, würde ich gar nicht wollen.

00:42:02: Also, dass ein Arbeitgeber kommt und sagt, ja, mit Thavion jetzt deine Kindheitsfreude, ob du mal gekifft hast im Busch.

00:42:07: Das würd ich sagen, nee, dann mach man nicht.

00:42:08: Dann lieber nicht, dann arbeite ich vollkommen.

00:42:19: Ja, ist natürlich nachvollziehbar, dass die wissen wollen, dass man nicht mit neunzehnt in der Terrorzelle war.

00:42:25: Verstehe ich, aus Sicht des Geheimdienstes, aber aus Sicht des Arbeitnehmers, ob ich da so Lust drauf hätte.

00:42:31: Also was ich da direkt dazusagen muss, man könnte jetzt denken, dass viele an dieser Ich sage mal an diesem Background-Check oder an der Umweltprüfung scheitern, aber woran die Leute am meisten scheitern, ist tatsächlich der Diskretionsparagraf oder die Problematiken damit, weil der beginnt und das ist dem MI-Six auch sehr wichtig schon am Tag der Bewerbung.

00:42:52: Das heißt, wenn irgendeiner der Verwandten sagt, ja, der hat mir ja auch schon erzählt, dass er sich beworben hat und dann ist es für die Eigentlich schon ein Grund zu sagen, na, Diskretion ist hier nicht so vorhanden lassen war.

00:43:05: Und immer mehr Leute posten natürlich auch sowas aus Social Media.

00:43:08: Hey, Leute, gerade bei MI-Six gewesen.

00:43:13: Ja, ne, glaubst du nicht, wie oft das wohl schon passiert ist?

00:43:16: Livestream, weißt du so aus dem Hauptgewoll.

00:43:19: Ja, ich war gerade mega.

00:43:20: Ey, Leute, jetzt stipp mal ab, ob ich ja geheimer gänn werden soll.

00:43:25: Und die Antwort ist nein.

00:43:27: Deswegen ist das ein Punkt, an dem viele scheitern.

00:43:29: Aber wenn wir zurückkommen zu den Ermittlungen um Gareth Williams, finde ich einen Detail noch sehr wichtig.

00:43:35: Das möchte ich auf jeden Fall erst mal teilen.

00:43:36: Und zwar der Heizkörper im Badezimmer, in dem ja die Sporttasche in der Badewanne lag, ist sehr heiß eingestellt.

00:43:43: Also die Raumtemperatur im Badezimmer war wohl ungewöhnlich hoch.

00:43:48: Und das kann jetzt natürlich viele Gründe haben.

00:43:50: Das kann Zufall sein, kann aber Wie ich finde und wie auch viele andere Leute natürlich sagen, darauf hindeuten, dass jemand so ein Verwesungsprozess beschleunigen wollte.

00:44:02: Das wäre naheliegend.

00:44:04: Aber warum die Leiche nicht wegschaffen?

00:44:07: Also das, wobei natürlich da jetzt wieder mit reinkommt, darüber haben wir auch schon mal gesprochen, dass tote Körper unglaublich schwer werden.

00:44:18: Und das ein Mensch, selbst in so einer Tasche, den man eben zu tragen, ist ja nicht mal ein Koffer, den man schieben kann, nicht leicht.

00:44:26: Genau.

00:44:26: Also ich glaube, auch wenn er in der Tasche ist, die zu tragen, das ist ein Mann, der wiegt achtzig Kilo, das ist schon einiges.

00:44:32: Auf der

00:44:33: anderen Seite, was ist der Sinn, ihn dort einzustießen, wenn du ihn nicht wegschaffst?

00:44:38: Also dann könntest du dir doch theoretisch einfach in die Badewanne legen.

00:44:41: Da wird ja unter den gleichen Umständen gefunden.

00:44:43: Vielleicht ist der Verwesungsprozess aber in so einer abgeschlossenen Tasche noch ein anderer, ein besserer.

00:44:48: Die Geruchsbelästigung setzt später ein.

00:44:51: Weiß man, man weiß es wirklich nicht.

00:44:53: Es gibt viele Rätsel, was ich halt auch so verdächtig finde, dass die Wohnung so wahnsinnig aufgeräumt war und dass man wirklich gar nichts gefunden hat, weißt du?

00:45:04: Also das ist doch unheimlich, oder?

00:45:07: Was wäre dein Gefühl, wenn du als Ermittler in so eine Wohnung kommst und da ist wirklich nichts, gar nichts, das ist doch verdächtig.

00:45:13: Also das ganze Ding ist hardcore verdächtig und völlig seltsam.

00:45:19: Da ist ja nichts normal.

00:45:20: Also das ist seine Mietwohnung, er liegt tot in seiner Badewanne.

00:45:24: Ich meine, vielleicht war der Mann extremer pedant, also wenn es um seinen Woden ging, das gibt's.

00:45:32: Aber der ganz, also dass man nicht mal weiß, woran er gestorben ist.

00:45:36: Also ich hätte jetzt gedacht, er ist vergiftet worden, wobei natürlich es auch Vergiftungsformen gibt, bei denen es nicht nachweisbar ist.

00:45:43: Also, wo das Gift abgebaut wird.

00:45:45: Ich stelle

00:45:45: dir ja am Schluss alle Theorien einmal vor, die es gibt zu dem Tod von Gareth Williams.

00:45:51: Da kann ich schon mal sagen, ist natürlich auch was aus dem Bereich bei.

00:45:54: Was jetzt natürlich auch passiert, weil, du hast es ja jetzt auch schon mehrfach gesagt, es ist einfach eine krasse Geschichte mit so vielen Fragezeichen, mit so vielen Unsicherheiten.

00:46:02: Und das sorgt natürlich dafür, dass die Presse einfach komplett steil geht.

00:46:07: Also da ist natürlich richtig was los und es gelang auch nach dem Tod von Gareth Williams Informationen aus eigentlich Ermittlerkreisen in die Öffentlichkeit und an die Presse.

00:46:18: Also jetzt nicht über offizielle Pressekonferenzen, sondern da werden einfach Informationen geliegt und dann geht es in den Medienberichten richtig rund.

00:46:27: Dann ist plötzlich da die Rede von Bondage-Praktiken, von Fesselspielen, sexuelle Rollenspiele.

00:46:34: Dann heißt es irgendwie, das ist ein Fetischismus.

00:46:38: Und da steht dann auch oft drin in den Artikeln, dass Gareth sich wohl selber freiwillig in diese Tasche begeben haben soll im Rahmen einer sexuellen Praxis.

00:46:50: Das ist jetzt natürlich alles ein bisschen weit weg.

00:46:52: Ich weiß nicht, ob das alles ein Begriff ist.

00:46:54: Also es geht zum Beispiel da um Crossdressing.

00:46:57: Das bezeichnet das Tragen von Kleidung, die jetzt gesellschaftlich eher einem anderen Geschlecht zugeordnet sind.

00:47:02: Ja, also in dem Fall, dass sich... ein Mann als eine Frau angezogen hat oder zu Recht gemacht hat.

00:47:10: Aber Crossdressing ist jetzt keine sexuelle Orientierung, sondern das kann auch einfach nur eben im Bereich von Rollenspielen sein.

00:47:18: Dann gibt es oft auch noch so Sachen wie, das hatten wir auch schon in dem Fall mit Abisada, der Todesgescher, diese Spielen mit Atemkontrolle und hast du ja auch schon Asphyxiation und so.

00:47:32: Wo man die Atmung absichtlich einschränkt, was ja auch zum Beispiel in so einer Tasche der Fall ist.

00:47:38: Also es könnte ein schiefgegangenes Sexspiel sein, wobei das natürlich, worauf das Hinweis, dass er nackt ist.

00:47:46: Aber also von außen betrachtet, also das ist ja hudineartig.

00:47:52: Also wer würde so wahnsinnig sein, in einem Sexspiel sich in so eine Tasche einschließen zu lassen, mit dem Vorhängen gestoßt.

00:47:59: Wo dann im Zweifel, weil vielleicht nicht die Chance besteht, da wieder rauszukommen und so.

00:48:04: Da wird gemutmaßt, dass das auch noch ein Teil der Sexualpraktik gewesen sein kann, weil es gibt tatsächlich auch im BDSM Kontext wieder sowas, dass man in sehr enge Räume eingeschlossen wird, was auch Menschen wiederum mögen, weil man da die Kontrolle abgibt, weil man in sehr engen Räumen natürlich eine ganz andere Körperwahrnehmung hat.

00:48:23: Dir vorstellst du nur mal angenommen.

00:48:24: Du bist in so einer kleinen Kiste eingesperrt.

00:48:26: Atmung, Herzschlag, Muskelspannung.

00:48:28: Das wird alles viel stärker wahrgenommen.

00:48:30: Klingt erst mal nicht nach einem angenehmen Erlebnis.

00:48:32: Wir sprechen ja auch von Menschen, die eher für die Gemeinheit nicht angenehme Erlebnisse schätzen.

00:48:37: Dementsprechend kann man das nicht werten.

00:48:41: Man hat natürlich auch wahnsinnige Angst eigentlich.

00:48:43: Der Körper reagiert ja darauf, wenn man eingeschlossen ist.

00:48:46: Und das kann natürlich auch irgendwie zusammenhängen, wenn da so viel Adrenalin, nur Adrenalin-Dopamin ausgeschüttet wird.

00:48:53: Das funktioniert ja auch für viele als ein Teil der sexuellen Erregung.

00:48:56: Und was es auch gibt, dass man sich gerne einschließt in kleine Höhlen, in Schlafsäcke und so weiter.

00:49:02: Das kennt man auch bei Kindern, dass es eigentlich eine gewisse Geborgenheit auslöst.

00:49:06: Und wenn das das Extrem dann erreicht, dann könnte das auch sein.

00:49:10: Man muss auch dazu sagen, die Ermittler finden tatsächlich Damen, Kleidung, Perücken und Highheels in Garris Wohnung.

00:49:19: Es dringt an die Öffentlichkeit, dass Ermittler das gefunden haben.

00:49:22: Das wird später im Prozess nicht offiziell bestätigt, aber da heißt es halt eben, dass sie Websites gefunden haben, wo es irgendwie um Neigungen geht, die irgendwie Steigungen der Lust in engen Räumen irgendwie beinhalten.

00:49:35: weiß man aber auch nicht.

00:49:36: Ich muss noch dazu sagen, es werden aber ja laut Polizei weder am Verschluss der Tasche noch am Rand der Badewanne oder irgendwo DNA-Spuren von Garris selber oder jemand andern gefunden.

00:49:47: Sagen wir mal so, es klingt eher nach dem professionellen Mord, der als Sexunfall getarnt werden soll, als das nehm ich, Sexunfall, weil wenn da jemand gewesen wäre, der das durchgeführt hat und dann ist der Klient oder Freund oder wie auch immer, was Garrett Williams in dem Content Text war, dabei verstorben, da würde die betreffende Person, müsste schon ein absoluter Vollprofi sein, um dann dann zu denken, alles abzuwischen zu säubern und so zu hinterlassen, oder?

00:50:17: Der normalen Mensch gerät doch erst mal in totale Panik, wenn er versehentlich jemanden im Rahmen von sowas umgebracht hat.

00:50:23: Die Polizei stellt ja auch klar, es gibt wirklich keinen Beweis, dass Garris zum Zeitpunkt seines Todes an irgendeiner sexuellen Handlung beteiligt war oder dass die gefundenen Gegenstände aus der Wohnung irgendwie im Zusammenhang mit einer Sexualpraktik stehen.

00:50:38: Das sind aber Medienberichte, die das angeblich aus internen Quellen gehört haben wollen.

00:50:45: Jetzt weiß man natürlich nie, was davon weiß, aber es heizt natürlich die Debatte darüber und die Spekulationen einfach nur immer weiter an, immer weiter.

00:50:53: Am Ende kann, nachdem die Polizei und die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen abgeschlossen haben, die Frage, was ist mit Gareth Williams passiert?

00:51:01: nicht beantwortet werden.

00:51:02: Und das ist ganz spannend, weil an dem Punkt greift in den britischen Rechtssystem ein besonderes Instrument.

00:51:07: Bei uns ist ja eigentlich keine Leiche, kein Prozess, aber in England haben die sogenannte Inquests.

00:51:12: Das ist keine Gerichtsverhandlung, ist auch kein Strafprozess.

00:51:16: Aber so ein Inquest ist da, um Fragen zu klären.

00:51:19: Eigentlich meistens sind es vier.

00:51:21: Wer ist gestorben, wann ist die Person gestorben, wo und unter welchen Umständen.

00:51:26: Also es legt eigentlich nur die Dinge fest.

00:51:29: Und solche Inquest werden in Großbritannien immer dann einberufen, wenn ein Todesfall eben ja ungewöhnlich oder ungeklärt und doch irgendwie relevant, staatlich relevant ist.

00:51:38: Und das ist ja ganz anders als bei uns.

00:51:40: Und ich finde das eigentlich

00:51:41: gut.

00:51:42: Ja, ja, auf jeden Fall.

00:51:44: Aber man hat ja, also es gibt ja offensichtlich gar keinen Angeklagten.

00:51:49: Ne, ne, beim Inquest gibt es auch nie einen Angeklagten.

00:51:52: Das beginnt zw.

00:51:53: zw.

00:51:54: zwei Jahre nach dem Tod von Gareth.

00:51:56: Aber es ist zum Beispiel auch für die Familie die einzige Möglichkeit, noch mal offizielle und öffentlich Antworten einzufordern.

00:52:02: Und dann eventuell eben auch, das ist in dem Fall nicht so, aber in anderen Fällen, noch mal Ermittlungsfehler überprüfen zu lassen, zum Beispiel.

00:52:08: Und ich finde das eigentlich eine sehr gute Sache.

00:52:11: Ja, klar.

00:52:12: Ein doppeltes Sicherheitsboden, dass nichts durchgegangen ist.

00:52:15: Aber gut, also ich wüsste auch nicht wo ich da anfangen sollte jetzt gerade.

00:52:19: Es gibt keine DNA Spuren, es gibt nur Beweise dafür, dass er offensichtlich sexuelles Interesse am Crosstersing hatte, vielleicht auch an Asphyxation und so was, aber mehr hat man ja nicht.

00:52:33: Natürlich muss man dann digital alles auswerten, schauen ob es irgendwelche Bestellungen von Escorts oder irgendwelche Dominar-Kontakte, E-Mail-Kontakte, sonst was gab, irgendwelche Foren.

00:52:45: Aber ich wüsste jetzt gerade, als Ermittler auch nicht, wo ich da ansetzte, um diesen Wort zu knären.

00:52:50: Ja, das Ding ist natürlich so ein Inquest, ist generell natürlich schon irgendwie immer ein bisschen unkonkret.

00:52:56: In diesem Fall von Gareth Williams dauert die Beweisaufnahme etwa eine Woche mit sieben bis acht Verhandlungstagen.

00:53:01: Da muss man dazu sagen, es gibt auch eine Unterbrechung.

00:53:04: Deswegen zieht sich das InQuest über knapp sechs Monate.

00:53:08: Und die Unterbrechung entsteht natürlich dadurch, dass das MI-Six beantragt, dass es einen Geheimschutz für den Fall gibt.

00:53:18: Das kann natürlich ein Auslandsgeheimdienst problemlos machen, dass die sagen, hier würden Sachen ans Licht kommen, die nicht ans Licht kommen dürfen.

00:53:27: Die sind eben unterliegend im Staatsschutz.

00:53:29: Und deshalb wollen wir das nicht sagen.

00:53:32: Okay.

00:53:32: Ja, gut.

00:53:33: Und das muss erst mal geklärt werden, bevor es dann offiziell überhaupt weitergehen kann.

00:53:37: Deswegen dauert das so lange.

00:53:39: Okay.

00:53:39: Und was kommt raus?

00:53:40: Auch das ist in Teilen anonym, weil diese ganze Inquest-Befragung schon merkwürdig ist.

00:53:45: Es gibt Zeuginnen und Zeugen aus dem Umfeld.

00:53:48: Gerade die aus dem Umfeld der Geheimdienste sagen natürlich komplett anonym aus.

00:53:53: Einige von ihnen sind hinter Sichtschutz.

00:53:55: Einige sind nur digital zugeschaltet.

00:53:57: Und diese Aussagen finden vor allen Dingen unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

00:54:02: Und trotzdem, obwohl diese Maßnahmen alle eingehalten werden, bleibt ein Teil der relevanten Informationen geheim.

00:54:08: Auch für die Familie von Gareth Williams.

00:54:11: Das ist natürlich auch, finde ich, krass.

00:54:13: Also...

00:54:14: Auf jeden Fall.

00:54:15: Dass die das nicht wissen.

00:54:17: Bei diesem Inquest gehört wohl zu den emotional eindrücklichsten Momenten die Aussage von Gareth Schwester.

00:54:22: Die heißt Siri.

00:54:24: Wir wissen weder ihr Alter noch ihren Wohnort.

00:54:26: Das ist nicht öffentlich dokumentiert.

00:54:29: Von ihr Kennen stammt aus dem Gerichtssaal, also was sie dort gesagt hat.

00:54:32: Sie tritt dort wohl sehr ruhig kontrolliert und sachlich auf.

00:54:35: Ich nehme an, sie ist ähnlich klug wie ihr Bruder.

00:54:38: Und sie beschreibt ihrem Bruder als hochbegabt, zurückhaltend und nicht risikofreundig.

00:54:44: Sie sagt, dass sie wusste, dass Gareth für den Geheimdienst arbeitete, jedoch überhaupt nicht voran.

00:54:49: Und sie sagt noch aus, dass er ihr kurz vor seinem Tod eine Woche vorher von Spannungen im Arbeitsumfeld berichtet hatte, aber mehr hat er natürlich auch dazu nicht gesagt.

00:54:59: Und auch seine beiden Eltern, sein Vater Iain und seine Mutter, die leben sehr zurückgezogen in Wales, die wussten eigentlich kaum was über die Arbeit ihres Sohnes.

00:55:08: Also die wussten, dass er für den Staat tätig war, die wussten auch noch von den Anfängen beim GCHQ, aber dass er zum Beispiel zum Zeitpunkt seines Todes für das MI-Six gearbeitet hat, das wussten die Eltern überhaupt nicht.

00:55:21: Das haben die erst im Zuge der Ermittlungen erfahren.

00:55:23: Okay, krass.

00:55:25: Das ist natürlich auch heftig.

00:55:26: Wenn dir so auffällt, ich wusste nichts über mein Kind.

00:55:31: Kann ich mir auch sehr schwer vorstellen.

00:55:34: Und die Lehrstellen bleiben ja wahrscheinlich, wenn sie über die meisten Sachen dann auch nichts mehr erfahren haben.

00:55:39: Im Mai gibt es auf jeden Fall das Ergebnis von dem Impquest und da wird offiziell festgestellt, ich zitiere hier, dass es unwahrscheinlich sei, dass Gareth Williams allein und ohne Fremdeinwirkung starb.

00:55:51: Es sei wahrscheinlicher, dass eine oder mehrere Personen ihn getötet hätten.

00:55:55: Der englische Begriff dazu lautet, probably killed unlawfully.

00:55:59: Das Scotland Yard selber sagt allerdings, dass es most likely a tragic accident ist, also es wahrscheinlich ein tragischer Unfall war.

00:56:07: Das sind die beiden Möglichkeiten, die offiziellen vom Scotland Yard und das Ergebnis vom ImQuest.

00:56:12: Das weiß man jetzt natürlich nicht.

00:56:14: Das ist natürlich auch so, dass große Teile möglicher Erklärungen ungesagt geblieben sind, also nicht weil sie unwichtig waren, sondern weil sie als geheim eingestuft wurden.

00:56:24: Okay.

00:56:25: Aber ich denke mir immer so, weißt du, das interessiert einen als Angehöriger wahrscheinlich sehr wenig.

00:56:30: Ja, also es ist ja noch bitterer, weißt du, wenn vielleicht Sachen da sind, die aber nicht öffentlich gemacht werden wegen des Geheimdienstes.

00:56:37: Also viel bitter, du wusstest nicht, dass dein Kind beim Geheimdienst ist.

00:56:41: Dann stirbt es unter solchen Umständen und dann aufgrund seiner Tätigkeit erfährst du nicht mal, was passiert ist.

00:56:47: Also was ist denn dann rausgekommen?

00:56:50: Das sind die offiziellen Ergebnisse.

00:56:52: Ich stelle dir jetzt die verschiedenen Theorien nochmal vor, die es gibt.

00:56:56: Und du kannst dich danach hier natürlich auch, die ihr zuhört.

00:57:00: Nur einfach für euch, für euer eigenes Interesse, weil es ja nicht relevant oder wichtig ist, kannst du ja dich danach einmal äußern, was du für ihr am wahrscheinlichsten hältst.

00:57:09: Das erste ist, jemand hat ihn getötet.

00:57:12: Das ist ja auch genau das, was der Inquest sagt.

00:57:15: Eine oder mehrere Personen haben ihn eventuell getötet.

00:57:18: Zweite Theorie, ein selbstverschuldeter Unfall.

00:57:21: Selbstverschuldet heißt, er hat sich selber in die Tasche eingeschlossen.

00:57:25: Houdini Style.

00:57:26: Da kann ich direkt sagen, Vielleicht aber auch nicht, weil ja zwei Experten über vierhundert Mal versucht haben, sich in einer identischen Tasche einzuschließen und sie von innen zu verriegeln und es ist keinem der beiden auch nur ein einziges Mal ansatzweise gelungen.

00:57:42: Und jetzt kommen wir zu den anderen interessanten Theorien, die vor allen Dingen natürlich online rumgeistern oder eben auch in Podcasts oder Dokumentationen.

00:57:51: Die Ermordung durch ausländische Geheimdienste, in diesem Fall nenne ich es mal die Russlandspur.

00:57:58: Das ist eine Verschwörungstheorie, die auch von einigen ehemaligen Geheimdienstlern gestützt und auch mit Argumenten versehen wird.

00:58:06: Die Hypothese Williams arbeitete an der Aufdeckung russischer Geldwäschennetzwerke, was nicht so unwahrscheinlich ist.

00:58:13: Und deshalb wurde ein Killerkommando, hier ist jetzt vom russischen SVR oder FSB die Rede, wurde abgesandt um ihn mit einem unauffindbaren Gift.

00:58:25: Zum Beispiel einer Injektion ins Innenohr.

00:58:28: zu töten und danach diese Szenerie aufzubauen, um Verwirrung zu stiften, um abzulenken, um in irgendeiner Form das Ganze zu vertuschen.

00:58:42: Ja, also ich soll jetzt sagen, was ich am wahrscheinlichsten halte.

00:58:46: Es gibt noch eine Theorie, die lautet ja, dass die vierte der Inside Job, das ist die interne MI-Six-Vertuschung selber.

00:58:55: Unwahrscheinlich.

00:58:57: Der MI-Six könnte involviert gewesen sein oder den Fall manipuliert haben, um peinliche Details über Williams Arbeit oder sein Privatleben zu verbergen.

00:59:07: Denn begründet, der MI-Six meldete Williams erst acht Tage nach seinem Verschwinden als vermisst, was laut der Online-Aussagen sehr spät ist, gerade für jemanden, der in der Geheimsektion arbeitet.

00:59:22: Später auch wichtige Speichermedien aus seinem Büro beim MSX selber.

00:59:28: Und das ist ja schon mal auch etwas merkwürdig.

00:59:32: Für die beiden letzten Theorien spricht natürlich keine Fingerabdrücke.

00:59:35: Also wer, wenn nicht Profis, kann so gut aufräumen danach.

00:59:38: Es wurden ja keine Fingerabdrücke von Williams, aber auch von niemanden sonst gefunden.

00:59:43: Es bleibt trotzdem für mich die Frage, warum sollte man die betreffenden Personen dann da lassen?

00:59:49: Das macht gar keinen Sinn.

00:59:50: Das macht keinen Sinn.

00:59:51: Ich weiß

00:59:51: es nicht.

00:59:52: Und was natürlich auch für die letzten beiden Sachen spricht, ist eben, dass man auf elektronischen Geräten fachmännisch gelöschte Daten gefunden hat.

01:00:00: Das kann er natürlich auch selber gewesen sein.

01:00:02: Jetzt würde ich auch nicht ausschließen, dass es beim MI-Six irgendwelche Selbstlöschungsmechanismen gibt oder dass Leute von außen darauf zugreifen können.

01:00:11: Das wäre jetzt so mein Gegenargument.

01:00:14: Und dann gibt es doch eine komplett crazy Theorie, die würde ich aber mal weglassen.

01:00:19: dass er im Auftrag des Geheimdienstes die Identität vom Bitcoin-Entwickler Satoshi Nakamoto eigentlich ein eigener Fall irgendwie ermittelt haben könnte und dass er da irgendwie auf Information gestoßen ist, die ihn dann in akute Lebensgefahr gebracht haben und dass er dann dort vor einem Auftragskiller getötet wurde.

01:00:38: Das sind die Theorien.

01:00:39: Okay, also ich bin am ersten bei der Russentheorie, wobei ich eigentlich denken würde, dass die dass das nicht öffentlich werden würde, weil er ja nicht exklusiv alleine als so gesehen als Ritter in weißer Rüstung gearbeitet hat, sondern Auftrag seines Arbeitgebers und ich mir nicht vorstellen kann, dass das irgendwie öffentlich werden würde, wenn als Teil eines Teams gegen etwas vorgeht.

01:01:04: Aber es ist das wahrscheinlichste Szenario und aus meiner Sicht.

01:01:11: Was dagegen oder was seltsam ist, ist, dass ich davon ausgehe, dass wenn ausländischer Geheimdienst, ich meine, Jamal Kashoki zum Beispiel ist ja ermordet worden.

01:01:22: Das weiß man bis heute oder weiß man mittlerweile ja, aber der ist ja der Körper auch verschwunden.

01:01:27: Und der Mann ist ja offensichtlich zerlegt, zersicht worden und dann weggeschafft worden.

01:01:35: Und ich würde davon ausgehen, es gibt sicherlich so internationale Killteams, die sowas durchführen, dass die dann aber keine Spuren hinterlassen.

01:01:42: Oder zumindest keine solchen Spuren wie den ganzen Körper in der Tasche.

01:01:45: Also das klingt für mich sehr, sehr selbsam.

01:01:49: Und natürlich die Sachen, die in der Wohnung, also solche Dinge sind ja leicht fälschbar, ein Browserverlauf oder halt Dinge, die in der Wohnung gefunden wurden.

01:01:58: Das sind ja Sachen, die man fälschen kann oder die man so legen kann, dass halt der Hinweis auf einen fremdverschuldigen Suizid oder sowas hinfällt dementsprechend.

01:02:12: Schwierig, ne?

01:02:13: Sehr schwierig.

01:02:14: Ich bin da hundert Prozent bei dir, auch mit genau den genannten Argumenten.

01:02:17: Es ist wirklich spannend.

01:02:19: Es gibt noch, ja, ich sag mal, eine letzte Information zu dem Fall.

01:02:22: Und zwar ist das ein kleines Update von zwanzig vierundzwanzig.

01:02:25: Und zwar hat das Gotland-Jahr im Februar zwanzig vierundzwanzig nochmal gesagt, dass es eine erneute forensische Untersuchung gab vom Beweismaterialien aus der Wohnung, die ist bereits zweitausendundzwanzig gestartet.

01:02:38: Aber auch bei dieser Untersuchung wurde keine neue DNA gefunden, also keine fremd DNA.

01:02:45: Und deshalb wiederholt Scotland Yard dann nochmal das offizielle Fazit.

01:02:49: Die Polizei stuft den Tod weiterhin als wahrscheinlich ein Umfall im Rahmen eines Solobondisch-Experiments ein.

01:02:55: Die Familie und ja auch die Schwester haben von Anfang gesagt, dass sie daran nicht glauben, aber das ist jetzt die letzte Scotland Yard-These.

01:03:03: Und wer jetzt sagt, Boah, ich hätte ja noch tausend andere Sachen.

01:03:07: Ihr könnt euch da im Internet zu Wund lesen.

01:03:10: Es gibt aber auch noch einige Dokumentationen und Filme dazu.

01:03:12: Dokumentationen sind zum Beispiel The Body in the Bag.

01:03:16: Das ist eine True Crime Dokumentation, die ist auf Channel Five und auf Apple TV zum Beispiel verfügbar.

01:03:23: Ja, nochmal sehr, sehr detailliert den Fall rekonstruiert und die auf viele Experten und auch in Teilen Ermittler zu Wort kommen lässt.

01:03:30: Dann gibt es von zwanzig vierundzwanzig eine aktuelle Redoku, die heißt The Spy in the Bag, New Revelations.

01:03:37: Da gibt es halt eben nochmal die neuen forensischen Erkenntnisse und Theorien, die da nochmal zusammengefasst werden.

01:03:42: Aber auch da gibt es keine finale Antwort.

01:03:44: und wer sagt, so Dokus ist nicht so mein Style.

01:03:47: Ich will eher so ein bisschen In die Fiktion gehen.

01:03:50: Es gibt auch eine Verfilmung, eine BBC-Miniserie, die heißt Landen Spy.

01:03:54: Da geht es um einen jungen Mann, der ist gespielt von Ben Whishaw, den ihr vielleicht aus das Parfum kennt.

01:03:59: Oder

01:04:00: auch aus James Bond.

01:04:03: Oder auch aus

01:04:06: James Bond als

01:04:08: Q. Und in dem Film ist sein Liebhaber, es ist auch ein MI-Six-Agent, die Person, die tot in einem verschlossenen Koffer aufgefunden wird.

01:04:16: Und die Autoren der Serie haben auch gesagt, eben London Spy inspiriert ist durch den Fall von Gareth Williams.

01:04:24: Für die Familie von Gareth Williams bleibt die Ungewissheit.

01:04:27: Es gibt kein klares Warum, kein klares Wie, keine abschließende Wahrheit.

01:04:32: Bis heute gilt der Tod von Gareth Williams offiziell als ungeklärt.

01:04:35: Und was davon übrig bleibt, ist eigentlich nur noch ein Mensch, dessen Leben von Intelligenz, Zurückgezogenheit und Präzision geprägt war.

01:04:43: und dessen Tod bis heute viele Fragen aufwirft.

01:04:46: Du, du, du präsentierst mir jetzt hier kein Ergebnis, oder was?

01:04:50: Nein, es ist ein Cold Case.

01:04:53: Jetzt machen wir mal gut.

01:04:54: Das kannst du hier nicht eine Stunde, dreißig erzählen und dann sagen, ne, weiß mal nicht, wie es ausgegangen ist.

01:04:58: Macht euch mal Gedanken, wie grausam ist das denn jetzt?

01:05:01: Ich meine, es ist ein sehr spannender Fall, aber fuck.

01:05:04: Ich hab gedacht, dass du jetzt mitkommst und dann haben sie einen Chat voll aufgefunden mit seiner

01:05:09: Dominatrix.

01:05:10: Okay.

01:05:11: Als wenn die bei einem ehemaligen Cyberagenten noch einen Chatverlauf finden, also der beim MI-Six gearbeitet hat.

01:05:17: Wenn der nicht gefunden werden soll, findest du da gar nix.

01:05:21: Ja, das ist wohl richtig, aber krass.

01:05:25: Okay, das ist ja...

01:05:27: Nein, in diesem Fall ist es leider so, dass das Ende in jedem Kopf selber entsteht oder sich entwickelt.

01:05:36: Also ich persönlich glaube nicht an die... Sexuelle Theorie, dass das jetzt am Sexuellen passiert ist.

01:05:43: Das ist mir zu unwahrscheinlich, mir zu weit weg.

01:05:47: Besonders bei jemandem, der diesen Job hat, der diesen Bereich arbeitet.

01:05:54: Also dann wären deren Spuren gefunden worden.

01:05:58: Was für eine unendlich traurige, beschissene Sache für die Familie.

01:06:03: Wie grausam, dass die keine Sicherheit kriegen.

01:06:06: Und wenn man ehrlich ist, ist die Wahrscheinlichkeit.

01:06:09: dass so jemand oder dass diese Sicherheit noch kommt, auch sehr gering.

01:06:16: Wenn es von Profis gemacht wurde, ist die Wahrscheinlichkeit, dass es noch rauskommt, sehr, sehr gering.

01:06:22: Tatsächlich ja.

01:06:24: Das denke ich auch.

01:06:26: Horror.

01:06:27: Absoluter Horror.

01:06:29: Okay, das ist ein unerwartetes Ende.

01:06:32: Ich habe gedacht, dass du uns jetzt am Ende den Mörder so gesehen aus dem Strumpf ziehst, aber Dann müssen sich unsere Zuhörer selber irgedankt machen.

01:06:39: Können ja auch mal in die Kommentare schreiben.

01:06:41: Mich interessieren, was eure Meinung ist.

01:06:43: Wir haben jetzt mich deutlich gesagt, was wir beide führen dazu.

01:06:46: Ich denke, die hassen mich jetzt alle, weil ich das so gemacht habe.

01:06:49: Aber ich wollte es auch bis zum Schluss spannend halten.

01:06:52: Weißt du, hätte ich jetzt vorher gesagt, ich kann jetzt schon mal sagen, das wird nie zu einem Ergebnis kommen.

01:06:58: Das ist schon ein bisschen gemein.

01:06:59: Ich muss echt zugeben, dass ich bei Netflix Cold Case Sachen nie gucke.

01:07:03: Weil das kann ich nicht.

01:07:04: Also Cold Case Klamotten bei Netflix mag ich überhaupt nicht.

01:07:07: weil mich das unbefriedig zurücklässt.

01:07:09: Und ich glaube, dass manche vielleicht jetzt auch ein bisschen unbefriedigt sind.

01:07:11: Wir können es ja nicht ändern.

01:07:13: Und

01:07:13: ich kann das total verstehen und mir tut das auch total leid.

01:07:16: Aber ich fand den Fall so spannend mit diesen ganzen MI-Six-Hintergründen, mit den Rekrutierungen, mit der Arbeit dort.

01:07:26: Ich fand der Fall hatte einfach zu viel Spannendes, um ihn, weil er ein Coldcase ist, auszusortieren.

01:07:31: Ihr könnt uns ja auch gerne mal schreiben, wie ihr zu Cold Cases steht, weil ich glaube, das ist sehr, sehr unterschiedlich und rechtfertigt sozusagen der Fall den Cold Case.

01:07:40: Oder wie seht ihr das?

01:07:41: Bin ich wirklich mal gespannt.

01:07:43: Möcht mich auch direkt bei allen Entschuldigen, die das jetzt total frustriert hat.

01:07:48: Der nächste Fall wird kein Cold Case, das sage ich schon.

01:07:51: Was versprechen wir jetzt schon mal?

01:07:53: Vielen, vielen Dank, dass du das so vorgestellt hast.

01:07:54: Das war ein super spannender Fall.

01:07:56: Ich kannte ihn nicht.

01:07:56: Ich hatte das von noch nie gehört.

01:08:00: sehr traurige Geschichte, weil ich finde, dass für die Angehörigen, ich glaube, dass das eine Lösung, in Lösungs- der falsch Begriff, eine Auflösung einesfalls einen Schuldigen zu haben oder, als zumindest ein Verantwortlichen, ist sehr wichtig für Angehörige, weil sich die Trauer dann auch irgendwo hinrichten kann.

01:08:22: Und in dem Fall hat man das ja nicht.

01:08:23: Das finde ich halt, das ist hart daran.

01:08:26: Das ist schon Für die Familie sehr hart.

01:08:28: Ich wünschte der Familie, dass es noch rauskommt.

01:08:31: Was passiert es auch, wenn ich es für unwahrscheinliche halte?

01:08:34: Vielleicht gibt es ja das Glück für die Angehörigen.

01:08:38: Und vielen Dank, dass du den Fall vorgestellt hast.

01:08:41: Ich fand den wahnsinnig spannend.

01:08:42: Und wir wissen, wir kommen auf jeden Fall schon mal nicht zum Geheimdienst.

01:08:46: Da lassen wir mal schön Finger vorn, das ist der Quatsch.

01:08:49: Wir werden nicht mal Bond-Girl.

01:08:52: Ich bin kein guter Geheimnisträger, also ich würde auch bei jeder Erfolterung direkt nach zehn Sekunden sagen, nee, nee, ich erzähle euch alles.

01:08:57: Auch sagen, ich bisher noch gar nicht wusste.

01:09:00: Auch von Leuten, nee, auch nur Vermutung.

01:09:02: Ich kann auch Vermutung über Leute aussehen.

01:09:04: Ich wäre völlig ungeeignet für jeden Geheimdienst, da muss man realistisch sein.

01:09:07: Ja,

01:09:07: wenn sich jetzt einer schon nur mit ausgestreckten Armen deinem kaputten Bein nähert, wird es ja schon alles ausplaudern, alles gestehen.

01:09:14: Keine Chance.

01:09:15: Also folgt uns natürlich bei Friends in Crime Unterstrich Official auf Instagram.

01:09:22: Vielen Dank erstmal, dass ihr diese zweite Staffel überhaupt möglich gemacht habt.

01:09:25: Wir haben uns sehr über das Feedback der ersten Staffel gefreut.

01:09:28: Das ist wirklich für mich.

01:09:31: Kaum fassbar, dass unsere Hörerzahlen sechsstellig sind.

01:09:33: Das ist schon ziemlich cool.

01:09:35: Also über hunderttausend Menschen hören unsere Folgen jede Woche.

01:09:39: Das ist alle zwei Wochen.

01:09:40: Das ist schon krass.

01:09:41: Damit habe ich nicht gerechnet, als wir mit angefangen haben.

01:09:44: Ich freue mich sehr über dieses Projekt und den Zukunft.

01:09:46: Keine Cold Case mehr, Sandra.

01:09:48: Sprünken verdammte Kacke.

01:09:50: Entschuldigt den Cold Case.

01:09:51: Aber wie gesagt, ich kann es wahnsinnig spannend, dass hier so viele über London und über das MI-Six und über die Welt der... Spione und der Cyberkriminalität geredet haben.

01:10:01: Dann bis auf nächstes Mal.

01:10:03: Danke schön, dass ihr uns gehört habt.

01:10:04: Passt auf euch auf und tschüss.

01:10:07: Tschüss.

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